Villingen-Schwenningen

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Axel F. Otterbach Muslenbrunnen

Axel F. Otterbach, Muslenbrunnen, 1995

Axel F. Otterbach

Muslenbrunnen, 1995
Carrara-Marmor

Ort: Muslenplatz, Stadtbezirk Schwenningen

 

 

Biografie

1948 geboren in Isny / Allgäu
1965 - 1969  Ausbildung zum Bildhauer in München Steinbildhauerlehre Fachschule für Kunsthandwerk und Gestaltung
1973 -1976  Ausbildung zum Restaurator in Ulm
1979  Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg für Florenz und Carrara/Italien bei Prof. Carlo Nicoli
bis 1998 langfristige Arbeitsaufenthalte in Carrara/Italien
1998 - 2000  Dozent für Bildhauerei an der Freien Kunstakademie Mühlhofen/Bodensee
2000  Gründung der heutigen bildhauer-atelier-schule in Bad Waldsee/Osterhofen
seit 1978  Mitglied beim Verband Bildender Künstler, Mitglied beim Künstlerbund Baden-Württemberg e. V.
seit 1986  Betreuung und Leitung der Städtischen Galerie Bad Waldsee
seit 2000 Dozent für dreidimensionales Gestalten an der Akademie für Gestaltung der HWK Ulm
viele Einzelausstellungen und Beteiligungen im In- und Ausland
zahlreiche internationale Bildhauersymposien
viele Arbeiten im privaten, öffentlichen und kirchlichen Raum
mehrere Publikationen (Kataloge, Filme, etc.)

Muslenbrunnen als Bild der Zeit

"Eine, wie schwebend, runde, Scheibe passt sich durch ihre schalenförmige Ausarbeitung der topografischen Gegebenheit des Platzes an. Die Rundform mit ihren zwölf Segmenten, verbunden mit Stahlrinnen, erinnert an ein riesiges Ziffernblatt. Durch wiederum zwölf Düsen (in den Rinnen angebracht), die sich nach einem gewissen Zeittakt einzeln zuschalten, läuft das Wasser über die Rinnen auf die Mitte der Anlage zu. Dort wird es in einem Graben, der als Quadrat ausgebildet ist, aufgefangen. Auf einer etwas erhabenen Fläche stehen zwölf, sich nach oben verjüngende Skulpturen. Sie erwecken den Eindruck als ob sie von einem Stück abgebrochen wären - zusammengehörend und doch individuell". Diese Beschreibung des Muslenbrunnens stammt aus der Feder des Bildhauers Axel F. Otterbach. Die Vorstellung seines Modells im Wettbewerb überzeugte die Preisjury und den Gemeinderat der Stadt Villingen-Schwenningen.

Die Brunnenanlage verweist in ihrer Form und in der Wasserführung auf den unendlichen Lauf der Zeit. Über einem Quadrat sind zwölf Skulpturen aufgerichtet, wobei jeder Stein mit einer Art Skala gekennzeichnet ist. Symbolisch ist für jede Stunde ein anderer 'Impuls' gesetzt. Im Uhrzeigersinn schalten sich die Wasserdüsen zu und wenn aus allen zwölf Düsen Wasser strömt und das Becken gefüllt ist, wird der Zufluss – als wenn die Zeit für einen Moment still stände – urplötzlich unterbrochen. Mit einem hörbaren Geräusch, einem Ausatmen gleich, fließt das Wasser nun ab und der Kreislauf beginnt von vorne... .

Der Muslenbrunnen, am 1. Juli 1995 während es Europafestes der Bürgerschaft feierlich übergeben, bildete den Abschluss der Muslenplatzsanierung. Mit seinem hellen Marmor und den polierten Metallrinnen ist das zeitgenössische Kunstwerk zum Mittelpunkt der neugestalteten Stadtmitte von Schwenningen geworden. Sein breiter Beckenrand lädt die Besucherinnen und Besucher zum Verweilen und zum Gespräch ein und mit dem im sogenannten 'Hahnenschwanz' herausströmenden Wasser spielen zahllose Kinderhände.

Text: Wendelin Renn, aus dem Leporello 'Muslenbrunnen von Axel F. Otterbach', ISBN: 3-927987-38-7

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'Kunst am Weg' Herausgegeben vom Kunstverein Villingen-Schwenningen e. V.

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