Villingen-Schwenningen

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Ausstellung "Raum in Raum" (19.09.1998 - 22.11.1998)

Michael Ilg / Hansjörg Schneider
Berliner Künstler im "Lovis-Kabinett" der Städtischen Galerie

Die Berliner Künstler Michael Ilg und Hansjörg Schneider bestritten diese Ausstellung der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen. Vom 19. September bis zum 22. November 1998 erlebten die Besucherinnen und Besucher eine intensive künstlerische Auseinandersetzung zum Thema "Raum und Raumerfahrung". 

PE/gotisch Atelierfoto (Probehängung), Polyäthylenfolie, 1998

Drei hintereinander hängende Folien, die jeweils im Abstand von drei bis vier Metern an Wandvorsprüngen plaziert werden. Eine Enfilade.

Im Erdgeschoß der Städtischen Galerie wurden fragile Rauminstallationen des 1960 in Eckernförde geborenen Künstlers Hansjörg Schneider gezeigt.
Drei hintereinander hängende Folien, die jeweils im Abstand von drei bis vier Metern an Wandvorsprüngen plaziert wurden, versperren einerseits einen Teil des Galerieraumes, lassen andererseits mittels ihrer Transparenz und einer in die Folie eingeschnittenen ornamentalen Form eine visuelle Verbindung zu. Stabilität und Instabilität von Wänden, die Sicherheit des umbauten Raumes oder die Flexibilität von Leichtbauwänden sind nur einige Aspekte, die Hansjörg Schneider in seinen Werken künstlerisch hinterfrägt.

Michael Ilg ist 1960 in Tübingen geboren. Seine "Räume" sind von konzeptioneller Art. Ein vorher "offener" Galerieraum wird von ihm mit zwei Türen und den dazugehörenden Tür-Blättern abschließbar eingerichtet. Die Besucher müssen, um zu erfahren, was sich hinter der Tür verbirgt, durch diese hindurch. Während alle anderen Räume in der Galerie frei und ohne Mühen begehbar sind, ist dieser Raum nur durch eine zu öffnende und zu schließende Tür miteinander verbunden. Eine weitere Arbeit von Michael Ilg ist "Comeback des Kachelofens" von 1996. Das Leuchtobjekt über einem Metallrahmen und innenliegenden Neonröhren vermittelt die "Gemütlichkeit" eines Kachelofens durch die gleiche Befindlichkeit evozierende Foto-Motive: Kaffee- und Kuchentafel, Samstagswäsche, usw.. "Die Ironisierung der Feuerstelle, ihre moderne Entwicklung im Standardinventar traditionsorientierten Wohnens wird im Original-Kachelofen-Blechgehäuse collagiert", und lädt nicht nur zum Schmunzeln ein.

 

Comeback des Kachelofens

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