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Wie werden Zisternen / Regenwassernutzungsanlagen berücksichtigt?

Wird eine Zisterne / Regenwassernutzungsanlage eingesetzt, gibt es unter bestimmten Bedingungen eine Reduzierung der Niederschlagswassergebühr. Der Gemeinderat hat am 22.6.2005 die Änderung der Satzung über die öffentliche Abwasserbeseitigung beschlossen. Darin ist festgelegt, dass eine derartige Anlage mindestens ein Fassungsvermögen von 2,5 m³ (2.500 Liter) je 100 m² angeschlossene befestigte Flächen haben muss und dauerhaft mit Regenwasser gespeist wird.

  • Ab einem Fassungsvermögen von 2,5 m³ je 100 m² angeschlossene befestigte Flächen werden nur noch 90 % als einleitend berechnet.
  • Ab 5 m³ Fassungsvermögen je 100 m² angeschlossene befestigte Flächen bleiben diese gänzlich unberücksichtigt
  • Wird das anfallende Regenwasser aus dem Notüberlauf der Zisterne auf dem Grundstück versickert, fallen für die angeschlossenen Flächen keine Niederschlagswassergebühren an!
    Wenn eine Verbindung zur Kanalisation besteht, hängt deren Entlastung von dem Verhältnis des Volumens der Zisterne zu der Größe der angeschlossenen befestigten Flächen ab. Die Einzelwerte wären also
Verhältnis Zisternenvolumen zur
angeschlossenen Fläche
Wirkung auf die Niederschlagswassergebühr

 

 

kleiner 0,025 m³ / m² (2,5m³ / 100m²)
keine Minderung der angeschlossenen Flächen

gleich oder größer 0,025 m³ / m² (2,5m³ / 100m²)

Minderung auf 90%

gleich oder größer 0,05 m³ / m² (5m³ / 100 m²)

angeschlossene Flächen bleiben unberücksichtigt.

Für die konkrete Berechnung zum eigenen Grundstück ist demnach zu prüfen, ob das Verhältnis des Volumens der vorhandenen Zisterne mit Notüberlauf zur Größe der angeschlossenen Flächen eine Begünstigung ermöglicht.
Beispiel: Für eine Zisterne mit einem Volumen von 3 m³ und 40 m² angeschlossener Fläche ergibt sich ein Verhältnis von 3 m³ / 40 m² = 0,075 m³/m². Für die angeschlossenen Flächen wäre keine Niederschlagswassergebühr zu bezahlen. Würden jedoch 120 m² angeschlossen werden, ergibt sich ein Verhältnis von 3 m³ / 120 m² = 0,025 m³/m². Es tritt nur noch eine Minderung auf 50 % der angeschlossenen Flächen ein. Werden mehr als 120 m² an diese Zisterne angeschlossen, tritt keine gebührenwirksame Minderung mehr ein.

Für die Planung und den Bau von Regenwassernutzungsanlagen ist die DIN 1989, Teil 1 zu berücksichtigen.

Nr. 14/2018 vom 07.08.2018

als PDF (8,3 MB)

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