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Krematoriumsneubau läuft auf Hochtouren

13.06.2017


Bedeutender Schritt der Bauphase: Tobias Walderich, zuständiger Architekt im Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau, Roland Kleiser, Betriebsleiter des Krematoriums beim Eigenbetrieb Technische Dienste, Fachplaner für Gebäude- und Kremationstechnik Thomas Bück von der beauftragten Firma Awiplan-PPD und Bauleiter Thai Nguyen Quang von der IFZW GmbH (v.l.) waren vor Ort beim Einbau der beiden Schornsteine.

Die Baugrundverbesserung, die Verbauarbeiten, die Erdarbeiten sowie ein großer Teil der Rohbauarbeiten und die Verlegung des Luft- Erdwärmetauschers sind fertiggestellt. Auch die Herstellung der Gasleitung von der Frühlingshalde her, sowie die Elektro-Mittelspannungsleitung, wurden von den Stadtwerken bereits bis zum Baufeld verlegt. Die Wände im Untergeschoss sowie der erste Teil der Wände im Erdgeschoss sind gestellt, auch die Großkomponenten der Technikgewerke (Lüftungsgerät, Pufferspeicher, Ofengehäuse und Wärmetauscherturm) sind bereits in den Rohbau eingebracht.

Mit Spannung erwarteten die Bauverantwortlichen die Anlieferung und den Einbau der beiden Kamine. Mittels Schwertransport wurden die 23 Meter langen und jeweils 5,6 Tonnen schweren Schornsteine vergangene Woche angeliefert und eingebaut. Autokräne steuerten dabei präzise und langsam das Einsetzen in den Rohbau. »Die Kamine sind temperaturbeständig bis 1000° C. Über den Wärmetauscherturm und den Filterturm erfolgt nach dem Verbrennungsprozess die Reinigung der Abgase. Dabei können wir mit modernster Technik zukünftig sehr sicher arbeiten«, berichtet der städtische Architekt Tobias Walderich auf der Baustelle.

Momentan erstellt das Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau in Zusammenarbeit mit den beauftragten Ingenieurbüros die Werk- und Detailplanung sowie die erforderlichen Ausschreibungen. Die Ausschreibungen der Gewerke für die Gebäudetechnik und die Gebäudehülle sind größtenteils fertiggestellt und beauftragt.

Das aus dem Jahr 1927/1928 stammende Krematorium der Stadt Villingen-Schwenningen am Waldfriedhof in Schwenningen weist mittlerweile rund 2.800 Einäscherungen jährlich aus. Die Kapazität des aktuellen Gebäudes ist allerdings lediglich auf 1.800 Einäscherungen ausgelegt. Im Dezember 2013 fasste der Gemeinderat deshalb den Grundsatzbeschluss für einen Neubau der Anlage am Waldfriedhof, im Frühjahr 2015 wurde dieser Beschluss aufgrund neuer Erkenntnisse aktualisiert. Bis Anfang 2018, entsteht in direkter Nachbarschaft zur denkmalgeschützten Aussegnungshalle für rund 6,9 Millionen Euro ein moderner zweigeschossiger Neubau, der den Ansprüchen der stetig ansteigenden Feuerbestattungen gerecht wird. Die geplante Sichtmauerwerkfassade schafft eine Verbindung zwischen dem Bestandsgebäude und dem neuen Krematorium und wird somit der anspruchsvollen Umgebung und dem Parkcharakter des Waldfriedhofs gerecht.

Nr. 15/2017 vom 17.10.2017
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