Theater am Ring: Großartige Erlebnisse im "Ersten"

Eine Gruppe von Puppenspielern in gewebten Kostümen sitzt auf einem weißen Sofa, umgeben von üppiger Dschungelvegetation. Die Puppen haben ausgeprägte Gesichter und unterschiedliche Outfits, während einige Personen im Hintergrund Aktivitäten ausführen. Die Szene strahlt eine kreative, verspielte Atmosphäre aus.
Familie Flöz © Miorelli Kressin

In der Schauspielreihe (Abo I) präsentiert das Theater am Ring sechs eindrucksvolle Produktionen, die das Publikum mit fesselnden Geschichten, herausragender Schauspielkunst und abwechslungsreicher Themenvielfalt begeistern werden. 

Den Auftakt macht am 30. Oktober 2025 "Meisterklasse Maria Callas", in einer Produktion des Volkstheaters Wien. Andrea Eckert verkörpert die legendäre Operndiva in Terrence McNallys vielfach ausgezeichneter Hommage an die Kunst, das auf der historischen Meisterklasse von 1971 basiert. 

Die Callas gibt ihr Wissen mit unbarmherziger Leidenschaft an junge Gesangstalente weiter und öffnet dabei zugleich ein Fenster in ihr bewegtes Innenleben. 

Die Inszenierung mit Andrea Eckert als ungnädige, verletzliche Diva hat längst Sonderstatus: Allein am Wiener Volkstheater sahen sie rekordverdächtige 170.000 Besucher/innen im Laufe von zwölf Jahren. 

Am 22. November 2025 folgt das neue Justizdrama "Sie sagt. Er sagt." von Ferdinand von Schirach. Die Aussage einer TV-Moderatorin steht gegen die ihres ehemaligen Lebenspartners – sie spricht von Vergewaltigung, er von einvernehmlichem Sex. 

In einem emotional aufgeladenen Gerichtsprozess werden aktuelle Debatten der MeToo-Bewegung lebendig und zentrale Grundsätze unseres Rechtsstaats hinterfragt. 

Eines der bedeutendsten Werke der amerikanischen Theaterliteratur, "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" steht am 28. Januar 2026 auf dem Spielplan. Edward Albees scharfsinniges Ehedrama zeigt ein akademisches Ehepaar, das in einer Nacht der Offenbarungen seine eigenen Enttäuschungen und Illusionen auf zwei ahnungslose Gäste projiziert. Schonungslos, intensiv und mit schwarzem Humor führt das Stück in die Abgründe menschlicher Beziehungen. 

Nicht weniger eindrucksvoll geht es am 19. März 2026 weiter, wenn die international gefeierte Maskencompagnie "Familie Flöz" mit "Hokuspokus" zu Gast ist. In dieser wortlosen Erzählung wird die Geschichte des Lebens – von der Schöpfung bis zur Auflösung – durch Masken, Projektionen, Musik und Körpersprache auf brillante Weise lebendig. 

Ein poetischer Bilderreigen voller Witz, Schmerz und Menschlichkeit entfaltet sich. 

Am 21. April 2026 kommt "Der Club der toten Dichter“ nach dem berühmten Film mit Robin Williams auf die Bühne – in einer gefeierten Inszenierung des Altonaer Theaters, Hamburg. Die inspirierende Geschichte des unkonventionellen Lehrers John Keating, der seine Schüler ermutigt, ihre eigene Stimme zu finden, ist ein leidenschaftliches Plädoyer für Individualität, Kreativität und Mut. 

Den Abschluss der Schauspiel-Reihe bildet am 17. Juni 2026 "Moby Dick" in einer packenden und preisgekrönten Schauspielbearbeitung des literarischen Klassikers von Herman Melville. In kraftvollen Bildern und mit philosophischem Tiefgang wird die obsessive Jagd von Kapitän Ahab nach dem weißen Wal erzählt – eine Reise zu den Grundfragen menschlicher Existenz und eine Reflexion über Macht, Natur und Wahnsinn. 

Buchungen für das Abo I sind im Abo-Büro im Amt für Kultur, Tel. 07721 82-2312 oder per E-Mail tickets@~@villingen-schwenningen.de möglich. 

Wahlabo-Bestellungen werden bereits entgegengenommen. Direkte Wahlabo-Buchungen sind ab Montag, dem 4. August 2025 möglich. Karten im freien Verkauf sind ab Montag, dem 25. August 2025 erhältlich. 

Das neue Spielzeitbuch liegt an den Vorverkaufsstellen aus und wird auf Wunsch auch gerne zugesandt.

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