Sicherheit an der Fasnet
Die bevorstehenden Fasnetsveranstaltungen in Villingen-Schwenningen und seinen neun Ortschaften rücken näher. Angesichts der Häufung von Vorfällen, wie etwa auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkts oder zuletzt in München, stellen sich viele Bürgerinnen und Bürger die Frage nach der Sicherheit bei Veranstaltungen dieser Art. Die Stadt erarbeitet gemeinsam mit der Zuggesellschaft und den beteiligten Vereinen wie schon lange üblich ein umfassendes Sicherheitskonzept, welches seit vielen Jahren eine Vielzahl von wirksamen Maßnahmen vornimmt.
"Eine Absage der Fasnet war für uns keine Option. Wir wollen unsere Tradition leben und gemeinsam ausgelassen feiern und deshalb wird die Fasnet mit all unseren Kräften auch unterstützt. Um das zu ermöglichen, wurden erweiterte Maßnahmen zur Sicherheit vorgenommen", so Oberbürgermeister Jürgen Roth.
Großfahrzeuge im Einsatz
Eine Maßnahme, die die Stadt in diesem Jahr zusätzlich verstärkt und damit in den Fokus nimmt, ist die besondere Absicherung von Zufahrtspunkten rund um die Umzugsstrecken. Dafür kommen, wie in vielen anderen Städten mittlerweile auch, Großfahrzeuge zum Einsatz, die eine Einfahrt in die Umzugsstrecken verhindern sollen.
Viele Bürgerinnen und Bürger und insbesondere Familien, die an den Kinderumzügen sowie vielen weiteren größeren Veranstaltungen teilnehmen, haben sich besorgt an das Bürgeramt sowie die Polizeireviere gewandt und sich bezüglich der Sicherheitsmaßnahmen erkundigt. Dem besonderen Bedürfnis an Sicherheit und Schutz kommt die Stadt im Rahmen ihrer Möglichkeiten damit nach.
Hierfür werden auch die Absperrungen rund um die Umzugsstrecken deutlich erweitert. Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, direkte Zufahrten zum Narrentreiben zu verhindern. Die Schranken werden verstärkt und zusätzlich gesichert. Das führt jedoch auch dazu, dass die Zufahrt von Häusern für die Anwohner von anliegenden Straßenzügen erschwert wird. Wer auf ein Fahrzeug angewiesen ist, sollte dieses frühzeitig außerhalb des Absperrgebietes parken, da die Absperrmaßnahmen früher vorgenommen werden müssen.
Der Stadt ist bewusst, dass die Auswirkungen für Anwohner massiv sind und bittet um Verständnis für diese notwendigen Sicherheitsmaßnahmen, die dem Schutz von Menschen dienen. Mit den Maßnahmen möchte die Stadt auch den Sorgen der Bürger Rechnung tragen, die sich fragen, ob sie überhaupt an Großveranstaltungen teilnehmen möchten. Es ist das gemeinsame Ziel von Stadt sowie den Vereinen einen für die Verantwortlichen umsetzbaren Schutz zu bieten. Insbesondere im Zusammenhang mit den jüngsten Vorkommnissen in anderen Städten ist eine erweiterte Veranstaltungssicherung geboten.
Die Zufahrtsmöglichkeiten von Rettungsfahrzeugen oder Pflegediensten sind über punktuelle Schleusen selbstverständlich gegeben. Die Einsatzkräfte müssen zu bestimmten Zeiten, insbesondere während laufender Umzüge, eine Durchfahrt unter Umständen auch komplett unterbinden. Anlieger, unter Vorlage des Ausweises, und sonstige Berechtigte, wie Anlieferverkehr, haben je nach Veranstaltung sowie Uhrzeit Möglichkeiten zur Durchfahrt. Besonders starke Einschränkungen werden sich zu beiden großen Umzügen in Villingen und Schwenningen sowie am Montag zum ganztägigen Umzugsbetrieb in der Villinger Innenstadt ergeben.
Waffenverbotszonen
Es besteht im Bereich der beiden Innenstädte und während der Durchführung der Umzüge ein gesetzliches Waffenverbot, worunter ausdrücklich auch Messer fallen. In diesem Jahr werden außerdem Bereiche mit großflächigen Schildern als Waffenverbotszonen ausgewiesen.
Die Videoüberwachung in der Färberstraße wird von Seiten der Landespolizei auch in diesem Jahr zur besseren Überwachung installiert.
Wie bereits in den Vorjahren wird es auch 2025 eine verstärkte Präsenz des Kommunalen Ordnungsdienstes sowie der Landespolizei während der Fasnet geben.
"Es ist uns wichtig zu betonen, dass trotz aller ergriffenen Maßnahmen eine 100%ige Sicherheit bei öffentlichen Veranstaltungen nie garantiert werden kann", macht Oberbürgermeister Jürgen Roth deutlich. "Wir möchten jedoch versichern, dass wir im Rahmen unserer Möglichkeiten die Sicherheit in der Stadt so gut wie möglich gewährleisten möchten und investieren on top 50.000 Euro."