Zensus 2022: Bald starten die Interviews

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Von 15. Mai bis Ende Juli werden die Einwohnerinnen und Einwohner der Doppelstadt Villingen-Schwenningen für den Zensus 2022 befragt. Der Zensus findet zeitgleich alle zehn Jahre in allen deutschen Städten und Gemeinden statt und wurde vergangenes Jahr aufgrund der Corona-Pandemie in das Jahr 2022 verschoben. Der Zensus 2022 ist eine registergestützte Bevölkerungszählung, die durch eine Stichprobe ergänzt und mit einer Gebäude- und Wohnungszählung kombiniert wird. Grundlage hierfür sind die Einwohnermelderegister. Damit verlässliche Basiszahlen für Entscheidungen, wie beispielsweise die Einteilung von Wahlkreisen, der Bau von Schulen und Kindertagesstätten vorliegen, ist eine regelmäßige Kontrolle der Bevölkerungszahl notwendig. Für die in der Stichprobe zufällig ausgewählten, zu befragenden Personen besteht beim Zensus eine gesetzliche Auskunftspflicht.

Um die Interviews persönlich vor Ort durchzuführen, werden in Villingen-Schwenningen und den angrenzenden Gemeinden über 80 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte so kontaktarm wie möglich unterwegs sein. Die Befragungen können mit genügend Abstand an der Tür oder im Flur erfolgen. Somit ist ein Betreten der Wohnung oder des Hauses der Auskunftsperson durch die erhebende Person nicht notwendig. Alle Erhebungsbeauftragten wurden für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit von der Zensus-Erhebungsstelle sorgfältig ausgewählt, umfassend geschult sowie auf Verschwiegenheit verpflichtet. Sie kündigen den Befragungstermin im Vorfeld postalisch an und können ihren ehrenamtlichen Einsatz bei den Auskunftspersonen mit einem offiziellen Ausweis belegen. Bevor die Zensus-Befragungen starten, führen die Erhebungsbeauftragten Anfang Mai eine Vorbegehung der zu befragenden Adressen durch, um diese auf ihre Existenz zu prüfen.

Die ab 15.Mai beginnenden Zensus-Befragungen unterteilen sich in eine sogenannte Ziel 1 und eine Ziel 2 Befragung. Bei der Ziel 1 Befragung wird in einem persönlichen Interview die Existenz der Personen festgestellt. Hierbei werden alle an der Anschrift wohnhaften Personen befragt. Normalweise dauern diese Interviews nicht länger als 5-10 Minuten pro Haushalt. Im Anschluss an das Interview erhalten die auskunftspflichtigen Personen einen Online-Zugangscode, mit deren Hilfe sie die Ziel 2 Befragung selbstständig durchführen können. Auskunftspflichtige Personen, die keinen Internetzugang besitzen, haben die Möglichkeit die Fragen mit Hilfe eines Papierfragebogens zu beantworten und diesen dann in einem frankierten Rückumschlag an die Erhebungsstelle zurückzuschicken.

Zusätzlich gibt es eine Erhebung an allen Anschriften mit Sonderbereichen sowie eine Gebäude- und Wohnungszählung bei allen Eigentümerinnen und Eigentümern. Zu den Sonderbereichen zählen beispielsweise Wohnheime für Studierende und Gemeinschaftsunterkünfte wie Altenheime. Die Befragung an den Wohnheimen läuft grundsätzlich wie die Haushaltsbefragung ab, mit dem Unterschied, dass in Wohnheimen eine Vollerhebung stattfindet.

Die Zensusdaten unterliegen der statistischen Geheimhaltung und werden ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Durch das sogenannte Rückspielverbot ist es gesetzlich untersagt, dass die gewonnenen Zensus-Befragungsdaten an andere Verwaltungseinheiten, wie die Bürgerdienste oder das Jobcenter, weitergegeben werden. Außerdem werden die persönlichen Daten nach dem Grundprinzip der amtlichen Statistik zum frühestmöglichen Zeitpunkt gelöscht. Außerdem sind keine Rückschlüsse auf Einzelfälle möglich. Die Zensusergebnisse werden vermutlich bis Ende 2023 ausgewertet sein und veröffentlicht werden.

Bei Fragen können sich Bürgerinnen und Bürger gerne an die städtische Erhebungsstelle wenden. Sie erreichen diese per Mail zensus2022@~@villingen-schwenningen.de oder unter der Telefonnummer 07720 / 82-2816. Weitere Informationen zum Zensus oder auch auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes (www.zensus2022.de) oder auf Twitter (https://twitter.com/zensus2022).

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