Villingen-Schwenningen

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Immer mehr Mülltonnen im öffentlichen Raum

24.01.20 |

In den vergangenen Jahren standen die im öffentlichen Straßenraum (dauerhaft) abgestellten Abfallbehälter immer wieder in der Kritik. Dennoch ist die Zahl solcher Mülltonnen weiter gestiegen – und damit auch die Anzahl an Beschwerden, die deswegen bei der Stadtverwaltung eingehen. In der Abfallwirtschaftssatzung des Schwarzwald-Baar-Kreises (§ 8 Abs. 4 Satz 1) ist geregelt, dass Mülleimer und Müllsäcke frühestens ab 18 Uhr am Vorabend des Abfuhrtages bereitgestellt werden dürfen. Durch diese Regelung ist jedoch nicht abgedeckt, dass die Abfallbehälter dauerhaft auf den Straßen und Gehwegen, insbesondere innerhalb der Villinger Innenstadt, abgestellt werden dürfen. Denn dabei handelt es sich nicht um eine Bereitstellung zur Abfuhr, sondern um eine unzulässige, dauerhafte Lagerung und damit um eine unzulässige Nutzung von öffentlichem Straßenraum und von öffentlichen Flächen

Da das nicht nur unschön anzusehen ist und das Stadtbild erheblich gestört wird, sondern insbesondere auch zu Behinderungen oder Gefahrensituationen unterschiedlichster Art führen kann, wird die Stadt die Innenstadtbereiche von Villingen und Schwenningen demnächst begehen und hinsichtlich bestehender Gefährdungen bewerten. Dabei geht es unter anderem um die Behinderung von Fußgängern und Radfahrern durch blockierte Gehwege, insbesondere Personen mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer, oder auch die Anfahrbarkeit von Straßen bei Feuerwehreinsätzen.

Durch die anhaltenden und zunehmenden Beschwerden sieht sich die Stadt nunmehr in der Verantwortung, tätig zu werden. In Absprache und Zusammenarbeit mit dem zuständigen Amt für Abfallwirtschaft des Landkreises wird die Stadtverwaltung Gespräche mit den betreffenden Hausbewohnern/Eigentümern und Gewerbetreibenden führen, die Bedarfe abfragen und versuchen, eine Lösung zur Aufbewahrung des Abfalls außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes zu finden. Klar ist bereits jetzt, dass in Bereichen, in denen eine Gefahrensituation besteht, die Mülltonnen entfernt und anderweitig untergebracht werden müssen. Dabei sind die Gefahren je nach Örtlichkeit individuell zu begutachten.

Das Amt für Abfallwirtschaft bietet dann Beratung an, welche Alternativen für jede Örtlichkeit und Situation individuell in Frage kommen, z. B. Abfallsäcke anstelle von Tonnen, die Einrichtung von Gemeinschaftsbehältern oder das private Abfahren des Abfalls zum Recyclinghof. Im Innenstadtbereich von Villingen besteht für Biomüll außerdem die Möglichkeit, diesen an zentrale Sammelstellen zu bringen. Nähere Informationen hierüber erteilt das Amt für Abfallwirtschaft (Service-Hotline: 07721/913-7555). Für gewerbliches Altpapier, insbesondere Kartonagen, besteht zudem die Möglichkeit der Bereitstellung zur gewerblichen Altpapierentsorgung ohne Behälter des Landkreises.

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