Villingen-Schwenningen

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Forstdelegation aus der Partnerstadt Pontarlier zu Gast in Villingen-Schwenningen

11.07.18 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Forstdelegation aus Pontarlier zu Gast in VS: Renate Belz, Jörg Hammes, Sarah Jotz, Maury Guilhem, Gaston Droz-Vincent, Xavier Garcia (Reihe unten v.l.), Gérard Voinnet, Roland Brauner, Axel Lux, Werner Zeitvogel und Dr. Tobias Kühn (Reihe oben v.l.).

Eine Forstdelegation aus der Partnerstadt Pontarlier besuchte den Stadtwald Villingen-Schwenningen, um sich über die Forstwirtschaft in Deutschland und speziell in Villingen-Schwenningen zu informieren. Angeführt wurde die Delegation von Adjoint Gaston Droz-Vincent, begleitet wurde er von Xavier Garcia, Projektleiter bei der nationalen Forstbehörde und Stadtrat in Pontarlier, dem Forstrevierleiter Maury Guilhem, der die 1050 Hektar Stadtwald von Pontarlier betreut und Stadtrat Gérard Voinnet, der sich vor allem um soziale und ökologische Fragestellungen kümmert.

Zum Auftakt des Besuchs war eine Exkursion in den hiesigen Stadtwald, bei der die Themen Durchforstung in Schwachholzbeständen, Holzkonservierung im Nasslager, Chancen und Probleme durch die Wiederbesiedelung des Wieselsbaches durch den Biber, Stockfräsung in Rückegassen zur langfristigen Erhaltung der Befahrungsfähigkeit sowie die natürliche Verjüngung von tannenreichen Althölzern, intensiv diskutiert wurden. Mit einem badischen Vesper wurde die Exkursion im forstamtseigenen Gasthaus Auerhahn/Neuhäusle beendet.

Der zweite Tag des Besuchs begann mit einem Gedankenaustausch zur Holzvermarktung, bei der sich Unterschiede zwischen den Nachbarländern zeigten: in Frankreich wird ein Großteil des Holzes 'auf dem Stock' verkauft. Dies bedeutet, dass der Rundholzkäufer den Einschlag selber organisieren muss. In Villingen-Schwenningen verfolgt das städtische Forstamt eine andere Linie, weil das Interesse des Rundholzkäufers, den verbleibenden Bestand und den Boden sowie die Wege zu schonen, als nicht sehr ausgeprägt eingeschätzt wird. »Außerdem wollen wir den Sortierungsgewinn, der dadurch eintritt, dass besonders hochwertige Sortimente wie Masten oder Möbelholz an darauf spezialisierte Kunden veräußert werden, lieber selber einnehmen«, so Forstamtsleiter Dr. Tobias Kühn.

Nach einem Mittagessen im forstamtseigenen Gasthaus Breitbrunnen, zu dem Bürgermeister Detlev Bührer dazu stieß, führte der stellvertretende Forstamtsleiter Roland Brauner die Gruppe über den Premiumwanderweg zurück nach Villingen. Besonders interessant für die französischen Gäste war der Erholungsschwerpunkt und das Ausbildungszentrum am Salvest sowie die üppige Tannennaturverjüngung als Produkt guter Waldpflege und konsequenter Bejagung des Rehwildes.

Bevor das Forstamt die Gäste aus Pontarlier verabschiedete, stand noch eine Stadtführung auf dem Tagesprogramm. Die Förster aus VS wurden herzlich zu einem Besuch in Pontarlier eingeladen, welche Kühn und Brauner gerne im kommenden Jahr wahrnehmen möchten.

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