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Schafherde wird zur nachhaltigen Landschaftspflege eingesetzt

21.07.20 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Die Schafherde im Dienste der Stadt: Die Tiere fressen an der Schwenninger Steig derzeit die Wiesen gründlich ab.

Auf der Obstwiese an der Schwenninger Steig, unterhalb des Panoramas, ist derzeit eine Herde vierbeiniger Rasenmäher tätig. Die Beweidung mit Schafen (und auch Ziegen) ist eine in der Kulturlandschaft übliche Landschaftspflegemaßnahme, welche gegenüber der maschinellen Bewirtschaftung ökonomische, ökologische und soziale Vorteile bringt.

Die Beweidung von extensiven Wiesen ist wesentlich nachhaltiger, als das maschinelle Abmähen. Die Schafe verwerten das Gras direkt, es muss nicht zunächst Heu gemacht werden bzw. in diesem Fall wurde diese Wiese bisher maschinell gemäht und das Mahdgut entsorgt, so dass bisher neben den Arbeitskosten auch noch Entsorgungskosten angefallen sind.

Darüber hinaus werden Kleinstlebewesen, wie z.B. Insekten durch die Beweidung gegenüber dem maschinellen Mähen geschont und die Tiere arbeiten wesentlich sorgfältiger als eine große Maschine, sie kommen auch in die kleinste Ecke unter einem Baum mit tief hängenden Ästen, wo ein Traktor nicht mehr fahren könnte.

Der Boden wird wesentlich weniger verdichtet, was in diesem Fall insbesondere den Obstgehölzen der Streuobstwiese zugutekommt, da Bodenverdichtung für Bäume immer schlecht ist.

Es gibt nur noch wenige Schäfer in der Region, da immer weniger solcher Wiesen vorhanden sind. Hinzu kommt die niedrige Akzeptanz der Bevölkerung gegenüber den Tieren, da sie eben gelegentlich riechen und auch mal Geräusche von sich geben. Deshalb finden Schäfer immer weniger Flächen zur Beweidung, was oft dazu führt, dass sie Futter zukaufen müssen oder sie weniger Tiere halten können.

Die Abteilung Stadtgrün im Grünflächen- und Tiefbauamt sieht die Beweidung deshalb, auch auf siedlungsnahen Flächen, als eine nachhaltige Art der Landschaftspflege und gleichzeitige Förderung von Landwirten und artgerechter Tierhaltung in der Region an. Da es sich immer um einen sehr begrenzten Zeitraum im Jahr handelt (meist zwei Weidegänge pro Jahr pro Fläche), sind Geruchs- als auch Geräuschimmission durchaus zumutbar.

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