US-Generalkonsul Scharpf zu Gast in Villingen-Schwenningen

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Von Frankfurt nach Villingen-Schwenningen war vergangene Woche US-Generalkonsul Norman Thatcher Scharpf aus Anlass der Transatlantic Innovation Week gereist, in der es um transatlantische Zusammenarbeit in Wirtschaft und Innovation geht. Neben Oberbürgermeister Jürgen Roth und seinem Persönlichen Referenten Felix Cramer von Clausbruch empfingen ihn und seine Mitarbeiter die Stadträte Klaus Martin, Joachim von Mirbach, Edgar Schurr und Frank Bonath im Alten Rathaus Villingen.

Der Generalkonsul hat durch seine Familiengeschichte im 19. Jahrhundert Verbindungen nach Deutschland und insbesondere zu Baden-Württemberg, und so freute er sich außerordentlich über seinen Besuch in der Region. Drei von Thatchers vier Großeltern waren die Enkelkinder von Deutschen, die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts von Hessen und Baden-Württemberg in die USA auswanderten. "Es ist eine sehr persönliche Ehre für mich, die USA in Baden-Württemberg vertreten zu dürfen", machte der Generalkonsul deutlich.

"Ich möchte vor Ort mehr über die politische und wirtschaftliche Situation erfahren", erklärte Scharpf die Beweggründe für seinen Besuch. Neben Deutsch spricht vier weitere Fremdsprachen. Zwei Mal im Monat ist er außerhalb seines regulären Dienstsitzes in Frankfurt unterwegs und besucht Städte und Institutionen. Gerade im 50. Jubiläumsjahr den Berufsdiplomaten in "The Länd Town" begrüßen zu dürfen, freute die VS-Vertreter sehr. "Wir haben hier im Oberzentrum große Unternehmen wie Continental, Maico, Helios und Isgus mit Dependancen in den USA. Da sind wir natürlich stolz drauf. Es wäre schön, die Zusammenarbeit mit Ihnen zu intensivieren", sagte Jürgen Roth. Großes Thema in der Gesprächsrunde mit den VS-Lokalpolitikern war der Krieg in der Ukraine und die globale wirtschaftliche Lage. "Wir müssen für die Demokratie einstehen", sagte Norman Thatcher Scharpf abschließend dazu.

Wie einmalig Villingen-Schwenningen ist, konnte der US-Generalkonsul bei einer kurzen Stadtführung mit Elizabeth Bowman-Residori erfahren. Bei einem Rundgang durch die Villinger Innenstadt berichtete sie über allerhand Historisches und Wissenswertes. Großes Highlight war für alle Teilnehmer ein Besuch in der Benediktinerkirche. Scharpf ist musikbegeistert und durfte unter Anleitung von Münster- und Bezirkskantor Roman Laub sogar die Silbermann-Orgel spielen.

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