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Pietät ist Grundlage für Bauplanung

28.11.2017


Der Neubau des städtischen Krematoriums liegt im Zeit- und Kostenplan.

Im Inneren des Neubaus laufen parallel dazu die Rohinstallationen für Heizung, Lüftung und sanitäre Anlagen, neben der Kälteeinrichtung für die Kühlräume befindet sich auch die Installation der Ofentechnik in den letzten Zügen. Im Dezember soll dann der Estrich verlegt werden, um die Weihnachtszeit für die notwendige Trocknungsphase nutzen zu können. »Wir liegen voll im Zeit- und Kostenplan«, berichtet der städtische Architekt Tobias Walderich vom Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau. Läuft alles weiter nach Plan, so kann das Krematorium im Frühjahr nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen.

Die Funktionalität sowie die Anforderungen denen das Gebäude gerecht werden soll, sind äußerst diffizil. Für Tobias Walderich galt es, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Bestattern, Mitarbeitern und Angehörigen in seiner Bauplanung gleichermaßen zu berücksichtigen. Pietät stand für ihn dabei an oberster Stelle. So fügt sich das niedrig gehaltene Gebäude harmonisch in die Friedhofsumgebung ein, die dunkle Fassade ist ruhig und zurückhaltend.

Äußerst sensibel: der Abschiedsraum für die Angehörigen. Tobias Walderich plante diesen bewusst auf die dem Friedhof zugewandte Seite. »Die Angehörigen sollen sich in ruhiger Umgebung auf die bevorstehende Bestattung vorbereiten können und nicht vom Parkplatztrubel direkt mit der schweren Situation konfrontiert werden«, beschreibt Walderich. Im Abschiedsraum, der mit einer großen Glasscheibe vom Bestattungsraum getrennt sein wird, ist es künftig möglich, auf Wunsch bei der Bestattung dabei zu sein. Dieser halböffentliche Bereich ist vom Krematoriumsbetrieb abgetrennt, um dem Anspruch einer würdevollen Abschiednahme und Bestattung gerecht zu werden.

Der Krematoriumsbetrieb umfasst die Verwaltungstätigkeiten der städtischen Mitarbeiter sowie die Überführung der Verstorbenen durch die Bestatter der Region. Personaleingang sowie Überführungszone und Büroeingänge liegen auf der anderen Gebäudeseite und sind für die Öffentlichkeit nicht einsehbar.

Mit dem modernen Neubau wird man künftig den Ansprüchen der stetig ansteigenden Feuerbestattungen gerecht. Das derzeitige, aus den Jahren 1927/1928 stammende Krematorium ist lediglich für 1.800 Einäscherungen pro Jahr ausgelegt, weist jedoch mittlerweile rund 2.800 Einäscherungen aus.

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