Klimaschutz

Hausanschrift

Stadtplanungsamt

Stabsstelle Umweltentwicklung und nachhaltige Planung

 

Winkelstraße 9
78056 Villingen-Schwenningen

Postanschrift

Postfach 12 60

78002 Villingen-Schwenningen

07720 / 82-2842

07720 / 82-2821

07720 / 82-2817

splvillingen-schwenningende

Öffnungszeiten

Montag – Freitag08.30 – 11.30 Uhr
Montag14.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch

14.00 – 17.15 Uhr

Ansprechpartner


Klimaschutzmanagerin

Petra Neubauer


Leiter der Stabsstelle UNP

Armin Schott

Die Auswirkungen des Klimawandels sind überall zu beobachten. Klimawandel und globale Erwärmung - spätestens seit sich sengende Sommerhitze, milde Winter, Überschwemmungen, Starkregenfälle und Hurrikans häufen, - sind diese beiden Worte in aller Munde. Vor allem die Treibhausgase aus Verkehr-, Energie- und Wärmeproduktion und der Industrie tragen stark zum Klimawandel bei.

Deshalb gilt es, das Klima zu schützen und eine gemeinsame Klimapolitik umzusetzen.

Weltweit ist die Durchschnittstemperatur in den letzten 100 Jahren schon um etwa 0,74 Grad Celsius gestiegen. Globales Ziel ist es, dass die Erderwärmung auf unter 2 Grad Celcius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden muss, um dramatische Folgen für die Erde abzuwenden. Dies wurde im Übereinkommen von Paris, als eine Vereinbarung von 195 Vertragsparteien der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UNFCCC) mit dem Ziel des Klimaschutzes in Nachfolge des Kyoto-Protokolls festgelegt.

Das Übereinkommen von Paris trat am 4. November 2016 in Kraft, 30 Tage, nachdem 55 Staaten, die zudem mindestens 55 % der Emissionen verursachen, die Ratifizierung abgeschlossen hatten. Am 3. November 2016, einen Tag vor Inkrafttreten des Abkommens, hatten insgesamt 92 Staaten das Abkommen ratifiziert. Zudem hatten 163 Staaten Klimaschutzpläne ausgearbeitet. Für die Bundesrepublik Deutschland ist dies der Klimaschutzplan 2050 mit einer langen Liste politisch umstrittener Einzelmaßnahmen.

Neben der nationalen und internationalen Ebene, spielen aber auch das Land Baden-Württemberg und seine Städte und Gemeinden eine zentrale Rolle, denn städtische Räume gelten als einer der Hauptverursacher für die globale Erwärmung.

Das Klimaschutzgesetz BW das 2013 in Kraft trat, sieht verbindliche Vorgaben für die Reduzierung von Treibhausgasen vor. Um diese Ziele zu erreichen, hat die Landesregierung ein Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept mit konkreten Strategien entwickelt und sich selbst eine Vorbildfunktion auferlegt. Das Klimaschutzgesetz befindet sich derzeit in der Novellierung.

Für die Folgen des Klimawandels, die bereits heute spürbar sind, hat die Landesregierung 2015 eine Anpassungsstrategie Baden-Württemberg  entwickelt.

Die Industrieregion Baden-Württemberg trägt überproportional zum Anstieg der klimaschädlichen Treibhausgase bei. Um den dadurch verursachten Klimawandel auf einem beherrschbaren Maß zu halten, müssen wir die CO2-Emissionen reduzieren.

Die CO2-Emissionen des Landes sollen laut Klimaschutzkonzept bis zum Jahr 2050 um 90 Prozent gegenüber 1990 verringert werden. Die Gemeinden und Landkreise üben im Bereich Klimaschutz und Energieeffizienz eine Vorbildfunktion für ihre Einwohner aus und können die Rahmenbedingungen für die auf ihrer Gemarkung verursachten Treibhausgas-Emissionen maßgeblich mitgestalten.

Die Stadt Villingen-Schwenningen hat deshalb im Jahr 2019 den Klimanotstand ausgerufen und ist gleichzeitig dem Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg beigetreten. Die Stadt Villingen-Schwenningen hat sich damit zu dem 1,5 Grad-Ziel bekannt. Der Klimaschutzpakt BW mit den kommunalen Landesverbänden dient der Umsetzung des gesetzlichen Handlungsauftrags des Klimaschutzgesetzes.

Bislang sind 284 Kommunen dem Klimaschutzpakt beigetreten. Sie machen damit deutlich, dass sie beim Klimaschutz aktiv sind und dass sie diese Aktivitäten auch weiterentwickeln möchten. Kommunen, die den Klimaschutzpakt BW unterstützen, haben die Möglichkeit eine erhöhte Förderquote im Rahmen der Förderprogramme Klimaschutz-Plus und KLIMOPASS zu erhalten.

Ferner hat sich die Stadt Villingen-Schwenningen 2019 bereit erklärt, den European-Energy-Award, kurz eea  durchzuführen. Hierbei handelt es sich um ein europäisches Gütezertifikat für die Nachhaltigkeit der Energie- und Klimaschutzpolitik von Gemeinden.

Mittlerweile sind europaweit über 1500 Gemeinden mit an die 50 Millionen Einwohnern beteiligt, und über 800 Gemeinden zertifiziert (Stand 2018).

Bereits im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (ISEK) von Villingen-Schwenningen, welches die Stadt in den Jahren 2017 bis 2019 erarbeitet hat, wurde das Kapitel 15 mit "VS übernimmt Verantwortung – Entwicklung von Leitlinien für den Klimaschutz" betitelt. Mit den 2019 erfolgten Ratsbeschlüssen setzt VS heute diesen Prozess fort.

Mit der Einrichtung einer Klimaschutzmanagementstelle beim Stadtplanungsamt im Jahr 2019, in der die Klimaschutzaktivitäten innerhalb der Stadtverwaltung zentral koordiniert werden, wurde ein wichtiger Schritt vollzogen. Eine weitere wichtige Säule ist die Einrichtung einer Stelle des Mobilitätsmanagers im Jahre 2020 beim Grünflächen- und Tiefbauamt (GuT), um Villingen-Schwenningen im Bereich der Verkehrs- und Mobilitätswende voranzubringen.

Mehr Infos zu Mobilität