Villingen-Schwenningen

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Willi Dorn Mahnmal

Willi Dorn, Mahnmal; Fotografie: Brotz-Studios Christoph Brotz VS

Willi Dorn
Mahnmal
Gneis, Bronze
1967

Ort: Kaiserring, Ecke Paradiesgasse, Villingen

Die Folgen von Nationalsozialismus und Krieg waren Flucht und Vertreibung. Zur Erinnerung an ehemals auch von Deutschen besiedelten Gebiete im Osten Europas.

 

Biografie

1916-1995
1936-1937 Holzbildhauerschule München
1938 Akademie für Angewandte Kunst bei Prof. Josef Henselmann
1939-1941 Akademie für Angewandte Kunst bei Prof. Richard Berndl
lebte und arbeitete in St. Georgen

Der Künstler Willi Dorn

Willi Dorn wurde am 22. April 1916 in Pfronten-Ried im Allgäu geboren, besuchte dort die Schule und erlernte danach das Schreinerhandwerk. Ab 1936 besuchte er die Holzbildhauerschule in München, wechselte dann in die Bildhauerklasse an der Akademie für Angewandte Kunst und ergänzte sein Studium ab 1939 durch den Besuch der Architekturklasse. Nach Kriegsdienst und Gefangenschaft ließ sich Willi Dorn 1945 zunächst in Villingen nieder, richtete sich in einer alten Schreinerwerkstatt ein und schuf erste plastische Arbeiten in Holz, Keramik, Metall und insbesondere immer wieder Skulpturen aus Bronze. Ausstellungen im süddeutschen Raum und im angrenzenden Ausland machten ihn bekannt und verhalfen ihm zu einem treuen Kundenkreis. Arbeiten für den öffentlichen Raum wie Brunnen, Wasserspiele, Wandkeramiken und die Gestaltung von Gedenkstätten zeigten die Vielfalt seiner künstlerischen Möglichkeiten. Ein besonders eindrucksvolles Zeugnis ist der Brunnen vor dem St.Georgener Rathaus, der an eine steingewordene Schwarzwaldtanne erinnert. Nach St. Georgen im Schwarzwald war Willi Dorn 1954 gezogen, hier hatte er 1949 geheiratet und hier verstarb er 79jährig am 27. März 1995.

Eine Reihe in Form und Material sehr unterschiedlicher Kunstwerke in Villingen erinnern an Willi Dorn. Hier eine Auswahl:
ein Figurenpaar an der heutigen Sparkasse Schwarzwald-Baar (1954),
der 'Schillerstein' am Riettor (1955),
ein farbiges Mosaik an der Außenwand des Villinger Krankenhauses (1958 – Es wurde beim Abriss des Gebäudes 2015 zerstört),
eine 'Dornenkrone' aus geschweißten Messingblechplatten als Gedenkstätte für die Heimatvertriebenen (1966),
die Wandgestaltung – ein Netz aus Messingdraht – im Staatlichen Vermessungsamt Villingen (1968)

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