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Außergewöhnlicher Münzfund

30.01.14 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Die Spur führt bis nach Villingen-Schwenningen: Einen spektakulären Münzfund haben Archäologen am schweizerischen Brüningpass  gemacht. Zwischen großen Steinen an einem alten Säumerpfad oberhalb des Dorfes Lungern entdeckten die Wissenschaftler bei Erkundungen im September vergangenen Jahres rund 120 Geldstücke aus dem 13. Jahrhundert. Zwei Drittel der Münzen sind vom Bistum Basel geprägt, eine stammt aus Villingen und zeigt ein nach links schreitendes Pferd.

"Dieser Fund ist eine kleine Sensation", sagt Dr. Heinrich Maulhardt, Leiter der städtischen Stabsstelle Archiv und Dokumentenmanagement, der derzeit mit seinen schweizerischen Amtskollegen in engem fachlichen Austausch steht. Bei den Münzen handelt es sich um vierzipflige, einseitig geprägte Pfennige aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts, deren damaliger Wert nach heutiger Kaufkraft mehreren Tausend Schweizer Franken entspricht. Wie Peter Omachen, Denkmalpfleger des Kantons Obwalden, gegenüber der Neuen Züricher Zeitung erklärte, seien bislang nur 17 Münzen dieser Art und aus dieser Zeit in der Zentralschweiz gefunden worden, daher sei ein Fund dieser Größe doch eine Überraschung.

Fundort liegt an mittelalterlichen Handeslroute

"Die Forscher vermuten, dass das Geld einem Reisenden gehörte, der die Münzen in einem Beutel aus Leder oder aus Stoff entweder am Fundort versteckt und nicht mehr abgeholt oder es dort verloren hat", so Stadtarchivar Maulhardt. "Der Fundort liegt an einer mittelalterlichen Handelsroute, die bis nach Oberitalien führte. Die Säumer waren die ersten Transporteure über die Alpen. Jahrhundertelang beförderten sie auf dem Rücken von Lasttieren Waren über die Pässe" erklärt Maulhardt. Heute verbindet der Brünigpass das Berner Oberland mit dem Kanton Obwalden in der Innerschweiz.

Bis der Münzfund wissenschaftlich ausgewertet ist, wird es allerdings noch ein paar Monate dauern. Die mittelalterlichen Geldstücke aus Lungern gehören als archäologischer Bodenfund dem schweizerischen Kanton Obwalden. "Sie müssen nun gereinigt und konserviert werden und sollen dann im Historischen Museum Obwalden ausgestellt werden", sagt Maulhardt und hofft, dass historische Geldstück aus Villingen eines Tages als Leihgabe auch in Villingen-Schwenningen präsentieren zu können.

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