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Joseph-Haberer-Preis ist wieder ausgeschrieben

16.04.19 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Im Namen von Joseph Haberer wird der Preis an junge Menschen in der Stadt verliehen, die sich mit dem Nationalsozialismus in einer Arbeit auseinandersetzen.

Ab sofort können Schülerinnen und Schüler aus Villingen-Schwenningen Arbeiten für den Joseph-Haberer-Preis einreichen. In Erinnerung an Joseph Haberer, einen ehemaligen jüdischen Bürger der Stadt, werden Arbeiten gesucht, die sich mit der Historie des Nationalsozialismus beschäftigen. Dabei geht es nicht nur um eine reine Auseinandersetzung mit der Geschichte, sondern auch darum einen Bezug zur Gegenwart herzustellen.

Die Teilnehmer können beispielsweise Interviews mit Zeitzeugen führen, Spuren der damaligen Zeit in der Stadt suchen oder sich kreativ mit den Ereignissen und Folgen des Nationalsozialismus beschäftigen. Das Stadtarchiv ist bei der konkreten Themensuche und Recherche gerne behilflich.

Junge Menschen, die eine der Schulen in Villingen-Schwenningen besuchen, bekommen durch den Preis die Chance, sich auf ihre Art mit der Geschichte ihrer Heimat auseinander zu setzen. Ob auf dem klassischen Weg als Seminararbeit, einem Aufsatz oder durch neue Medien, wie Blog, Videos oder digitales Storytelling, die Darstellungsform der eingereichten Arbeiten ist nicht festgelegt. Auch künstlerische Werke wie Theaterstücke oder Zeichnungen sind willkommen. 

Thomas Weidle, der im letzten Jahr für seine Arbeit über die Widerstandsbewegung in der Region ausgezeichnet wurde, erklärt: »Der Joseph-Haberer-Preis ist für mich eine Plattform, die der Verbreitung von Werten wie Toleranz, Solidarität und Nächstenliebe dient«. Weidle hatte die Ergebnisse seiner ausgezeichneten Arbeit im Anschluss für eine Ausstellung in seiner Schule aufgearbeitet, die auf großes Interesse stieß. Er ergänzt, dass durch die Preisarbeiten die Erinnerung gestärkt werde. So könne ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass es unabdingbar ist, sich für unsere Demokratie einzusetzen.

Geschichtslehrer Alexander Chlup vom Hoptbühlgymnasium freut sich über die Teilnahme seines Schülers am Joseph-Haberer-Preis. Das Engagement zeige, dass die Jugend von heute lediglich einen Anlass brauche, um sich für Themen zu begeistern und einzusetzen. «Ich bin begeistert, mit welcher Emsigkeit er sich in die Themen einarbeitete und so etwas auf die Beine gestellt hat.«

Die ausgezeichneten Arbeiten werden mit einem Preisgeld von 200 bis 500 Euro prämiert. Der Preis wird Anfang November durch den Oberbürgermeister Jürgen Roth im Rahmen einer öffentlichen Preisverleihung übergeben.

Schülerinnen und Schüler von 14 bis 20 Jahren können Arbeiten für den Joseph-Haberer-Preis bis zum 16. September beim Stadtarchiv Villingen-Schwenningen einreichen. Das Teilnahmeformular und alle Informationen zur Teilnahme finden sich online auf der Webseite.

 

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