Stadterneuerung

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Stadtplanungsamt

Abteilung Planung

 

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78056 Villingen-Schwenningen

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78002 Villingen-Schwenningen

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Öffnungszeiten

Montag – Freitag08.30 – 11.30 Uhr
Montag14.00 – 16.00 Uhr
Mittwoch

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Ansprechpartner

Amtsleiterin

Angelique Ahn

Stadterneuerung bezeichnet allgemein den ständigen Prozess der baulichen Erneuerung und Modernisierung der Stadt, der durch private und öffentliche Bauherren vollzogen wird.

Im engeren Sinne wird unter dem Begriff "Stadterneuerung" aber die öffentliche Steuerung und Koordination sowie finanzielle Unterstützung zur Beseitigung funktionaler und substanzieller Missstände in einem Stadtquartier verstanden.

 

Zur Durchführung dieser so genannten "Stadterneuerungsmaßnahmen" oder "Sanierungsgebiete" erlässt die Stadt entsprechende Satzungen und beantragt Fördermittel des Landes bzw. des Bundes, die auch Privaten zugute kommen können.

Je nach städtebaulichem Erfordernis können mit finanziellen Mitteln der Städtebauförderung z.B. die Instandsetzung- und Modernisierung von Gebäuden, die Bauvorbereitung von Grundstücksnutzungen, die Schaffung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder die Aufwertung öffentlicher Straßen und Plätze erreicht werden.

Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln ist das Vorhandensein städtebaulicher und gebietlicher Missstände, Mängel auf einzelnen Grundstücken reichen zur Festlegung eines Sanierungsgebietes nicht aus. Bei Gebäuden muss durch die geförderten Maßnahmen eine umfangreiche Instandsetzung- und Modernisierung erreicht werden.

Sofern Private Städtebaufördermittel in Anspruch nehmen möchten, ist hier zunächst zur Prüfung und Information ein Gespräch mit der Sanierungsstelle im Stadtplanungsamt erforderlich.

Zur Gewährung von Zuschüssen ist ein städtebaulicher Vertrag zwischen dem Förderempfänger und der Stadt vor Maßnahmenbeginn abzuschließen; diese vertragliche Vereinbarung ist auch dann erforderlich, wenn die erhöhten steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten nach §§ 7h bzw. 10f Einkommensteuergesetz (EStG) in Anspruch genommen werden sollen.

In der Stadt Villingen-Schwenningen sind derzeit vier Sanierungsgebiete förmlich festgelegt, für weitere Gebiete werden vorbereitende Untersuchungen für eine mögliche Festlegung in den nächsten Jahren vorbereitet:

  • Sanierungsgebiet 'Marktplatz' im Stadtbezirk Schwenningen
  • Sanierungsgebiet 'Industrieflächen ehemalige Sabawerke' im Stadtbezirk Villingen
  • Sanierungsgebiet 'Färberstraße/Münsterplatz' im Stadtbezirk Villingen
  • Sanierungsgebiet 'Mangin' im Stadtbezirk Villingen

Übersichtsplan zu allen Sanierungsgebieten (PDF, 5,23 MB)

Das förmlich festgelegte Sanierungsgebiet befindet sich in der historischen Innenstadt Villingens und folgt der Abgrenzung Bickenstraße, Brunnenstraße, Färberstraße, Gerberstraße, Johannitergasse, Josefsgasse, Kapuzinergasse, Münsterplatz, Niedere Straße, Obere Straße, Rietstraße, Romäusring, Rosengasse, Schlösslegasse, Webergasse, Zinsergasse.

Mit der förmlichen Festlegung zum Sanierungsgebiet sollen die vorliegenden städtebaulichen Mängel und Missstände durch Neuordnungs- und Umgestaltungsmaßnahmen beseitigt werden. Neben der Aufwertung des öffentlichen Raumes sollen insbesondere die Gebäude und Grundstücke umfangreich instandgesetzt und modernisiert werden.

Zu diesem Zwecke stehen den Eigentümern nach Einzelfallprüfung im Grundsatz  Fördermöglichkeiten zur Verfügung.

Das Sanierungsgebiet wird gefördert im Bund-Länder-Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz West". Die Sanierungsmaßnahme wird im einfachen Sanierungsverfahren gem. § 142 Abs. 3 BauGB ohne Anwendung der §§ 152 – 156a BauGB durchgeführt (vereinfachtes Verfahren). Die Vorschriften des § 144 BauGB über genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge finden Anwendung.

Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes 'Färberstraße / Münsterplatz' (PDF, 1,31 MB)

Das Sanierungsgebiet umfasst das Flurstück 1189. Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes sollen die dort vorliegenden städtebaulichen Mängel und Missstände durch Neuordnungs- und Umgestaltungsmaßnahmen beseitigt werden.

Die Sanierungsmaßnahme wird im einfachen Sanierungsverfahren gemäß § 142 Abs. 3 BauGB ohne Anwendung der §§ 152 – 156a BauGB durchgeführt.
Die Vorschriften des § 144 BauGB über genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge finden Anwendung.

Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes 'Industrieflächen ehemalige Sabawerke' (PDF, 284 kB)

Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes sollen städtebauliche, strukturelle und funktionale Missstände und Mängel im Sinne des BauGB § 136 umfassend beseitigt werden. Die Sanierungsmaßnahme wird unter Einbeziehung der besonderen sanierungsrechtlichen Vorschriften der §§ 152 – 156a BauGB durchgeführt (umfassendes Verfahren).
Die Vorschriften des § 144 BauGB über genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge finden Anwendung.
Das Sanierungsgebiet wird gefördert im Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt'.

Das Sanierungsgebiet umfasst die Flurstücke 1179/5, 1181, 1182/3, 1182/4, 1600, 1600/3, 1601, 1604, 1610/5, 6967 sowie Teile der Flurstücke 37, 1182, 1607 und 1621/6. Mit der förmlichen Festlegung des Sanierungsgebietes sollen die dort vorliegenden städtebaulichen Mängel und Missstände durch Neuordnungs- und Umgestaltungsmaßnahmen beseitigt werden.

Die Sanierungsmaßnahme wird im einfachen Sanierungsverfahren gemäß § 142 Abs. 3 BauGB ohne Anwendung der §§ 152 – 156a BauGB durchgeführt.
Die Vorschriften des § 144 BauGB über genehmigungspflichtige Vorhaben und Rechtsvorgänge finden Anwendung.

Satzung über die förmliche Festlegung des Sanierungsgebietes 'Mangin' (PDF, 174 kB)

Wissenswertes zum Förderprogramm

Ziel des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum, kurz ELR, ist die integrierte Strukturentwicklung in den ländlich geprägten Räumen Baden-Württembergs. Die vier Förderschwerpunkte Innenentwicklung/Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen fördern eine Vielzahl an Projekten, die dazu beitragen, dass Baden-Württemberg seine ausgeglichene, dezentrale Struktur behält.
Die Förderkriterien werden passgenau an gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen angeglichen. Seit zum Beispiel auch auf dem Land der Wohnraum Mangelware ist, wird neuer, zeitgemäßer Wohnraum besonders intensiv gefördert.

 

Was muss bei der Antragstellung für private Bauvorhaben beachtet werden?

  • Der jährliche Antragszeitraum beginnt mit der Programmausschreibung im Frühjahr. Die Antragsfrist endet am 31. August. Beantragt werden können ausschließlich noch nicht begonnene Bauvorhaben für das nächste Jahr. Der Antragszeitraum für Bauvorhaben im Programmjahr 2021 ist bereits abgelaufen.
  • Beantragt werden können Zuschüsse für Bauvorhaben in den Ortschaften Herzogenweiler, Marbach, Mühlhausen, Obereschach, Pfaffenweiler, Rietheim, Tannheim, Weigheim und Weilersbach sowie für die Stadtteile Nordstetten, Sommertshausen, Volkertsweiler und Zollhaus. Für die Stadtbezirke Villingen und Schwenningen ist keine Antragstellung möglich.
  • Innerhalb der Ortschaften ist die Voraussetzung, dass sich die Bauvorhaben innerhalb des historischen Ortskern bzw. in Gebieten bis max. 60er Jahre Bebauung befinden. Bestandsgebäude müssen mind. 50 Jahre alt sein.
  • Förderfähige Bauvorhaben sind: Umnutzung zu Wohnen, Umbau durch Erweiterung/Aufstockung, Wohnungsmodernisierung, Neubau in Baulücken sowie Abbrüche für eine spätere Wiederbebauung.

Sie planen gerade Ihr Bauvorhaben, erfüllen die beschriebenen Voraussetzungen und möchten einen Förderantrag stellen? Dann nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt mit dem Stadtplanungsamt (Anmerkung: wenn gewünscht Kontaktdaten Herr Matthias Schöne hinterlegen) auf und vereinbaren einen Beratungstermin.

Weitere Informationen zu den aktuellen Förderkonditionen sowie die Antragsformulare gibt es auf der Seite der Regierungspräsidien Baden-Württembergs.