Klimaschutz

Die Auswirkungen des Klimawandels sind überall zu beobachten. Klimawandel und globale Erwärmung - spätestens seit sich sengende Sommerhitze, milde Winter, Überschwemmungen, Starkregenfälle und Hurrikans häufen, - sind diese beiden Worte in aller Munde. Vor allem die Treibhausgase aus Verkehr-, Energie- und Wärmeproduktion und der Industrie tragen stark zum Klimawandel bei.

Deshalb gilt es, das Klima zu schützen und eine gemeinsame Klimapolitik umzusetzen.

Weltweit ist die Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren schon um etwa 0,74 Grad Celsius gestiegen. Globales Ziel ist es, dass die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celcius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden muss, um dramatische Folgen für die Erde abzuwenden. Dies wurde im Übereinkommen von Paris, als eine Vereinbarung von 195 Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls festgelegt.

Das Übereinkommen von Paris trat am 4. November 2016 in Kraft, 30 Tage, nachdem 55 Staaten, die zudem mindestens 55 % der Emissionen verursachen, die Ratifizierung abgeschlossen hatten. Am 3. November 2016, einen Tag vor Inkrafttreten des Abkommens, hatten insgesamt 92 Staaten das Abkommen ratifiziert. Zudem hatten 163 Staaten Klimaschutzpläne ausgearbeitet. Für die Bundesrepublik Deutschland ist dies der Klimaschutzplan 2050 mit einer langen Liste politisch umstrittener Einzelmaßnahmen.

Neben der nationalen und internationalen Ebene, spielen aber auch das Land Baden-Württemberg und seine Städte und Gemeinden eine zentrale Rolle, denn städtische Räume gelten als einer der Hauptverursacher für die globale Erwärmung.

Das Klimaschutzgesetz BW das 2013 in Kraft trat, sieht verbindliche Vorgaben für die Reduzierung von Treibhausgasen vor. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Landesregierung ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept mit konkreten Strategien entwickelt und sich selbst eine Vorbildfunktion auferlegt. Das Klimaschutzgesetz befindet sich derzeit in der Novellierung.

Für die Folgen des Klimawandels, die bereits heute spürbar sind, hat die Landesregierung 2015 eine Anpassungsstrategie Baden-Württemberg  entwickelt.

Die Industrieregion Baden-Württemberg trägt überproportional zum Anstieg der klimaschädlichen Treibhausgase bei. Um den dadurch verursachten Klimawandel auf einem beherrschbaren Maß zu halten, müssen wir die CO2-Emissionen reduzieren.

Die CO2-Emissionen des Landes sollen laut Klimaschutzkonzept bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Die Gemeinden und Landkreise üben im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz eine Vorbildfunktion für ihre Einwohner aus und können die Rahmenbedingungen für die auf ihrer Gemarkung verursachten Treibhausgas-Emissionen maßgeblich mitgestalten.

Die Stadt Villingen-Schwenningen hat deshalb im Jahr 2019 den Klimanotstand ausgerufen und ist gleichzeitig dem Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg beigetreten. Die Stadt Villingen-Schwenningen hat sich damit zu dem 1,5 Grad-Ziel bekannt. Der Klimaschutzpakt BW mit den kommunalen Landesverbänden dient der Umsetzung des gesetzlichen Handlungsauftrags des Klimaschutzgesetzes.

Bislang sind 284 Kommunen dem Klimaschutzpakt beigetreten. Sie machen damit deutlich, dass sie beim Klimaschutz aktiv sind und dass sie diese Aktivitäten auch weiterentwickeln möchten. Kommunen, die den Klimaschutzpakt BW unterstützen, haben die Möglichkeit eine erhöhte Förderquote im Rahmen der Förderprogramme Klimaschutz-Plus und KLIMOPASS zu erhalten.

Ferner hat sich die Stadt Villingen-Schwenningen 2019 bereit erklärt, den European-Energy-Award, kurz eea  durchzuführen. Hierbei handelt es sich um ein europäisches Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden.

Mittlerweile sind europaweit über 1500 Gemeinden mit an die 50 Millionen Einwohnern beteiligt, und über 800 Gemeinden zertifiziert (Stand 2018).

Bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) von Villingen-Schwenningen, welches die Stadt in den Jahren 2017 bis 2019 erarbeitet hat, wurde das Kapitel 15 mit "VS übernimmt Verantwortung – Entwicklung von Leitlinien für den Klimaschutz" betitelt. Mit den 2019 erfolgten Ratsbeschlüssen setzt VS heute diesen Prozess fort.

Mit der Einrichtung einer Klimaschutzmanagementstelle beim Stadtplanungsamt im Jahr 2019, in der die Klimaschutzaktivitäten innerhalb der Stadtverwaltung zentral koordiniert werden, wurde ein wichtiger Schritt vollzogen. Eine weitere wichtige Säule ist die Einrichtung einer Stelle des Mobilitätsmanagers im Jahre 2020 beim Grünflächen- und Tiefbauamt (GuT), um Villingen-Schwenningen im Bereich der Verkehrs- und Mobilitätswende voranzubringen.

Mehr Infos zu Mobilität

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Am 27.3. schalten wir um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht am Riedtor in Villingen und an der Stadtkirche in Schwenningen aus. Wieso? Zur #EarthHour gilt #LICHTAUS. KLIMASCHUTZ AN. Gemeinsam mit @WWF_Deutschland setzen wir ein Zeichen zum Schutz unseres Planeten! www.wwf.de/earth-hour

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Energieagentur Schwarzwald-Baar Kreis

Kostenlose Beratung rund um das Thema Energiesparen
Die Energieagentur bietet Interessenten eine kostenlose Beratung rund um das Thema Energiesparen. Ihr Angebot umfasst folgende Themenbereiche:

  • Wärmedämmung
  • Fenster und Lüftung
  • Einsatz erneuerbarer Energien
  • Förderprogramme
  • Energieausweis
  • Energiemanagement
  • Schulprojekte
  • Mobilität

Allgemeine Informationen dazu finden Sie auf der Website der Energieagentur. Für weiterführende Informationen steht Ihnen ein Energieberater der Agentur gerne zur Verfügung.

Kontaktdaten:
Energieagentur Schwarzwald-Baar-Kreis GbR

Niederlassung der Energieagentur Landkreis Tuttlingen gGmbH
Humboldtstraße 11, 78166 Donaueschingen

0771 / 896 59 64

0771 / 896 59 65

infoea-vsde

Die Energieagentur Schwarzwald-Baar-Kreis bietet kostenlose Außensprechstunden zum Thema Energiesparen im Landratsamt Villingen-Schwenningen sowie den Rathäusern St. Georgen, Furtwangen und Vöhrenbach an. Die Termine finden Sie auf der Internetseite der Energieagentur.

Terminseite auf der Website der EA

Die Versorgung mit Energie ist eine wesentliche Voraussetzung für die Produktion, das Wachstum der Wirtschaft und somit für die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen. Sie muss auf der Grundlage eines Energie-Mix sicher, für unsere Umwelt verträglich aber auch möglichst kostengünstig sein. 

Energieeffizienz gewinnt auch in der Wirtschaft immer mehr an Bedeutung um möglichst kosteneffizient und Umweltverträglich die Produktion zu gestalten.

Die IHK berät zu Fördermöglichkeiten im Energiebereich und grundsätzlichen Energiefragen. Weiterhin unterstützt sie bei der Kontaktvermittlung zu Energieversorgern und Beratungsunternehmen zur Lösung individueller Energieprobleme, informiert zu Themen der Energiepolitik und fördert die Energieeffizienzaktivitäten ihrer Unternehmen durch persönliche Gespräche, Veröffentlichungen und Veranstaltungen.

Weitere detailliertere Informationen erhalten Sie bei der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg sowie der Kompetenzstelle für Energieeffizienz.

Website IHK – KEFF

Gesetze und Verordnungen

Energieausweis

Wer heute ein Gebäude oder eine Wohnung neu vermieten oder verkaufen möchte benötigt einen Energieausweis.

Mit dem Energieausweis für Gebäude kann schon bei Bau, Kauf oder Anmietung die Energieeffizienz eines Gebäudes und die damit verbundenen energetischen Kosten der Nutzung einer Immobilie abgeschätzt werden.

Welche Varianten des Energieausweises gibt es?

Verbrauchsorientierter Energieausweis

Hier wird der mittlere Brennstoffverbrauch der letzten drei Jahre zu Grunde gelegt und auf die Nutzfläche des gesamten Gebäudes bezogen. Bei einem Gebäude mit vielen Wohneinheiten ergibt dies einen hinreichend genauen Wert. Aber je weniger Wohneinheiten einem Gebäude sind, desto stärker wird der Kennwert vom individuellen Nutzerverhalten beeinflusst.

Bedarfsorientierter Energieausweis

Da der Energieverbrauch in kleineren Wohneinheiten stark vom Nutzerverhalten beeinflusst wird, muss hier der Energiebedarf auf der Grundlage der normierten Bedingungen ermittelt werden um aussagekräftige Werte zu erhalten.                                                                                                                                                                                  

Wer braucht einen Energieausweis?

Verkäufer und Vermieter von Wohneinheiten müssen Interessenten seit 01. Juli 2008 einen Energieausweis vorlegen; wurde das Gebäude nach 1965 errichtet, begann die Pflicht am 01. Januar 2009.

In großen öffentlichen Gebäuden mit starkem Publikumsverkehr muss der Energieausweis an hervorgehobener Stelle ausgehängt werden.

Alle gewerblich genutzten Gebäude (Nichtwohngebäude) brauchen seit Juli 2009 bei Neuvermietung oder Verkauf einen Energieausweis.

Die Gültigkeit  eines Energieausweis beträgt 10 Jahre.

Wer in den eigenen vier Wänden wohnt und nicht vermietet oder verkauft benötigt keinen Energieausweis.

 

Energierelevante Gesetze und Anforderungen

Wer heute sein Gebäude energetisch sanieren, seine Heizungsanlage austauschen oder einen Neubau erstellen möchte, muss folgende Gesetze und Verordnungen beachten:

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Erneuerbare Wärme Gesetz (EWärmeG) Baden-Württemberg

Bundes Imissionsschutz Verordnung (BImSchV)

Hausanschrift

Stadtplanungsamt

Abteilung Umweltentwicklung und nachhaltige Planung

 

Winkelstraße 9
78056 Villingen-Schwenningen

Postanschrift

Postfach 12 60

78002 Villingen-Schwenningen

07720 / 82-2842

07720 / 82-2821

07720 / 82-2817

splvillingen-schwenningende

Öffnungszeiten

Montag – Freitag08.30 – 11.30 Uhr
Montag14.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch

14.00 – 17.15 Uhr

Ansprechpartner


Klimaschutzmanagerin

Petra Neubauer


Leiter der Abteilung UNP

Armin Schott