Freie Fahrt beim Neuen Markt: Kreisverkehrbau schneller und billiger

Drohnenaufnahme des Kreisverkehrs von oben.

Der Kreisverkehr Querspange Neuer Markt ist der zentrale Knotenpunkt zum Anschluss der umliegenden Gewerbegebiete an die B523 und weist eine zunehmende Verkehrsbelastung insbesondere durch Schwerlastverkehr auf. Diese Belastung hatte deutliche Spuren wie Risse, Verdrückungen und kaputte Ränder hinterlassen. Durch weitere Aufsiedlung in den bestehenden Gewerbegebieten und Erweiterungen in der Salzgrube sowie durch den langfristigen Anschluss des Baugebietes Lämmlisgrund an den Nordring, wird die Verkehrsbelastung weiter steigen.

Deshalb wurde der schadhafte Kreisverkehr im Bereich B523 und Neuem Markt mit Asphaltfahrbahn seit April in einen Kreisverkehr mit Betonfahrflächen umgebaut. Betonfahrbahnen in Kreisverkehren sind zweckmäßig und dauerhafter bei dauerhaft hoher Verkehrsbelastung. In Villingen-Schwenningen ist dies der erste Kreisverkehr in Betonbauweise. Im Zuge der Maßnahme wurde zudem im Bereich des neuen Kreisverkehrs ein Entwässerungskanal zur Oberflächenentwässerung des Gewerbegebiets Nunnensteig gebaut.

Für rund 1,5 Millionen Euro wurden 2.000 m² Betonfläche (entspricht: 560 m³ Beton) und 2.200 m² Asphaltfläche überbaut, außerdem wurden 1.300 m Bordsteine verlegt. "Aufgrund der trockenen Wetterbedingungen und der Vollsperrung können wir die Baustelle schon heute Nachmittag, und damit fast 2,5 Monate früher als geplant, beenden. Das ist natürlich auch allen beteiligten Planungsbüros und Baufirmen zu verdanken", so Bürgermeister Detlev Bührer. Im Laufe des heutigen Nachmittags, 22. September, wird der Betonkreisverkehr geöffnet. "Ich freue mich außerdem berichten zu können, dass wir die Baumaßnahme nach aktueller Einschätzung mindestens rund 300.000 Euro günstiger als geplant abschließen können", so Bührer. Geplant wurde die Baumaßnahme von Breinlinger Ingenieure Hoch- und Tiefbau GmbH, ausgeführt von der Firma Stumpp. Die Grüngestaltung plante das Büro k3 Landschaftsarchitektur, gepflanzt haben Mitarbeiter von der Firma Gartengestaltung Späth.

Nach sechs Monaten Baustelle und Umleitung können die Mitarbeiter des verantwortlichen Grünflächen- und Tiefbauamtes berichten, dass es zu keinen wesentlichen Stauungen gekommen ist und der Verkehrsfluss mit über 14.000 Fahrzeugen pro Tag gewährleistet werden konnte. "Auch in Sachen Nachhaltigkeit können wir punkten, da wir Asphalt-Recyclingmaterial eingebaut haben, welches sortenrein in einem Arbeitsgang mit dem darüber liegenden Asphaltbelag ausgebaut werden konnte und wieder in Stoffkreislauf geführt wird", zeigt sich der Bürgermeister zufrieden.

Weniger erfreulich hingegen sind die Erfahrungen mit so manchen Autofahrern. Neben einem sinkenden Verständnis für Baumaßnahmen bei gleichzeitiger Kritik über die VS-Straßenzustände werden Umleitungen und Sperrungen missachtet. Am Neuen Markt kam es täglich zu Missachtungen von Beschilderungen und Vollsperrungen. "Schilder wurden eigenmächtig versetzt, beschädigt oder gestohlen. Das ärgert uns sehr, aber auch für viele, gerade ältere Verkehrsteilnehmer, kann und wurde dies zum Problem, da sie die Beschilderungen teilweise nicht mehr erkennen konnten und damit nicht nur sich, sondern auch die Bauarbeiter gefährdet haben", appelliert Bührer für gegenseitiges Verständnis.

Im unmittelbaren Bereich des neuen Kreisverkehrs wurden ebenfalls Querungshilfen für eine sichere Fußwegverbindung gebaut. Auch die neu errichtete behindertengerechte Bushaltestelle auf Höhe Druckzentrum "Auf Herdenen" kann jetzt besser erreicht werden, hier wurden Gehwege ausgebaut. Verbaut wurden zudem Blindenleitsysteme über den Fahrbahnteiler und an der Haltestelle. Die Vegetationsfläche im Innenbereich des Kreisverkehrs wurde neugestaltet und mit einer Bepflanzung aufgewertet. Der Rückbau der Umleitungsstrecke beginnt im Oktober, sodass keine Belastung des Verkehrsflusses auf dem neuen Kreisel entsteht.

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