Villingen-Schwenningen

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Archivale des Monats: Schaffung von Wohnraum – Ein aktuelles Thema mit historischen Wurzeln

02.06.20 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Ansichten der Häuser in der Hammerstatt / Teckstraße.

Ein heute viel diskutiertes Problem war schon seit dem 19. Jahrhundert Dauerthema in den örtlichen Gremien: die Schaffung von Wohnraum für die anwachsende Bevölkerung. In den 1920er Jahren verstärkten Inflation, hohe Baupreise, staatliche Zwangsbewirtschaftung und Mietpreisbindung die Not. Eine Möglichkeit, dem entgegenzuwirken, war die Errichtung von Arbeitersiedlungen. Diese sollten zwar bezahlbare Mieten bieten, aber auch den hygienischen Erfordernissen entsprechen. So entstanden in diesem Zeitraum z. B. in Schwenningen die neuen Wohngebiete Salinenfeld, Hammerstatt und Sauerwasen.

Die 1927 gegründete 'Die Gemeinnützige Wohnungsbau-Aktiengesellschaft' war vor allem im Kleinwohnungsbau tätig und baute entsprechend auch in den genannten Arealen. Die Siedlung Hammerstatt realisierte ab 1924 Stadtbaurat Ernst Möbs, der auch dem Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsbau AG angehörte.

Hinter den repräsentativen Fassaden verbergen sich in Typenbauweise erstellte Wohneinheiten. Die kolorierte Federzeichnung (Stadtarchiv Best. 5.10 Nr. 1627) misst im Original 45,7 x 102,5 cm und stammt von 1925. Zu sehen sind die zur Hammerstatt gehörenden Gebäude an der Teckstraße, die tatsächlich mit Dekorelementen verziert und in diesen kräftigen Farbtönen gestrichen waren. Dass sich die Wohnungsfrage wie ein roter Faden durch die Geschichte von Schwenningen und Villingen zieht, zeigt auch ein Blick in das Buch 'Geschichte der Stadt Villingen-Schwenningen, Band II. Der Weg in die Moderne'. In nahezu jedem Kapitel des 736 Seiten umfassenden Werks ist dieser Aspekt ein Thema. Der Band ist im Buchhandel und im Onlineshop des Stadtarchivs für 34,50 Euro erhältlich (ISBN 978-3-939423-63-8).

Original ist im Franziskanermuseum zu sehen - Eintritt frei

Die Federzeichnung ist in der Dauerausstellung zur Stadtgeschichte im Franziskanermuseum zu sehen. Der Eintritt ist derzeit frei, geöffnet hat das Museum Dienstag bis Samstag von 13 bis 17 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17 Uhr. Und vor oder nach dem Museumsbesuch lädt das Café im Franziskaner (mit schönem Außenbereich im Innenhof) zum Verweilen ein.

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