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Emotionale Bindung steht im Mittelpunkt

29.06.2018


Bei Sachgebietsleiterin Martina Bruhn laufen alle Fäden in diesem Bereich zusammen.

»Dieser Bereich wird von Seiten der Verwaltung weiter verstärkt. Interessierte Frauen und Männer können bei der Volkshochschule einen Qualifizierungskurs absolvieren, den sie zur Erlangung einer Pflegeerlaubnis benötigen. Im Vorfeld können sich Interessierte über die Arbeit als Tagespflegeperson informieren. Der nächste Termin steht bereits am 24. Juli, um 19 Uhr in der Schwenninger Volkshochschule auf dem Programm«, wirbt Martina Bruhn.

Die Arbeit in der Kindertagespflege zeichnet sich durch drei Merkmale aus:

1. Die Kindertagespflege ist individuell und eine höchst persönlich zu erbringende Dienstleistung. Zwischen der Tagesmutter oder dem Tagesvater und dem Kind soll eine Bindung entstehen, damit das Kind von dieser sicheren emotionalen Basis aus seinem angeborenen Entdeckerdrang nachgehen kann. Dies kann vor allem bei Kindern unter drei Jahren eine wichtige Grundlage für den angehenden Bildungsweg sein. Denn Kleinkinder, die schon in den ersten Phasen der Elterntrennung positive Erlebnisse erfahren, haben es in der Folgeentwicklung leichter. »Die Bindung zur Tagesmutter oder zum Tagesvater ist ein wichtiger Aspekt, dem diese dank des niedrigen Betreuungsschlüssels von maximal fünf Kindern optimal gerecht werden können«, erklärt Martina Bruhn, bei der die Fäden für die Vermittlung von Kindertagesplätzen zusammen laufen.

2. Die familienähnlichen Strukturen erleichtern Kindern, die bis zum Alter von drei Jahren voll von der Tagesmutter bzw. Tagesvater betreut werden, den Einstieg in die Fremdbetreuung. Tagesabläufe können individuell auf die Bedürfnisse des Kindes abgestimmt werden und die Kleingruppe ermöglicht einen intensiven Kontakt und Beschäftigungsmöglichkeiten. »Deshalb bietet sich diese Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren besonders gut an«, ist die Sachgebietsleiterin überzeugt.

3. Zeitlich flexibel: Im Rahmen ihrer eigenen Möglichkeiten können Tagesmütter und –Väter flexible Betreuungszeiten anbieten. Dank dieses Angebots können Eltern ihren Beruf und die Kinderbetreuung individuell unter einen Hut bringen. »Manchmal sind auch nur Randzeiten gefragt, selten eine Betreuung am Wochenende. Melden Familien einen Bedarf an, wird zunächst die benötigte Betreuungszeit angeschaut und mit dem Angebot der Tagesmutter abgestimmt. Wenn die 'Chemie' zwischen der Pflegeperson und den Eltern stimmt, steht dem Abschluss eines Betreuungsvertrages nichts mehr im Wege. Oft können Eltern auch unterstützt werden, wenn sie ungewöhnliche Arbeitszeiten haben oder beispielsweise aufgrund einer schweren Erkrankung nicht vollumfänglich verfügbar sind«, berichtet Martina Bruhn.

Frauen oder Männer, die sich für Qualifizierung zur Kindertagespflegeperson interessieren, haben unterschiedliche Möglichkeiten in diesem Bereich tätig zu werden. Die klassische Tagesmutter oder –Vater betreut die Kinder im eigenen Wohnumfeld. »Häufig sehen das vor allem diejenigen als Vorteil, die eigene Familienzeiten organisieren müssen«, so die Erfahrung der Sachgebietsleiterin. Aber auch für Personen, die sich nach der eigenen Erziehungsarbeit beruflich wieder einbringen wollen oder grundsätzlich eine berufliche Veränderung anstreben, eignet sich die Tätigkeit. Die Nachfrage nach Tagesmüttern und –Vätern ist groß. In der Kindertagespflege gibt es auch die Möglichkeit eines Anstellungsverhältnisses, etwa als Kinderfrau in der Familie oder im Team mit anderen Tagesmüttern zusammen in einer Großtagespflegestelle.

Fragen beantwortet die Sachgebietsleiterin Martina Bruhn unter 07721/82-2162 oder per E-Mail an kindertagespflege@villingen-schwenningen.de

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