Bürgerbüro Bauen & Bauberatung

Hausanschrift

Baurechtsamt

Winkelstraße 9
78056 Villingen-Schwenningen

Postanschrift

Postfach 12 60
78002 Villingen-Schwenningen

07720 / 82-2841
07720 / 82-2837
baurecht@villingen-schwenningen.de

Öffnungszeiten

Montag – Freitag08.30 – 11.30 Uhr
Montag14.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch

14.00 – 17.15 Uhr

sowie nach Vereinbarung 

Ansprechpartner

Amtsleiterin

Petra Wills-Welwarsky

Bürger und Architekten erhalten im Baurechtsamt nach Bedarf umfassende Informationen und eine qualifizierte Bauberatung rund um das Baugenehmigungsverfahren.

Die Beratung umfasst insbesondere Aspekte des Bau- und Planungsrechts und Einzelfragen zur Gestaltung. Bestandteil der Beratung ist unter anderem ob und mit welcher Nutzung Grundstücke bebaubar sind, in welcher Dichte bebaut werden kann, ob gestalterische Vorgaben zu berücksichtigen sind, ob Nachbarn berührt sein könnten und ob eine Baugenehmigung erforderlich ist oder ob das Vorhaben verfahrensfrei ist.

Zu einem Beratungsgespräch sollte möglichst ein aktueller Lageplan, sowie alle verfügbaren Unterlagen vorliegen. Außerdem sind erste Entwürfe oder Skizzen zum Vorhaben hilfreich.

 

Themen der Bauberatung sind insbesondere:

Das Planungsrecht beantwortet die für den Bauherrn relevanten Fragen, insbesondere ob ein Grundstück bebaut werden darf, wie groß das Gebäude sein kann und welche Nutzungen dort genehmigungsfähig sind. Es ist zu klären, ob es sich um ein Vorhaben im geplanten oder ungeplanten Innenbereich oder im Außenbereich befindet.

Im geplanten Innenbereich regelt der Bebauungsplan die rechtsverbindlichen, konkreten städtebaulichen Festsetzungen. Dies beinhaltet z.B.

  • die zulässigen Nutzungen
  • die Art und Weise, in der eine Bebauung von Grundstücken möglich ist,
  • die daraus resultierende Nutzung der Flächen, die von einer Bebauung freizuhalten sind,
  • die örtlichen Verkehrsflächen und die Erschließung.

Die im Außenbereich zulässigen Vorhaben hat das Baugesetzbuch in einer Liste abschließend aufgeführt ("privilegierte Vorhaben"). Ziel ist, die freie Landschaft grundsätzlich von baulichen Anlagen freizuhalten und eine Zersiedelung der Landschaft zu vermeiden, denn die freie Landschaft übernimmt wichtige ökologische Funktionen, dient der landwirtschaftlichen Nutzung und auch der Erholung.

Nicht alle Bauvorhaben benötigen eine Baugenehmigung. Die verfahrensfreien Bauvorhaben im Innen- und im Außenbereich sind im Anhang zu § 50 Abs. 1 Landesbauordnung Baden-Württemberg (LBO) aufgelistet. Auch bei verfahrensfreien Bauvorhaben müssen die öffentlich-rechtlichen Vorschriften (z.B. Abstandsflächenvorschriften) eingehalten werden. Erforderliche Erlaubnisse und Genehmigungen nach anderen Rechtsbereichen (z.B. Wasserrecht, Denkmalschutz) müssen selbst eingeholt werden. Dies kann auch einen Befreiungsantrag bedeuten, sofern eine Befreiung von den Vorschriften eines Bebauungsplan erforderlich ist.

Für die Errichtung und den Abbruch von baulichen Anlagen ist, sofern es sich nicht um ein verfahrensfreies Vorhaben, Vorhaben im Kenntnisgabeverfahren oder vereinfachtes Baugenehmigungsverfahren handelt, in aller Regel ein Genehmigungsverfahren bei der Baurechtsbehörde erforderlich. Die Baurechtsbehörde prüft nach Eingang des Bauantrags mit den erforderlichen Bauvorhaben innerhalb von 10 Arbeitstagen den Bauantrag auf Vollständigkeit sowie darauf, ob andere Ämter am Verfahren beteiligt werden müssen und gibt dem Antragsteller danach eine Rückmeldung.

Eine Nutzungsänderung steht in der Regel der Errichtung eines Gebäudes gleich. Bestimmte Nutzungsänderungen sind verfahrensfrei, auch dann dürfen dem Vorhaben aber keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen.

Bei Fragen hilft die Baurechtsbehörde gerne weiter.

Baurechtliche Formulare

Zur konsequenten Umsetzung der Baubiologie gehört der Umweltschutz. Zu den wirksamsten Maßnahmen zählen hier eine verstärkte Wärmedämmung und eine energiesparende Hausheizung. Der Einbau dichter Isolierglasfenster, eine optimale Wärmedämmung der Außenhülle, und der Einsatz sogenannter alternativer Techniken helfen den Energieeinsatz und die Schadstoffbelastungen zu reduzieren. Wer auf eine Wärmeerzeugung über Umweltwärme und Wärmepume oder auf eine Heizanlage mit Biomasse (Holz) umstellt, schont auf lange Sicht seinen Geldbeutel und die Umwelt. Wer dazu noch Sonnenkollektoren montieren lässt, die das Warmwasser in der wärmeren Jahreszeit ausschließlich mit Hilfe der Sonnenwärme bereitstellen, beweist, dass er den Umweltschutz ernst und dafür vorübergehend auch Mehrkosten in Kauf nimmt.

EWärmeG2015

Die Vorschriften des Brandschutzes dienen Ihrer Sicherheit und müssen frühzeitig bei der Planung von den Bauherren berücksichtigt werden. Ein Nichteinhalten kann zu einer Nutzungsuntersagung führen. Ihr Architekt steht Ihnen sicherlich bei Fragen zur Verfügung.

Unter den baulichen Brandschutz fällt die Art der Baustoffe, die zum Bau verwendet werden und die Planung von Brandabschnitten, Rettungswegen und Rettungsfenstern. Der organisatorische Brandschutz hingegen regelt die Maßnahmen, die die Betroffenen im Falle eines Brandes ausführen müssen und das Aufstellen von Flucht- und Rettungsplänen für die Nutzer der Gebäude. Die technischen Einrichtungen, die zur Vorbeugung von Bränden im Gebäude installiert werden können, umfassen den anlagetechnischen Brandschutz, im Wohnhaus insbesondere Feuerlöscher und Rauchmelder. Die Rauchmelderpflicht gilt für Alt- und Neubauten.

Bei der Errichtung von baulichen Anlagen sind geeignete Stellplätze für KFZ und Fahrräder in ausreichender Zahl herzustellen. Die Landesbauordnung sieht bei der Errichtung von Gebäuden mit Wohnungen für jede Wohnung einen geeigneten Stellplatz für KFZ vor. Gibt es einen Bebauungsplan, der abweichende Vorschriften enthält, finden dessen Regelungen Anwendung. In Villingen-Schwenningen gilt darüber hinaus die Stellplatzsatzung.

Stellplatzsatzung (PDF, 866 kB)

Abstandsflächen sind Flächen, die von allen Seiten eines Gebäudes zu den umliegenden Grundstücksgrenzen freizuhalten sind.

Arten der Baulasten:

  • Abstandsflächenbaulast: Wenn das Bauvorhaben den vorgeschriebenen Grenzabstand nicht einhält, kann der fehlende Grenzabstand einem anderen Grundstück zugerechnet werden. Die Abstandsfläche liegt dann auf dem Nachbargrundstück.
  • Vereinigungsbaulast: So kann z.B. ein Haus über zwei Grundstücke hinweg errichtet werden, ohne dass eine reale Grenzveränderung stattfindet.
  • Stellplatzbaulast
  • Zufahrtsbaulast: gewährleistet ein Überfahrtsrecht

Die Baulasten werden im Baulastenverzeichnis eingetragen und können im Bauaktenarchiv eingesehen werden.

Grundsätzlich gilt Anschluss- und Benutzungszwang, Sie sind berechtigt und verpflichtet, Ihr Grundstück an die öffentlichen Abwasseranlagen anzuschließen, diese zu benutzen und das gesamte auf dem Grundstück anfallende Abwasser der Stadt zu überlassen.

Eigenbetrieb Stadtentwässerung

Stadtwerke

Anschluss an die öffentliche Abfallentsorgung