Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen

| Navigation | Inhalt


Weitere Betreuung in Kindertagesstätten

15.05.20 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Die Betreuung in den Kitas während Corona kann nur eingeschränkt angeboten werden.

Bereits am 6. Mai wurde durch das Kultusministerium angekündigt, dass die Betreuung in Kindertagesstätten und der Kindertagespflege schrittweise in Richtung eines eingeschränkten Regelbetriebs ausgeweitet werden soll. Angekündigt wurde ebenfalls, dass die Kitas die Hälfte ihrer Plätze belegen dürfen. Allein durch diese Festlegung, kann ein regulärer Normalbetreib nicht möglich sein. Hinzu kommt die Belegung in den Notgruppen von Familien in systemrelevanten Beruf – schon heute sind erste Kindertagesstätten in Villingen-Schwenningen dadurch zu 50 Prozent belegt und könnten keine reguläre Betreuung für weitere Kinder mehr anbieten.

Die neue Corona-Verordnung, die den rechtlichen Rahmen für die erweiterte Betreuung bildet und für das weitere Vorgehen der Stadt VS zwingend notwendig ist, liegt bislang noch nicht vor, auch wenn bereits Anfang Mai die Öffnung ab Montag durch die Landesregierung angekündigt wurde. Voraussichtlich am Samstagabend soll die neue Verordnung verkündet werden. Die Kindertagesstätten und die Stadtverwaltung stehen deshalb in einem enormen Spannungsfeld. »Wir haben größtes Verständnis für den dringenden Wunsch sehr vieler Eltern, ihren Nachwuchs wieder in den Einrichtungen oder bei einer Tagesmutter, einem Tagesvater, betreuen zu lassen«, so Oberbürgermeister Jürgen Roth.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung des Kultusministeriums und der drei kommunalen Spitzenverbände – Städtetag, Gemeindetag und Landkreistag – vom Donnerstagabend (14.05.2020), heißt es von Ministerin Dr. Susanne Eisenmann: »Die Ausweitung kann selbstverständlich nicht von heute auf morgen umgesetzt werden. Die Träger der Einrichtungen benötigen Vorlauf für ihre Planungen und die Organisation.«

Am Montag, 18. Mai, ist in Villingen-Schwenningen noch keine Betreuung außerhalb der Notgruppen möglich. Eltern werden dringend gebeten, ihre Kinder NICHT am Montag in die Einrichtungen zu bringen, sie können dann auch nicht betreut werden – denn die Betreuung muss erst organisiert werden. Hierfür wird sich das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport schnellstmöglich nach Verkündung der neuen Corona-Verordnung an die Planung machen. Gemeinsam mit den Kitaleitungen, den Elternvertretern und Eltern soll dann Anfang der Woche ein Konzept – für jede Kita individuell nach den Bedarfen – entwickelt werden, um für möglichst viele Eltern eine möglichst befriedigende Lösung zu finden. Dabei wird zu klären sein, wie ein individuelles Schichtmodell, mit dem möglichst viele Kinder zeitweise in der Kita betreut werden können, aussehen kann. »Unsere Eltern müssen wir also leider noch um etwas Geduld bitten«, wirbt der Oberbürgermeister um Verständnis. »Die Verordnungen des Landes werden immer äußerst spät veröffentlicht. Aber ich versichere allen Familien: Wir werden die Kitas so schnell wie möglich öffnen, um den Kindern eine gute Betreuung und den Eltern die benötigte Entlastung anbieten zu können.« Das Amt für Jugend, Bildung, Integration und Sport wird in engster Abstimmung mit den städtischen, freien und kirchlichen Kindertagesstätten bestrebt sein, eine Ausweitung der Betreuung spätestens ab 25. Mai anbieten zu können.

Selbstverständlich wurden bereits seit der Ankündigung am 6. Mai intern zahlreiche Vorüberlegungen getroffen, um auf die Ausweitung der Kita-Betreuung und Kindertagespflege vorbereitet zu sein. Vorbehaltlich der am morgigen Samstagabend erwarteten Änderung der Corona-Verordnung, steht Stand heute schon fest:

- dass nur die Hälfte der Kita-Plätze belegt werden dürfen

- dass die Notgruppen-Betreuung vorrangig erfolgt

- dass in Kitas, die über die Notgruppen hinaus, Plätze frei haben (bis max. 50 %) weitere Kinder aufgenommen werden können

- dass, wenn die eigene Kita bereits belegt sein sollte, keine Betreuung in einer anderen Einrichtung stattfinden kann (laut Corona-Verordnung nicht zulässig)

Kontakt

Stadt Villingen-Schwenningen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Hausanschrift
Münsterplatz 7/8
78050 Villingen-Schwenningen

Postanschrift
Postfach 1260
78002 Villingen-Schwenningen

Telefon 07721 / 82-2020
Telefax 07721 / 82-2007
E-Mail: pressestelle@villingen-schwenningen.de

Pressesprecherin:
Oxana Brunner

© 2020 Stadt Villingen-Schwenningen