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Verkehr rollt wieder über Schwenninger Brücke

03.11.2017


Norbert Hemmerling, Dr. Franz-Josef Holzmüller und Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon geben die Schwenninger Brücke wieder frei.

Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon, Stadtbauamtsleiter Dr. Franz-Josef Holzmüller, Norbert Hemmerling vom Ingenieurbüro Hämmerling und Oberbauleiter Michael Rautenberg von der Firma Schleith konnten nach 1,5 Jahren Sanierungszeit die Schwenninger Brücke wieder für den Verkehr freigeben. Direkt nachdem das rot-weiße Absperrband durchschnitten wurde, floss der Verkehr wieder wie gewohnt in Richtung Innenstadt. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei den Verantwortlichen vom Stadtbauamt und bei den ausführenden Fachfirmen ausdrücklich für die reibungslose Umsetzung des großen Projektes. Er wies darauf hin, dass eine Brückensanierung immer mit besonderen Herausforderungen verbunden sei, vor allem, wenn diese auch noch über die Bahnlinie führen würde. Auch die Kurvenführung, die das Brückenbauwerk aufweist, bringe gewisse Herausforderungen mit sich, weiß Oberbürgermeister Dr. Rupert Kubon. »Ich bin froh, dass die Maßnahme nun vor dem Winter fertig gestellt werden konnte. Das ist ein bemerkenswerte Leistung. Und auch die Bürgerinnen und Bürger werden sich freuen, dass eine der wichtigsten innerstädtischen Verbindungsstraßen wieder befahrbar ist«, so der OB.

Bereits im Jahr 2011 wurde festgestellt, dass das Brückenbauwerk sanierungsbedürftig ist. Da die Luisenbrücke im Stadtbezirk Villingen allerdings dringenderen Sanierungsbedarf aufwies, wurde die Maßnahme zurückgestellt. 2014 wurden schließlich die Brückenkappen in einem der ersten Schritte zurückgebaut, bis im Mai 2016 die eigentlichen Sanierungsarbeiten beginnen konnten. Acht bis zehn Mann haben unter der Bauleitung von Matthias Moser die Arbeiten, darunter 55 Nachteinsätze, die auch Gleissperrungen erforderlich machten, durchgeführt. »Nachts hat die Mannschaft ein nur enges Zeitfenster, bis dann der Zugverkehr wieder passieren muss«, erklärt Michael Rautenberg die besonderen Anforderungen an manche Arbeitseinsätze. Etwa die Hälfte der Arbeiten haben unterhalb der Brücke stattgefunden, was bei manch Autofahrer die Frage danach aufwarf, ob überhaupt durchgehend Arbeiten durchgeführt wurden.

Zuletzt wird noch eine Stahlkonstruktion an der Brücke angebracht, damit der Hohlraum der Brücke für Wartungsarbeiten begangen werden kann.

Norbert Hemmerling vom Ingenieurbüro wies darauf hin, dass die Sanierung am bestehenden Objekt deutlich Kosten- und Nutzenfreundlicher wäre. Ein Neubau hätte schließlich deutlich mehr Geld als auch mehr Zeit in Anspruch genommen. »Zumal der Verkehr über die gesamte Neubauzeit hätte gar nicht hier entlang fließen können. So zumindest konnte die Brücke halbseitig genutzt werden«, weiß der erfahrene Ingenieur.

1300 Quadratmeter Brückenfläche sind komplett erneuert. Stadtbauamtsleiter Dr. Franz-Josef Holzmüller gibt die Lebensdauer der neu sanierten Brücke mit 60 Jahren an. Jährlich wird die Schwenninger Brücke in Augenschein genommen. In einem sechsjährigen Turnus wird diese einer großen Hauptprüfung unterzogen.

Im Zuge der Sanierung wurde auch der Stöcklebergweg neu angelegt, mit dem Vorteil, dass die Steigung etwas reduziert werden konnte.

Die Brückensanierung der insgesamt 150 Brücken im gesamten Stadtgebiet inklusive der Ortsteile ist eine Daueraufgabe für die Stadt. Die Neckarbrücke in der Lupfenstraße im Stadtbezirk Schwenningen ist das nächste Projekt, das in Kürze zur Ausschreibung kommen soll. Nach dem Winter sollen hier die Arbeiten beginnen.

Nr. 17/2017 vom 14.11.2017
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