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Großes Wohnprojekt geht Anfang 2020 an den Start

22.10.2019


Grafik: DBA Bauwerte AG

»Der Markt fordert dieses Projekt. Die Anzahl an Mietwohnungen ist gemessen an der Größe der Stadt prozentual signifikant niedrig«, macht Uwe Birk, Vorstand der DBA Deutsche Bauwert AG, die Notwendigkeit des Projekts auf dem früheren Kasernengelände Lyautey deutlich. Hier will der Investor mit Sitz in Baden-Baden im ersten Quartal 2020 loslegen, um einerseits in denkmalgeschützten Mannschaftsgebäuden und andererseits in modernen Neubauten die Nachfrage an Wohnungen in VS bald bedienen zu können. Vom militärischen Kasernen-Charakter wird dann auf dem Gelände nicht mehr viel übrig sein und schon gar nicht wird sich dieser in den Unterkünften wiederfinden. Sowohl im Bestand als auch im Neubau wird das Unternehmen hochmoderne Wohnungen anbieten. Die Wohnungen, die von der Firma an Investoren verkauft werden, sollen hauptsächlich als Mietwohnungen an den Markt gehen. Käufer müssten mit einem Quadratmeterpreis von 4.000 Euro, Mieter mit voraussichtlich zehn Euro pro Quadratmeter rechnen, so die Einschätzung des Immobilienexperten Birk. Dafür verspricht das Unternehmen eine hohe Qualität mit einem auch energetisch modernen Konzept.

Gleichzeitig mit dem Baubeginn der Tiefgarage, die unter den früheren Exerzierplatz gelegt wird, will die DBA Bauwert auch den Neubau für den sozialgeförderten Wohnraum angehen. In Haus Nummer 9 (siehe Grafik) werden 45 Wohneinheiten untergebracht, in denen sich der Vorstand auch die Unterbringung von Wohngruppen für Menschen mit Einschränkungen vorstellen kann. Darin wird es auch Raum für zwei gewerbliche Einheiten, wie beispielsweise eine Praxis geben. Die Miete liegt dann 1/3 unter den ortsüblichen Mieten. »Wir werden da zwischen sechs und sieben Euro liegen«, stellt Birk in Aussicht. Der Vorstand nutzte bei einem Vor-Ort-Termin die Gelegenheit, Oberbürgermeister Jürgen Roth den Bauantrag für dieses Gebäude persönlich zu übergeben.

In den sogenannten City-Cubes (Häuser Nr. 12/13/14/15 in der Grafik) entstehen insgesamt 80 Wohnungen. Die Stadtvillen (Häuser Nr. 1/3/5) werden jeweils 45 Wohnungen beinhalten. Neben Wohnraum werden auf der 25.000 Quadratmeter großen Fläche auch Gewerbeeinheiten entstehen.

Nicht ganz geräuschlos ging der geplante Umbau der denkmalgeschützen Mannschaftsgebäude im Vorfeld von statten. Während der Investor großzügige Loggia-Wohnungen mit Balkonen vorgesehen hatte, wurde diese Maßnahme vom Landesamt für Denkmalschutz abgelehnt. »Um nicht noch größeren Zeitverzug in Kauf zu nehmen, haben wir uns entschieden die Dachwohnungen mit großen Dachverglasungen zu versehen und Maisonette-Wohnungen hier einzurichten«, erklärt Uwe Birk.

Oberbürgermeister Jürgen Roth und Bürgermeister Detlev Bührer zeigen sich zufrieden mit den vorgestellten Plänen des Investors. Der OB erklärt: »Wir haben ein Unterangebot an Wohnraum mit erhöhter Nachfrage, das ist richtig. Die Stadt unternimmt massive Anstrengungen, um der wachsenden Nachfrage gerecht zu werden. Das braucht Zeit, aber es wird Lösungen geben.«

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