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Städtische Kindertageseinrichtungen nehmen am Bundesprojekt 'Offensive Frühe Chancen' teil

25.05.2011


Die Stadt Villingen-Schwenningen hat sich erfolgreich mit vier städtischen Kindertageseinrichtungen sowie mit zwei Verbünden für das Bundesprojekt ‘Offensive Frühe Chancen‘ beworben. Darüber hinaus kamen drei weitere Kindertageseinrichtungen freier Träger aus Villingen-Schwenningen in das Bundesprojekt.

Spracherwerb ist der Schlüssel für die Integration in das gesellschaftliche Leben und der Grundstein für den späteren Erfolg in Bildung und Beruf. Studien haben in den letzten Jahren wiederholt gezeigt, dass vor allem fehlende sprachliche Kompetenzen bei Kindern den weiteren Bildungsweg und den Einstieg ins Erwerbsleben erheblich beeinträchtigen können. Betroffen sind vor allem Kinder aus sozial schwachen Familien und mit Migrationshintergrund.

Ziel ist, dass jedes Kind von Anfang an faire Chancen hat. Gute Bildungsangebote in den Kindertageseinrichtungen müssen deshalb so früh wie möglich zur Verfügung stehen. Die ‘Offensive Frühe Chancen‘ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend setzt daher bereits in der frühen Kindheit an und richtet sich an Einrichtungen, die auch Kinder unter drei Jahren betreuen. Sie konzentriert sich dabei auf Kindertageseinrichtungen, die überdurchschnittlich häufig von Kindern mit besonderem Sprachförderbedarf besucht werden.

Mit der Weiterentwicklung von bundesweit rund 4.000 Einrichtungen zu ‘Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration‘ sollen besonders Kinder mit einem hohen Sprachförderbedarf erreicht werden. Insbesondere für Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien soll das Betreuungs- und Bildungsangebot verbessert werden. Ein wesentliches Ziel der ‘Offensive Frühe Chancen‘ ist es, Kindertageseinrichtungen, die die Voraussetzungen erfüllen, gezielt mit zusätzlichen Ressourcen für eine alltagsintegrierte, frühe Sprachförderung auf der Grundlage qualitativer Mindeststandards auszustatten.

Jede ‘Schwerpunkt-Kita Sprache & Integration‘ erhält ein Budget für zusätzliches Fachpersonal in Höhe von 25.000 Euro pro Jahr. Dies schafft den Spielraum, in jeder Einrichtung eine Halbtagsstelle für eine zur Sprachförderung qualifizierte Fachkraft zu schaffen. Darüber hinaus werden erforderliche Sachkosten (Material, Medien, Fortbildungskosten etc.) bezuschusst. Mehrere Kitas, die sich gemeinsam an der Offensive beteiligen wollen, können sich auch zu einem Einrichtungsverbund zusammenschließen. Der Verbund wird mit einem Budget von 50.000 Euro pro Jahr gefördert. Eine Vollzeitstelle für zusätzliche Sprachförderung wird damit ermöglicht. Voraussetzung ist, dass die Ressourcen an einer der beteiligten Einrichtungen gebündelt werden und mit den weiteren beteiligten Einrichtungen eine Kooperationsstruktur vereinbart ist.

Weitere Informationen finden Interessierte auf der eigens eingerichteten Homepage des Bundesministeriums unter www.fruehe-chancen.de. Hier ist auch eine Liste mit allen bundesweit geförderten ‘Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration‘ im Bundesprojekt ‘Offensive Frühe Chancen‘ hinterlegt.

 

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