OB-Wahl 2026: So hat Villingen-Schwenningen gewählt

Gestapelte und verstreute blaue Wahlzettel liegen auf einem Holztisch, bereit zur Auszählung.
Die Auszählung in den Wahllokalen verlief bei der OB-Wahl 2026 reibungslos.

Jürgen Roth erhält 76,1 Prozent der Stimmen – deutliche Unterschiede zwischen einzelnen Wahlbezirken – Ortschaften stimmen besonders stark für den Amtsinhaber

Jürgen Roth ist für eine zweite Amtszeit als Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen wiedergewählt. Im ersten Wahlgang erhielt der Amtsinhaber 76,1 Prozent der gültigen Stimmen. Auf seinen Mitbewerber Nicolò Regina entfielen 20,6 Prozent, weitere 3,3 Prozent wurden unter „Sonstige“ erfasst. Eine Stichwahl ist damit nicht erforderlich. Insgesamt wurden 17.869 gültige und 459 ungültige Stimmen abgegeben.

Interessant ist ein genauerer Blick auf die Ergebnisse in den einzelnen Teilen der Doppelstadt. Jürgen Roth lag in allen 50 Urnenwahlbezirken vorn. Wie deutlich der Abstand ausfiel, unterschied sich jedoch von Wahlbezirk zu Wahlbezirk. Auch zwischen Villingen, Schwenningen und den Ortschaften zeigen sich Unterschiede.

Von den 63.734 Wahlberechtigten machten 18.328 Bürgerinnen und Bürger von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 28,8 Prozent. Bei der Oberbürgermeisterwahl 2018 hatte die Beteiligung noch bei 40,9 Prozent gelegen. Damit lag sie diesmal um 11,7 Prozentpunkte niedriger.

Bei der Betrachtung der einzelnen Wahlbezirke sind nicht die 24 Briefwahlbezirke enthalten, da diese zentral ausgezählt werden und sich deshalb nicht einzelnen Stadtbezirken oder Ortschaften zuordnen lassen. Die folgenden Vergleiche beziehen sich daher auf die 50 Urnenwahlbezirke.

Villingen: Roth erreicht 74,3 Prozent

In den 22 Urnenwahlbezirken des Stadtbezirks Villingen erhielt Jürgen Roth zusammen 3.756 Stimmen. Das entspricht 74,3 Prozent der dort abgegebenen gültigen Stimmen. Nicolò Regina kam auf 1.071 Stimmen beziehungsweise 21,2 Prozent. Auf „Sonstige“ entfielen 4,5 Prozent.

Die Zustimmung für Roth war dabei nicht überall gleich hoch. Sein stärkstes Ergebnis in Villingen erzielte er in der Kindertagesstätte Tannenhöhe mit 81,0 Prozent. Auch in einem Wahlbezirk der Golden-Bühl-Schule kam er auf 79,7 Prozent. Am niedrigsten lag sein Anteil in einem Wahlbezirk der Haslachschule mit 66,5 Prozent.

Für Nicolò Regina waren die Ergebnisse insbesondere in den Wahlbezirken der Grundschule im Steppach vergleichsweise hoch. Dort erreichte er 28,7 beziehungsweise 25,7 Prozent. Auch im Wahlbezirk der KiTa Am Kopsbühl kam er auf 25,7 Prozent.

Schwenningen: Größere Spannweite bei den Ergebnissen

In Schwenningen fällt das Gesamtergebnis ähnlich aus: In den 16 Urnenwahlbezirken erhielt Jürgen Roth zusammen 2.648 Stimmen und damit 75,7 Prozent der gültigen Stimmen. Nicolò Regina kam auf 779 Stimmen beziehungsweise 22,3 Prozent.

Die Spannweite zwischen den einzelnen Wahlbezirken ist in Schwenningen allerdings deutlich. Das stärkste Ergebnis für Roth wurde mit 83,0 Prozent an der Staatlichen Feintechnikschule erzielt. Auch am Gymnasium am Deutenberg kam der Amtsinhaber auf 81,4 Prozent. Sein niedrigster Wert lag mit 64,8 Prozent an der Neckarschule.

Sein stärkstes Ergebnis in einem Schwenninger Wahlbezirk erzielte Nicolò Regina an der Gartenschule: Dort kam er auf 30,7 Prozent. Auch an der Neckarschule erreichte er mit 27,5 Prozent einen vergleichsweise hohen Stimmenanteil.

Ortschaften stimmen besonders deutlich für Roth

Noch deutlicher fiel das Ergebnis in den Ortschaften aus. In den zwölf dortigen Urnenwahlbezirken erhielt Jürgen Roth insgesamt 79,1 Prozent der gültigen Stimmen. Nicolò Regina kam auf 19,2 Prozent, 1,7 Prozent entfielen auf „Sonstige“.

Besonders hohe Zustimmung erhielt Roth in Obereschach. In den beiden dortigen Wahlbezirken kam er auf 85,3 beziehungsweise 86,5 Prozent. Auch im Rathaus Pfaffenweiler erreichte er mit 83,6 Prozent einen sehr hohen Wert.

Sein niedrigstes Ergebnis in den Ortschaften erzielte Roth in Tannheim mit 72,9 Prozent. Gleichzeitig erreichte Nicolò Regina dort mit 24,4 Prozent seinen höchsten Stimmenanteil in den Ortschaften.

Auch in den übrigen Ortschaften lag Roth jeweils deutlich vorn: In Rietheim erhielt er 80,3 Prozent, in Weilersbach 78,1 Prozent, in Mühlhausen 78,2 Prozent und in Weigheim 78,0 Prozent.

Villingen, Schwenningen und Ortschaften im Vergleich

Der Vergleich der Urnenwahlbezirke zeigt damit ein relativ geschlossenes Bild, aber auch erkennbare Unterschiede:

BereichJürgen RothNicolò ReginaSonstige
Villingen74,3%21,2%4,5%
Schwenningen75,7%22,3%2,1%
Ortschaften79,1%19,2%1,7%

Die Ortschaften stimmten damit im Durchschnitt der Urnenwahlbezirke besonders deutlich für den Amtsinhaber. Zwischen Villingen und Schwenningen fällt der Unterschied dagegen vergleichsweise gering aus.

Dabei handelt es sich ausdrücklich um eine Auswertung der Urnenwahlbezirke. Die Briefwahlstimmen sind in dieser Gegenüberstellung nicht enthalten, da die 24 Briefwahlbezirke zentral ausgezählt wurden und keinem einzelnen Stadtbezirk oder einer Ortschaft zugeordnet werden können. Das stadtweite Endergebnis einschließlich Briefwahl lautet 76,1 Prozent für Jürgen Roth und 20,6 Prozent für Nicolò Regina.

Das Ergebnis im Überblick

Mit 13.594 Stimmen und einem Anteil von 76,1 Prozent hat Jürgen Roth die Oberbürgermeisterwahl bereits im ersten Wahlgang entschieden. Nicolò Regina erhielt 3.687 Stimmen und 20,6 Prozent. 588 Stimmen beziehungsweise 3,3 Prozent wurden unter „Sonstige“ erfasst. 459 Stimmen waren ungültig.

Für Jürgen Roth beginnt am 1. Januar 2027 die zweite Amtszeit als Oberbürgermeister von Villingen-Schwenningen. Bei der Ergebnisverkündung auf dem Villinger Münsterplatz sagte er in seinem Statement direkt nach dem Wahlsieg an die Gäste: „Dankeschön, dass ich weiter für sie arbeiten darf.“

Der Gemeindewahlausschuss wird am Montagabend das amtliche Wahlergebnis in seiner Sitzung um 18.30 Uhr im Alten Ratssaal bekanntgeben. 

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