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Gao Xingjian - Tuschmalerei 1983 - 1993 (01.03.2009 - 10.05.2009)

Naissance, 1985 Tusche auf Reispapier 96 x 205 cm

Der chinesische Künstler Gao Xingjian, 1940 geboren, studierte Französisch mit Abschluß-Diplom am Fremdspracheninstitut Beijing 1962. Er übersetzte Stücke des französischen Avantgarde-Theaters und wurde mit eigenen Werken als Schriftsteller, Dramaturg und Literaturkritiker in China bekannt. In der vieltausendjährigen chinesischen Tradition sind die 'Hommes de Lettres' oft zugleich Maler und Kalligrafen – so auch Gao Xingjian, der mit Tusche und Pinsel großformatige Bilder auf Reispapier schafft. Dabei transformiert er die traditionelle chinesische Malerei in eine moderne 'abstrakte' Kunst. Seine Meisterwerke zeigen "menschliche Körper in Bewegung, Männer, Frauen, Lebendige oder Tote, Unglückliche, Glückliche, Leidenschaftliche, Einsame" notierte 1985 die tageszeitung taz und seine Landschaften "drücken eine innere Stimmung aus; manchmal geht sie bis zur Explosion".

Sein künstlerisches Wirken wurde 1970-1975 durch die sogenannte 'Kulturrevolution' unterbrochen und es folgten menschenverachtende Lager- und Zwangsarbeit. Unter der Liberalisierung durch Teng Hsiao-ping wird er am Volkstheater in Peking beschäftigt. 1985 erhielt Gao Xingjian ein DAAD-Stipendium für Berlin und lernte den Kunstsammler Franz Armin Morat kennen. 1987 übersiedelte er über Freiburg nach Paris. 13 Jahre später, im Jahr 2000, wird Gao Xingjian mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet.

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Entre le ciel et la terre, 1987 Tusche auf Reispapier 124 x 246,5 cm
Der Horizont, 1987 Tusche auf Reispapier 90,6 x 120 cm
Mondlicht, 1989 Tusche auf Reispapier 138,6 x 351 cm
Oiseaux et traits, 1990 Tusche auf Reispapier 74,4 x 71,7 cm
Surprise II, 1992 Tusche auf Reispapier 271 x 144 cm
 

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