Villingen-Schwenningen

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Busse fahren nächstes Jahr 600.000 Kilometer mehr

08.11.2019


»Den Fahrgästen eine bessere Verlässlichkeit durch konsequent vertaktete Linien im 30-Minutentakt sowie einen einheitlichen Fahrplan das ganze Jahr über ohne Ferien zu bieten, sind unsere wichtigsten Anliegen«, beschreibt Bürgermeister Detlev Bührer die Neuerungen. So fahren dann die 15 VS-Buslinien Montag bis Freitag alle 30 Minuten, und das zwischen 5.30 und 23.30 Uhr. Abweichungen gibt es je nach Gebiet und Bedarf am Wochenende, dennoch wird das Angebot an Samstagen und Sonntagen deutlich gesteigert. Die 'Nacht8', der Nachtbus, ergänzt das Angebot am Wochenende mit vier Linien bis 3 bzw. 4 Uhr für alle Nachtschwärmer. Mit diesem flächendeckenden Angebot gilt das ganze Jahr über derselbe Fahrplan, es gibt keine Einschränkungen oder Ausfallzeiten mehr während der Ferien. Außerdem werden keine Rufbusse mehr eingesetzt, Voranmeldungen für Busfahrten sind also passé.

Bessere Anbindung an Klinikum

»Gerade für Mitarbeiter des Schwarzwald-Baar Klinikums bedeutet dies eine enorme Verbesserung«, weiß Alexander Schmid, verantwortlicher Mitarbeiter im Grünflächen- und Tiefbauamt, zu berichten. Der größte Arbeitgeber der Stadt wird ab Januar von früh bis spät angefahren, sodass Mitarbeiter pünktlich zur Frühschicht um 5.45 Uhr ankommen und abends nach dem letzten Dienst um 23.30 Uhr auch noch den Nachhauseweg antreten können. Und das auch durchgehend am Wochenende!

Für die Studierenden und Bewohner, die in der Dattenberg- und Sperberstraße wohnen, wird ein eigener Kurs installiert. Die Linie 10 bringt die Anwärterinnen und Anwärter innerhalb von 20 Minuten vom Wohnort zur Hochschule und zurück – eine gute Option, um das Auto stehen zu lassen.

Bessere Erreichbarkeit der Haltstellen

Durch die Schaffung 40 neuer Haltepunkte gibt es kürzere Fußwege. Innerstädtisch sind Haltestellen nicht mehr als 400 Meter voneinander entfernt. Im aufkommensstärkstem Gebiet, der Wöschhalde, wurden auch Bürgeranregungen aufgegriffen. Der Bus fährt zukünftig auch "in" der Wöschhalde, z.B. werden dann auch die Oderstraße und Tiroler Straße angefahren. Lange Schleifenfahrten werden versucht vermieden zu werden. Auch in der Schwenninger Schramberger Straße wird die Hochschule und das Seniorenwohnen an den ÖPNV angebunden.

Dass dieses Mehrangebot die Stadt auch mehr kostet, ist unverkennbar. Bisher hat die Stadt für den innerstädtischen Busverkehr rund zwei Millionen Euro aufgewendet. »Wir werden den Stadtbusverkehr nächstes Jahr mit rund 4,75 Millionen Euro bezuschussen. Ein stolzer und unerwarteter Betrag, der es uns aber wert sein sollte – gerade auch in Zeiten, in denen über Klimaschutz und den Ausbau des ÖPNV in der Öffentlichkeit intensiv diskutiert wird«, erläutert Bürgermeister Detlev Bührer. Der Gemeinderat der Stadt Villingen-Schwenningen hat der Erweiterung des Busangebots und den Mehrkosten in einer nichtöffentlichen Sitzung am Mittwoch zugestimmt. Die Busverkehrsleistungen mussten per Dringlichkeitsvergabe durch das Gremium beauftragt werden, nachdem die Verkehrsgemeinschaft Villingen-Schwenningen GmbH (VGVS) ihr eigenwirtschaftliches Angebot zurückgezogen hatte. Im Rahmen eines Mini-Wettbewerbs wurden mehrere Verkehrsunternehmen zur Angebotsabgabe angefragt. Die VGVS hat nun den Zuschlag erhalten, die als einzige ein Angebot abgegeben hat.

»Wir sind zukünftig mit 30 Bussen, das sind acht zusätzliche Fahrzeuge, im Stadtgebiet unterwegs, die in einem Jahr 140.000 Stunden innerstädtisch in Villingen-Schwenningen fahren werden«, berichtet Manfred Schürmann, einer der drei VGVS-Geschäftsführer, die den Stadtverkehr auch im Jahr 2020 betreiben.

Barriefreie Bushaltestellen

Auch der barrierefreie Ausbau der Haltestellen im Rahmen des Behindertengleichstellungsgesetzes sowie die Installation von Wartehallen als Wetterschutz werden vorangetrieben. In Villingen-Schwenningen, inklusive aller Ortsteile, gibt es 300 Haltepunkte mit aktuell 139 Wartehallen, 28 Haltestellen sind bereits barrierefrei umgebaut. In diesem Jahr wurden zwei neue Wartehäuschen am Klosterhof aufgestellt sowie das alte am Heilig-Geist-Spital ersetzt. Vorbehaltlich der Zustimmung des Gemeinderates im Rahmen der Haushaltsplanberatungen, sollen 2020 weitere Haltestellen, auch die am Landratsamt, barrierefrei ausgebaut werden.

Es gibt auch fünf Bike+Ride-Anlagen an Ringzug-Haltepunkten, die ein sicheres und bequemes Umsteigen auf den ÖPNV für Radfahrer anbieten.

Die neuen Fahrpläne werden zeitnah, vorbehaltlich ihrer Genehmigung, auf der Seite www.vs-bus.de veröffentlicht.

Neuer Liniennetzplan (4 MB)

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