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Archivale des Monats: Lesezeichen des 18. Jahrhunderts

07.10.19 | Von: Referat des Oberbürgermeisters

Lesezeichen von anno dazumal wurden in einem dicken Werk von Johann Arndt entdeckt. (Fotos: Stadtarchiv)

 Die Wissenschaftliche Spezialbibliothek Stadtarchiv und Museen besitzt eine größere Sammlung an religiösen Schriften des 18. und 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um Bibel, Gesang- und Gebetsbücher, Predigtsammlungen sowie Andachtsliteratur für das tägliche religiöse Leben außerhalb der kirchlichen Gottesdienste. Die Schwenninger Bevölkerung war in den 1970er Jahre aufgerufen worden, religiöse Hausbücher für eine geplante Ausstellung im Schwenninger Heimatmusem zur Verfügung zu stellen.

Auch das Buch mit dem beeindruckend langen Titel: »Sämtliche geistreiche Bücher vom Wahren Christenthum, Das ist: Von heilsamer Busse, herzlicher Reue und Leid über die Sünde, wahrem Glauben, auch heiligem Leben und Wandel der wahren Christen« von Johann Arndt aus dem Jahr 1733 kam auf diesem Weg in das Stadtarchiv.

Dieses Werk sticht als wahres 'Schatzkästchen' hervor. Es beinhaltet nämlich eine Vielzahl an außergewöhnlichen Lesezeichen, die vom Einfallsreichtum der Leser erzählen. Gefunden wurden als Lesezeichen unter anderem: Kalenderblätter, Andachtsbilder, getrocknete Blumen, Lorbeerblätter, gestickte Bilder, Wollfäden, aber auch Streichhölzer oder ein rostiger Nagel.

Schon im 18. Jahrhundert waren Stoffbändchen als Lesezeichen gängig, wie man sie heute noch in neueren Büchern findet. Im 19. Jahrhunderts waren zudem aufwendig gestickte Lesezeichen sehr gefragt, die gerne auch als Geschenk weitergegeben wurden.

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