Villingen-Schwenningen

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Bis dato unbekannt (23.09.2001 - 18.11.2001)

Ein Spiegelei, zwei Gummistiefel oder 'high sex'

Arbeiten von Kunststudenten der Akademie Stuttgart im 'Lovis-Kabinett'

Vom 23. September bis 18. November 2001 zeigte die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen die Ausstellung 'bis dato unbekannt' mit 21 Werke von 23 Studierenden der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Im Rahmen der Förderung junger KünstlerInnen waren in den letzten Jahren die Ausstellungen 'Ab Mainz' mit der Klasse Prof. Friedemann Hahn von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und 'KLA66E AKIYAMA' mit den Studierenden von Prof. Hiromi Akiyama von der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe sowie 1999 das Projekt zur 1.000-Jahr-Feier 'fest feiern - KünstlerInnen der Akademie München - feiern fest' im Stadtraum Villingen mit den Klassen von Prof. Cristina Iglesias und Prof. Res Ingold von der Akademie der Bildenden Künste München zu sehen. Die Ausstellung 'bis dato unbekannt' präsentierte nun Arbeiten von ehemaligen StudentenInnen der Klasse für allgemeine künstlerische Grundausbildung, Schwerpunkt Bildhauerei, von Prof. Werner Pokorny, der seit 1998 an der Stuttgarter Akademie lehrt.

Der Ausstellung vorangegangen war im vergangenen Jahr ein interner Wettbewerb, bei dem sich über 30 Studierende mit ihren Arbeiten, Projektskizzen oder Werkkonzepten der Jury, bestehend aus Prof. Dr. Hubert Locher, Kunsthistoriker an der Akademie Stuttgart, Prof. Werner Pokorny und Wendelin Renn, Leiter der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen, stellten. In dem eintägigen Auswahlverfahren wurden nach intensiven Diskussionen 21 unterschiedliche künstlerische Positionen von 23 Studierenden ausgewählt. Zu sehen sind unter anderem hochästhetische 'Spiegeleier' aus mundgeblasenem Glas von Katharina Weidauer, passgenaue 'Gummistiefel' von Kerstin Mayer oder das Kommunikationsbett 'high sex' von Verena Frank, wie auch eine riesengroße Carrera-Rennbahn mit dem Titel 'Autobahnkreuz' als Gemeinschaftsarbeit von Friedemann Flöther und Rudolf Reiber.

Das Ausstellungsvorhaben wurde in enger Zusammenarbeit mit den StudentenInnen realisiert. In zahlreichen Diskussionen konnten verschiedene Überlegungen hinterfragt und neue Ideen verworfen oder weiterentwickelt werden, bis sich konsensfähige Vorstellungen zum Ausstellungsprojekt herauskristallisierten. Bei der graphischen Gestaltung und Herstellung von Einladungskarte, Plakat und des Ausstellungskataloges mit eingebunden, trugen die Studierenden dabei ebenso Mitverantwortung, wie in den Bereichen Marketing, der gesamten Pressearbeit und bei der Akquisition von Sponsoren. Im gemeinsamen Ringen entwickelte sich so seit dem Frühjahr 2000 die Ausstellung 'bis dato unbekannt' und der Ausstellungskatalog. In lesenswerten Textbeiträgen schildern die Studenten Isabel Nitsch und Thomas Putze das Werden des Ausstellungsprojektes beziehungsweise geben einen Einblick in den Alltag an einer Kunstakademie. Positionen der Lehre und der Vermittelbarkeit künstlerischen Arbeitens in einer Grundklasse zeigt der Text von Prof. Werner Pokorny auf. Im Beitrag von Prof. Dr. Hubert Locher sind die vielfältigen Ansprüche und Erwartungen an den das Projekt begleitenden Kunsthistoriker mit überraschender Lösung nachzulesen.

Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit 108 Seiten; ISBN 3-927987-65-4

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