Aktuelles

SVS begrüßt Stopp der Gasumlage: Die Gasumlage wird nicht erhoben. Die Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH (SVS) ist über die Entscheidung erleichtert. zur Pressemeldung

Die Bundesregierung hat zur Entlastung der Bürgerinnen und Bürger umfangreiche Entlastungen beschlossen, z.B. beim Grundfreibetrag, Arbeitnehmerpauschbetrag, Energiepreispauschale. Überblick über die Entlastungen

mehr erfahren

Gasmangel & Sparmaßnahmen

Nicht zu wissen, was uns in den nächsten Monaten erwartet, verunsichert uns alle. Was wir aber schon jetzt wissen ist, dass wir heute schon unseren Gas- und Energieverbrauch reduzieren können. Zuhause, auf der Arbeit, in öffentlichen Einrichtungen. Wir als Stadtverwaltung werden einiges dazu beitragen. Aber ohne Sie geht es nicht, es braucht ein Mitwirken aller für diese herausfordernde Zeit. Wir sparen, sparen Sie bitte mit!

Ihr Jürgen Roth, Oberbürgermeister

Energiesparverordnungen des Bundes

Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich die Lage auf den Energiemärkten verschärft. Es kam seither zu Reduzierungen der Gasimportmengen von russischen Lieferanten nach Deutschland. Die Bundesregierung rechnet mit weiteren Reduzierungen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat bereits am 30. März 2022 die Frühwarnstufe und am 23. Juni 2022 die Alarmstufe ausgerufen.

Ende August hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz zwei Energiesparverordnungen erlassen, die zum 1. September und 1. Oktober umgesetzt werden müssen. Sie beinhalten kurz- und mittelfristige Maßnahmen zur Energieeinsparung. Sie haben zum Ziel, Energie einzusparen für die kommende und die übernächste Heizperiode und im Ernstfall besser versorgt zu sein. Sie gelten für öffentliche Einrichtungen, für Unternehmen und auch für Privathaushalte.

Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über kurzfristig wirksame Maßnahmen (EnSikuMaV)

Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung über mittelfristig wirksame Maßnahmen (EnSimiMaV)

Was macht die Stadt bereits?

Bereits seit Juli befasst sich ein Krisenstab bei der Stadtverwaltung mit allen Themen rund um die Alarmstufe des Gas-Notfallplans. Zahlreiche Mitarbeiter aus verschiedenen Fachbereichen tagen regelmäßig, beraten zur Gasmangellage und handeln. Sie bereiten auch einen Stufenplan vor und werden die Öffentlichkeit und Bürgerschaft regelmäßig informieren.

Straßenbeleuchtung: Einen richtig großen Batzen an Energie und Kosten spart die Stadt bereits bei den 14.000 Straßenlaternen, seit diese in den Jahren 2017 bis 2019 um LED umgerüstet wurden. So wurde der Energieverbrauch um 70 % (= um 2.927.839,88 KWh/Jahr) reduziert. Die intelligenten Leuchten der Firma Hess reduzieren ihre Leistung in drei Stufen (100%, 70% und ca. 30% Leuchtkraft). 

Beleuchtung von Gebäuden: In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken (SVS) werden ab Donnerstagabend, 1. September, Sehenswürdigkeiten wie das Riettor, die Stadtmauer, der Romäusturm, die Rathäuser oder die Lichtkunst an der Neckarhalle nicht mehr beleuchtet. Gleichermaßen wird derzeit noch geprüft, welche weiteren Gebäude nicht mehr angestrahlt werden sollen und wie man mit der Weihnachtsbeleuchtung umgehen wird oder auch ob bestimmte Ampelanlagen nachts abgeschalten werden können.

Städtische Gebäude: Zur Stadtverwaltung gehören mehr als 250 Objekte (Verwaltungsgebäude, Brunnen, Schulen, Sporthallen, etc.). Zu den verbrauchsstärksten gehören 66 Gebäude, die für über 90% des kommunalen Stromverbrauchs, der -kosten und der CO2-Emissionen verantwortlich sind. Hier liegen auch viele Heizungen, deren Wartung und Optimierung standardmäßig läuft. Sobald die Heizperiode beginnt, gibt es über die Bundesverordnung klare Regelungen: Flure und Eingangshallen werden nicht mehr beheizt und in Büros darf die Lufttemperatur höchstens auf die 19 Grad geheizt werden. Die Absenkung der Raumtemperatur um 1 Grad Celsius kann bis zu 6 Prozent an Heizkosten sparen – auch zuhause. Daneben werden die städtischen Hausmeister geschult und Thermostate beschafft.
Ausnahmen gelten für Schulen, Kitas und medizinische Einrichtungen.

Schwimmbäder: Die Bäder in Villingen-Schwenningen haben bereits einige Maßnahmen umgesetzt, wie die Absenkungen der Wassertemperatur im Nichtschwimmer- wie Schwimmerbecken sowie in den Whirlpools. Die Verordnung besagt auch, dass Schwimmbecken oder Pools in privaten Gärten ab 1. September nicht mehr mit Strom aus dem Stromnetz oder Gas beheizt werden dürfen.  

Der Krisenstab arbeitet derzeit noch folgende Bereiche und mögliche Einsparungen aus:

  • verlängerte Schließzeiten oder eine Ausweitung von Homeoffice
  • Betrieb von Sporthallen (in Ferienzeiten) hinsichtlich Heizung und Duschen
  • Beschränkung der Warmwassertemperatur, v.a. zum Händewaschen
  • Nutzung der Fluchtlichtanlagen bzw. Zusammenfassung von Sportnutzungen in einem Zeitplan
  • Ampelanlagen
  • Umgang mit den Eisbahnen in der Helios Arena
  • frühzeitiges Abschalten der Brunnen und Bächle

 

Hinweise und Tipps von unserem Amt für Feuerwehr, Brand- und Zivilschutz

Bei einer möglichen Gasmangellage aufgrund der aktuellen Situation denken Sie evtl. über Alternativen zu normalen Heizkörpern nach. Wir möchten Ihnen einige Tipps an die Hand geben, damit Sie den Winter auch unter Nutzung alternativer Heizmethoden ohne weitere Schäden überstehen!

Richtig und sicher heizen:

  • Vermeiden Sie offenes Feuer in Ihrer Wohnung / Ihrem Haus. Die durch unvollständige Verbrennung entstehenden Gase sind lebensgefährlich.
  • Ihr Kamin sollte regelmäßig von einem Kaminfeger überprüft werden.
  • Lagern Sie Ihr Brennmaterial nicht zu nahe am Ofen.
  • Heiße Asche nicht in Mülltonnen kippen, sondern in entsprechend feuerfeste Gefäße/Eimer aufbewahren, bis diese vollständig (mind. zwei Tage) abgekühlt sind.
  • Gasheizstrahler/-lüfter dürfen nicht in geschlossenen Räumen betrieben werden! Achtung: Erstickungsgefahr!
  • Verwenden Sie einen Heizlüfter, so stellen Sie diese in ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen auf. Dies gilt für jegliche elektrische Heizgeräte. Achten Sie auch auf die entsprechenden Herstellerangaben!
  • Achten Sie auf die Überhitzung der Geräte und legen Sie keine Gegenstände/Kleidung etc. zum Trocknen auf die Heizlüfter.
  • Achten Sie auch bei Konvektoren/elektr. Heizgeräten auf ausreichend Abstand zu brennbaren Gegenständen.
  • Eine Überlastung der Steckdosen durch zu viele Gerätschaften ist zu vermeiden. Die Aneinanderreihung von Mehrfachsteckdosen kann den Umstand begünstigen.
  • Heizungsanlagen sind regelmäßig zu warten. Auch provisorische Feuerstätten sind fachmännisch aufzustellen.

Damit auch nach der Heizperiode keine Schäden entstehen, geben wir Ihnen folgende Tipps:

  • Drehen Sie Heizkörper nicht ganz ab, sondern wählen Sie mindestens die "Frostfrei" Einstellung (stilisierte Schneeflocke/Stern).
  • Sofern möglich, entleeren Sie Wasserleitungen in unbeheizten Räumen. Ansonsten können Frostwächter helfen.
  • Sollten dennoch Leitungen eingefroren sein, sollte das "Auftauen" der Leitungen schonend erfolgen, z. B. durch Heißluftgebläse, Fön etc. Nicht zu verwenden sind Bunsenbrenner, Lötkolben oder ähnliches.

Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ein Brand entstehen, wählen Sie sofort den Notruf 112 und versuchen Sie, alle im Haus befindlichen Personen zu alarmieren!

Nichts wäre einfacher, als Wärme mit einem offenen Feuer, z.B. aus Holz oder Papier, zu erzeugen. Aufgrund unvollständiger Verbrennungsvorgänge entstehen giftige Gase, u.a. Kohlenmonoxid (CO), welche auf den menschlichen Organismus toxisch wirken und in kürzester Zeit zum Tode führen.

Verbrennt man zudem Stoffe wie beschichtete/lackierte Möbelhölzer oder Kunststoffe, entstehen weitere, ebenfalls toxische Verbrennungsprodukte, wie z.B. Chlor (Cl) oder Dioxine (PCDD, PCDF).

Durch einen möglichen Funkenflug können auch naheliegende Materialien in Brand geraten. Die Gefahr einer Brandausbreitung ist zu beachten.

Bei einem Kohlefeuer handelt sich i.d.R. um eine vollständige Verbrennung, sofern ausreichend Sauerstoff zur Verfügung steht.

Auch wenn die Kohlen durchglühen und augenscheinlich keine Gefährdung von dieser auszugehen scheint, besteht die Gefahr zu ersticken. Die Kohle entzieht der Umgebung Sauerstoff und reichert diese in gleichem Maße mit Kohlenstoffdioxid an.

Die Folge hieraus ist eine Erhöhung der Atemfrequenz bis hin zur Bewusstlosigkeit und dem daraus resultierenden Atemstillstand.

Generell ist bei Verwendung von Kerzen darauf zu achten, dass es sich hier um eine offene Flamme (Kerzenflamme) handelt. Es bestehen die Gefahren einer unbeabsichtigten Brandweiterleitung/ -entstehung durch z. B. brennbare Untergründe oder angrenzende Dekorationen, Vorhänge etc. Ein unbeabsichtigtes Umstoßen der Kerzen kann womöglich einen Brand verursachen. Daher sollten Kerzen generell nie ohne Aufsicht oder während des Schlafens brennen.

Eine sichere Verwendung von Kerzen ist gewährleistet, wenn ein feuerfestes Gefäß (z. B. Glas) genutzt wird. Wie bei allen Verbrennungen entziehen auch Kerzen der Umgebungsluft Sauerstoff und reichern diese mit Kohlenstoffdioxid an. Bei normaler Nutzung von Kerzen ist dies unbedenklich, jedoch bei massiv erhöhter Anzahl von Kerzen kann dann auch eine Erstickungsgefahr bestehen.

Gasheizer

Bei Verwendung eines Heizstrahlers oder Gasofens besteht ähnliche Gefahr wie bei dem Kohlefeuer.

Auch die Gasflamme entzieht der Umgebung Sauerstoff und reichert diese mit Kohlenstoffdioxid an. Die Brandentstehung durch z. B. auf dem Gasofen abgelegten Gegenständen (z. B. Textilien) ist ebenfalls nicht zu unterschätzen. Generell gilt auch hier nicht ohne Aufsicht betreiben:

Elektroheizer

Elektrische Heizungen benötigen in der Regel eine hohe Stromleistung. Wenn die elektrischen Zuleitungen hierfür nicht ausgelegt sind, führt dies zu einer Überlastung der Stromleitungen.

Im besten Fall springt die Sicherung heraus. Im schlechtesten Fall kommt es zu einem Kabelbrand.

Schließen sie daher nicht zu viele elektrische Heizgeräte an eine einzige Steckdose an. Bei Verwendung von Mehrfachsteckdosen ist eine Überhitzung und eine Aneinanderreihung mehrerer Mehrfachstecker zu vermeiden. Zusätzlich ist darauf zu achten, dass nicht zu viele "große" elektrische Verbraucher, wie z.B. Kühlschrank, Gefriertruhe, an eine Mehrfachsteckdose angesteckt werden.  

Prüfen sie ihre Steckverbindung regelmäßig, kommt es an der Steckdose zu Verformungen des Kunststoffs, halten sie Rücksprache mit ihrem Elektriker. Achten sie auf ungewohnte Schmorgerüche bei der Benutzung.

Lassen Sie alle ihre Öfen von einem Fachmann anschließen und nach geltenden gesetzlichen Bestimmungen abnehmen. Nur dann kann die Sicherheit der Nutzung garantiert werden.

Durch nicht fachgerecht installierte Öfen oder fehlerhafte Ofenrohre und die daraus resultierenden giftigen Verbrennungsgase kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Bränden oder Personenschäden.

Wenn ein bereits bestehender Ofen seit Jahren nicht mehr in Nutzung war, sollte eine Funktionsprüfung vor Inbetriebnahme erfolgen.

  • schließt die Ofentür richtig
  • ist der Zug noch funktionsfähig
  • ist das Kamin-/Ofenrohr frei durchgängig

Es empfiehlt sich, eine Abnahme vor einer erneuten Nutzung von einem Fachmann durchführen zu lassen.
Wurde der Ofen von einem Schornsteinfeger "außer Betrieb" gesetzt, gilt es die wieder Inbetriebnahme bei diesem zu beantragen.

Stadtwerke SVS beantworten die wichtigsten Fragen für ihre Kunden

"Der Krieg in der Ukraine hat weitreichende Folgen, gerade auch für uns als Ihren Energieversorger. Und natürlich hat die derzeitige Krise auf den Energiemärkten auch Auswirkungen auf Sie als unseren Kunden. Wir wollen Ihnen Transparenz bieten, gerade auch in unsicheren Zeiten. Wir wollen Ihnen die Infos an die Hand geben, die für Sie in der aktuellen Situation am Wichtigsten sind. Und wir wollen Ihnen einen Überblick bieten über die neuen staatlichen Umlagen, die ab Oktober 2022 zu einer deutlichen Mehrbelastung für alle Haushalte mit einer Erdgasheizung führen werden und die wir an Sie Eins-zu-eins weiterberechnen."

FAQs zur aktuellen Situation rund um das Thema Erdgas

Energiespartipps der SVS für zuhause, fürs Büro und für die Freizeit

Die privaten Haushalte verbrauchen rund ein Viertel des Stroms in Deutschland. Einsparpotentiale gibt es bei den alltäglichen Dingen im Haushalt, aber auch im Büro und in der Freizeit.

zu den besten Tipps & Infos

Energiesparen: Tipps vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz