Meldung Landkreis: Anhaltende Niedrigwassersituation führt zu Fischsterben im Schwarzwald-Baar-Kreis

Uferlandschaft mit ruhigem See und Spiegelungen, kahle Baumstämme und Äste im Vordergrund, Sonnenlicht am Himmel und neblige Baumgrenze am entfernten Horizont.

Das Landratsamt stimmt sich zur aktuellen Lage und zu Sofortmaßnahmen eng mit den betroffenen Kommunen, der Fischereiaufsicht und den örtlichen Angelvereinen ab.

Der anhaltende Hitze- und Trockenperiodenverlauf hat dazu geführt, dass die Zuflüsse deutlich abgesunken und sich die Wassertemperaturen der Gewässer im gesamten Landkreis erwärmt haben. In vielen Weihern und Seen sind die Wasserstände stark gesunken, in Bächen stellenweise ganze Bachbetten trockengefallen. Diese Bedingungen führen zu Sauerstoffmangel und zu Konzentrationseffekten, die besonders Fische, Amphibien und wassergebundene Insekten gefährden.

Die Grundwasserstände und Quellschüttungen sind im gesamten Landkreis rückläufig und befinden sich unterhalb des Normalbereichs. Seit Ende Juni gibt es keine nennenswerten Sickerungen zum Grundwasser. Im Schwarzwald-Baar-Kreis ist die öffentliche Trinkwasserversorgung der Bevölkerung derzeit gesichert. Für die Anwesen mit Eigenwasserversorgung, deren Quellen trockengefallen sind, haben mehrere Gemeinden, unter anderem die Städte Furtwangen und St. Georgen, mittlerweile öffentliche Wasserentnahmestellen eingerichtet.

Das Landratsamt bittet darum, die Einschränkungen zu beachten, die in der Allgemeinverfügung Niedrigwasser des Schwarzwald-Baar-Kreises enthalten sind. Um die Belastung der Oberflächengewässer zu reduzieren und akute Gefährdungen von Tieren und Pflanzen zu verringern, gilt der dringende Appell an alle Bürgerinnen und Bürger Freizeitaktivitäten, die Gewässer und deren Uferbereiche zusätzlich belasten, zu unterlassen. 

Beobachtungen über Fischsterben sind dem Landratsamt möglichst zeitnah an wasseramt@~@lrasbk.de, außerhalb der Dienstzeiten an die Integrierte Leitstelle (Umweltalarm) unter Rufnummer 112 oder direkt der jeweiligen Kommune zu melden. Die Meldungen beinhalten idealerweise Angaben zum Ort und zur ungefähren Anzahl der aufgefundenen Fische. Auch Fotos sind sehr hilfreich, um die Situation schnell einschätzen zu können. Da Fischsterben auch gesundheitliche Risiken mit sich bringen kann, dürfen verendete Tiere nicht berührt oder selbst eingesammelt werden - hierum kümmern sich die zuständigen Behörden. 

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