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Familien können auf Unterstützung bauen

20.02.2018


Babys, vor allem wenn es sich um Mehrlinge handelt, sorgen für viel Arbeit. Die Stadt unterstützt Eltern. (Foto: inarik/fotolia.com)

Die Versorgung von Mehrlingen bedeutet für Familien einen enormen Kraftakt. Der Zeitbedarf für die Eltern kann bei etwa 15 Stunden liegen, was zwei Vollzeitarbeitsplätzen entspricht. Eltern drohen dabei schnell an ihre Belastungsgrenze zu gelangen. Bei manchen Familien entsteht dann der Bedarf an zusätzlicher Unterstützung. Das JuBIS berät Eltern, welche Möglichkeiten der Familie nützlich sein könnten. Eine Lösung kann etwa eine Tagesmutter sein, die in den Haushalt kommt und bei der Betreuung der kleinen Kinder helfen kann. Bis zu vier Stunden greift sie den Eltern werktäglich bei der Versorgung des Nachwuchses unter die Arme. Abends und am Wochenende hat die Familie hingegen Zeit, selbstständig das Familienleben zu gestalten.

Außerdem kann das Amt in enger Zusammenarbeit mit dem Förderverein für Frühgeborene 'Bunter Kreis' bei Bedarf weitere Unterstützung in Form einer stundenweisen Haushaltshilfe für die Zubereitung der Mahlzeiten, das Bewältigen der Wäscheberge, das Einkaufen und für das Saubermachen anbieten. Dies kann den Eltern helfen, selbst Zeit zum Verschnaufen zu finden oder andere wichtige Angelegenheiten zu regeln.

Nach dem ersten Lebensjahr und dem Wegfall des Elterngeldes steht für viele Mütter und Väter der Wiedereinstieg in das Berufsleben an. Im neuen Elternzeitgesetz ist geregelt, dass die Elternzeit mit Bezug von Elterngeld jetzt nur noch einmal für eines der Kinder beantragt werden kann. Ab diesem Zeitpunkt gilt es, für die Kinder eine Tagesbetreuung zu finden. Hier steht das JuBIS den Familien aus VS mit Rat und Tat zur Seite. Die Unterbringung von Mehrlingen stellt auch für die Kindertageseinrichtungen eine gewisse Herausforderung dar. Es bedarf hierfür ausführliche Vorgespräche, um die individuellen Bedürfnisse der Familie abbilden zu können. Auch die Möglichkeit der Unterbringung in einer Großtagespflege in Obhut von Tagesmüttern oder -vätern wird in VS angeboten. Die Tagespflegepersonen in Großtagespflegen werden fachlich von einer Mitarbeiterin des Sachgebietes Kindertagespflege, die sich vor Ort regelmäßig über den alltäglichen Ablauf ein Bild macht, begleitet. So kann gewährleistet werden, dass individuelle Bedarfe in der Betreuung fortlaufend überprüft und auch optimal angepasst werden können.

Kindern, die zusätzliche Unterstützung bei bestimmten Abläufen benötigen, können Angebote auch direkt während der Betreuungszeit ermöglicht werden: Zum Beispiel der Besuch eines Physiotherapeuten, der zur Therapie in die Großtagespflegestelle oder der Kindertageseinrichtung kommt und dadurch die Tagespflegepersonen oder Erzieherinnen und Erzieher anleiten kann. Auf diese Weise können die Pädagogen einige Übungen in ihre täglichen Abläufe integrieren und die Entwicklung so noch besser unterstützen. Immer wieder stehen die Tagespflegepersonen oder Erzieherinnen und Erzieher auch im Alltag hilfreich zur Seite, wenn es beispielsweise um die Begleitung zum Kinderarzt geht.

Das JuBIS arbeitet intensiv daran, dass auch Tagesmütter und -väter durch pädagogisches Fachpersonal eine sichere und zuverlässige Unterstützung erhalten. Denn die Unterbringung von Kindern in der Kindertagespflege stellt eine wichtige Säule in der Kinderbetreuungslandschaft der Stadt Villingen-Schwenningen dar und soll in Zukunft noch weiter verstärkt werden.

Weitere Informationen sind bei Ute Tochtermann-Rottmann, Leiterin der Abteilung
Kindertagesbetreuung, unter Telefon 07721/82-1204 oder per Mail an ute.to-ro@villingen-schwenningen.de erhältlich.

Nr. 18/2018 vom 13.11.2018

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