Villingen-Schwenningen zeigt, wie sich sichere Wege für den Fuß- und Radverkehr Schritt für Schritt vor Ort entwickeln lassen. Für das kontinuierliche Engagement und die erreichten Fortschritte ist die Stadt kürzlich beim AGFK-Tag 2026 mit der Qualitätsstufe der Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg (AGFK-BW) ausgezeichnet worden. Bürgermeister Detlev Bührer nahm die Urkunde für die Stadt entgegen.
Insgesamt erhielten 14 Kommunen und Landkreise die Würdigung. Überreicht wurde die Auszeichnung von Staatssekretär Raimund Haser, MdL, und Günter Riemer, Vorstandsvorsitzender der AGFK-BW. Die Qualitätsstufe macht sichtbar, dass Villingen-Schwenningen ein gutes Basisniveau für die systematische Förderung des Fuß- und Radverkehrs geschaffen hat. Zugleich zeigt sie auf, in welchen Bereichen die Stadt ihre Aktivitäten weiterentwickeln kann.
In Villingen-Schwenningen profitieren der Fuß- und Radverkehr vielfach von denselben Maßnahmen. Dazu gehören sichere Querungen, barrierefreie Verbindungen und eine gut ausgebaute Infrastruktur. Ein Beispiel ist die Fahrradstraße in der Bert-Brecht-Straße, die als wichtige Strecke im Radschulwegplan zum Schulzentrum Deutenberg in Schwenningen führt. Auch die Fahrradstraße in der Beethovenstraße stärkt die Sicherheit rund um die Friedenschule. Dort wurden im Zuge eines Förderprojekts ein Minikreisverkehr sowie barrierefreie Querungsstellen mit taktilem Leitsystem umgesetzt.
Im Stadtbezirk Villingen verbindet der Brigachradweg an der Kreuzung Bickenstraße verschiedene Elemente einer modernen Verkehrsinfrastruktur. Neben der Fahrradstraße und dem gemeinsamen Geh- und Radweg sorgt dort eine barrierefreie Querungsstelle mit differenzierter Bordsteinabsenkung, taktilen Leitsystemen und einer Blindenakustik an der Lichtsignalanlage für mehr Sicherheit und Orientierung. Am Eingang zum Naturschutzgebiet Schwenninger Moos ergänzt eine Abstellanlage am Neckarradweg das Angebot und erleichtert den Zugang zum Fußgängerrundweg im Moos. Zusätzlich wird derzeit der Moosweg weiter ausgebaut und zur Fahrradstraße umgestaltet.
Die AGFK-Qualitätsstufe ist Teil der Qualitätsoffensive der AGFK-BW. Sie unterstützt Mitgliedskommunen dabei, den Fuß- und Radverkehr dauerhaft und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln. Grundlage ist eine Qualitätserhebung, aus der sich passende Maßnahmen und Unterstützungsangebote unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Kommunikation sowie schulische und betriebliche Mobilität ableiten. Mit den diesjährigen Würdigungen haben insgesamt 58 Kommunen die AGFK-Qualitätsstufe erreicht.
Die Arbeitsgemeinschaft Fahrrad- und Fußverkehrsfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. ist ein Netzwerk aus rund 120 Landkreisen, Städten und Gemeinden. Unter dem Leitbild „Vorrang für Fuß und Rad“ setzt sich die AGFK-BW dafür ein, dass aktive Mobilität sicher, komfortabel und einfach möglich ist.
