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Trampelpfade im Landschaftsschutzgebiet Süd am Warenbach dürfen nicht mehr betreten werden

10.07.18 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Das Landschaftsschutzgebiet Villingen Süd befindet sich südlich angrenzend an die Villinger Südstadt. Es umfasst den Magdalenenberg sowie große Teile des Warenbachs und liegt fast vollständig im Vogelschutzgebiet 'Baar'. Der Warenbach ist in weiten Abschnitten ein nach
§ 30 des Bundesnaturschutzgesetzes sowie nach § 33 des Gesetzes des Landes Baden-Württemberg zum Schutz der Natur und zur Pflege der Landschaft geschütztes Biotop von besonderer lokaler Bedeutung. Es umfasst unter anderem einen sehr naturnahen, großflächigen Auwald-Komplex entlang des Bachlaufes, der in seiner Ausprägung im weiteren Umfeld einmalig ist (Quelle: LUBW).

Durch Hochwasser sowie durch Sturm- und Schneebruch von Januar bis März dieses Jahres sind Schäden in einigen Bereichen des Landschaftsschutzgebietes entstanden. Durch die Regenfälle ist der Untergrund feucht und aufgeweicht, wodurch die Bäume nicht mehr standsicher sind und umkippen können. Durch den Sturm- und den Schneebruch erhöhte sich die Gefahr von abbrechenden Ästen und Bäumen. Die Trampelpfade zwischen Laible-straße und Viehofweg sowie zwischen Laiblestraße und Roggenbachstraße bergen aufgrund der entstandenen Schäden Gefahren für die Bevölkerung von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäumen. Zum Schutz der Bevölkerung ist das Betreten dieser Trampelpfade ab sofort verboten. Aufgrund des dort vorkommenden Auwaldes (Gehölzbestand am Wasser) und des teilweise sehr hohen Totholzvorkommens besteht immer wieder Bruchgefahr. Hinweisschilder werden ab Mittwoch, 11. Juli, das Durchgangsverbot aufzeigen. Spaziergänger sollten zum Schutz ihrer Person und der Natur die bestehenden öffentlichen Wegeverbindungen nutzen, die parallel zu den Trampelpfaden verlaufen und besser begehbar sind, da diese zum Teil sogar asphaltiert sind.

Um die Wege wieder verkehrssicher zu machen, müssten sehr viele Bäume gefällt und Totholz entfernt werden, was die Zerstörung dieses wertvollen Biotopes bedeuten würde. Aufgrund von naturschutzfachlichen Vorgaben der Unteren Naturschutzbehörde, sowie den rechtlichen Gegebenheiten der Schutzgebietsverordnung und des Landes- sowie Bundesnaturschutzgesetz ist dies nicht möglich. Darüber hinaus sind Arbeiten mit schweren Maschinen in diesem Bereich grundsätzlich nicht möglich, da dadurch ein enormer Flurschaden sowie eine irreparable Bodenverdichtung verursacht würde.

Totholz, das sind umgefallene Bäume und herabgebrochene Äste, haben in einem naturnahen Gebiet wie dem Landschaftsschutzgebiet Villingen Süd einen hohen Nachhaltigkeitswert. Das Totholz ist Lebensgrundlage vieler Tier- und Pflanzenarten, welche das Ökosystem eines solchen Biotopes ausmachen und daher nicht entfernt werden dürfen.

 

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