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Joseph Beuys 'Pflanze, Tier und Mensch' (28.10.2000 - 28.01.2001)

Die Ausstellung 'Joseph Beuys-Pflanze, Tier und Mensch' mit mehr als 150 Arbeiten präsentierte Motive in seinem Werk, die alle Schaffensphasen des großen Künstlers durchdringen. Dabei geben die zu diesem Thema erstmals gezeigten Bleistiftzeichnungen, Wasserfarbenblätter, Collagen und plastischen Arbeiten aus der Sammlung van der Grinten im Museum Schloss Moyland einen umfassenden Einblick in die einzigartige Gestaltungskraft und das komplexe Bilddenken von Joseph Beuys. In seinen geheimnisvollen, gleichwohl hochästhetischen Werken von großer Poesie umschreibt er sein Wissen um die Wesenhaftigkeit der Tiere und Pflanzen und stellt die Kreatur Mensch gleichwertig in Beziehung. Elch, Hirsch oder Stier als Herdentiere, der Hase als Friedenssymbol, die honigproduzierenden Bienen oder Pflanzen, Blumen und Landschaften sind in seinem Gestaltreich bedeutungsgeladene Vertreter der Schöpfung wie der Mensch, vornehmlich in Gestalt der Frau als lebensspendendem Wesen.

Die Sicherheit im Umgang mit der Stofflichkeit der Materialien, die keiner 'Rangordnung des Edlen in der Wertung des Materials' unterliegen, führt zu Bildfindungen, die gleichnishaft den elementaren und veränderbaren Sinn der Welt beschreiben und eine Wiederherstellung der verlorengegangenen Einheit von Natur und Geist reklamieren. Dem dient ebenso die Verwendung unterschiedlichster Malmittel: neben Wasserfarben wird das koloristische Spektrum durch den Einsatz von Beize, Brühe, Leim, Öl, Fett, Obst- oder Gemüsesäften wie auch von Blut u.a. erweitert. Joseph Beuys definiert seinen erweiterten Kunstbegriff als 'soziale Plastik' und subsumiert darunter alles Kreative, das sich aus dem 'Prozeß des Denkens' ergibt.

In der Ausstellung 'Pflanze, Tier und Mensch' wurde so die unverwechselbare Bilderwelt des universalen Künstlers Joseph Beuys vermittelt, die zu zentralen Fragen im neuen Jahrtausend Stellung nehmen kann. Gleichzeitig versuchte die Ausstellung, einer Vorstellung von Joseph Beuys zu entsprechen: nämlich das zu »zeigen, was noch geheimnisvoll sein kann. Das bringt die Sinne in Bewegung, weil sie begreifen möchten. «

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