Villingen-Schwenningen

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German Pop

Bereits 1975 waren Werke von Fritz Köthe in Villingen-Schwenningen ausgestellt. Die Abbildung 'Goodyear' von 1975 ist aus der Kölner Privatsammlung; © 2016 Fritz Köthe, Foto: © 2016 Eberhard Hahne, Köln

I like FORTSCHRITT – German Pop reloaded

25. Juni bis 27. August 2017

Weltbekannt sind die amerikanischen Pop Art-Künstler der 1960er- und 1970er-Jahre: Andy Warhol, Roy Liechtenstein, Robert Rauschenberg oder Tom Wesselmann. Doch Pop Art, das gab es nicht nur in Amerika. Auch die deutsche Künstlergeneration dieser Zeit nutzte die neue Bildsprache der Pop Art zum Protest und zur Provokation und etablierte in ihrem Schaffen neue Vorstellungen von dem, was Kunst im Alltag der (fast) grenzenlosen Wirtschaftswunderzeit leisten kann. Sie reagierten so mit ihrer Kunst auf die radikalen kulturellen Umbrüche, die sich mit dem Aufkommen einer am Konsum ausgerichteten Massengesellschaft und deren Medien vollzog. Aber nicht nur das Bild der Umwelt veränderte sich und fand Niederschlag im bildnerischen Denken dieser Künstler, sondern auch die Grenzen zwischen high und low, Kitsch und Kunst, Volks- und Subkultur erfuhren gravierende Verschiebungen: Banale Konsumgüter, Zeichensysteme und Reklamebilder, Comics und Trivialgeschichten wurden jetzt ebenso aufgewertet und wurden wie Abfallprodukte 'wertvolles' Material und 'neues' Mittel der Künstler zum Kunstschaffen.

Am 'Puls der Zeit' präsentierte die Städtische Galerie Villingen-Schwenningen auf Anregung von Felix Schlenker früh dieses neue Denken in der Kunst durch Ausstellungen mit Werken von Hannsjörg Voth (1974), von Fritz Köthe und Rolf Glasmeier (1975) oder Werner Berges (1988). Aus heutiger Sicht waren diese Ausstellungen, zunächst im Kleinen Saal des Theaters am Ring und später im Wechselausstellungsbereich des Franziskanermuseums, sensationell: einer der vielen 'Wege in die Zukunft'. Und schon damals wurde das Schaffen dieser zeitgenössischen Künstler durch Ankäufe ihrer Werke für die Sammlung der Stadt gefördert.

Die Ausstellung 'I like FORTSCHRITT – German Pop reloaded' stellt die deutschen Künstler dieser farben-prächtig-schrillen Zeit vor. Der Ausstellungstitel ist einem Bild von Winfried Gaul von 1964 entlehnt, in dem dieser ironisch auf die bis heute immer wieder beschworene Vision von Wachstum und Fortschritt Bezug nimmt. Zu sehen sind Zeichnungen, Aquarelle, Gouachen, Grafiken, Ölbilder, Objekte, frühe Videos und Skulpturen aus der Privatsammlung des Kölner Facharztes für Nervenangelegenheiten und Psychoanalytiker Hartmut Kraft. Ergänzt wird die Privatsammlung mit Werken der frühen Ankäufe aus dem Sammlungsbestand der Städtischen Galerie.

Künstler: Otmar Alt, Joachim Bandau, Thomas Bayrle, Werner Berges, KP Brehmer, Peter Brüning, Gernot Bubenik, Achim Duchow, Hans-Dietrich Froese, Winfred Gaul, Rolf Glasmeier, Sine Hansen, Siegfried Kischko, Konrad Klapheck, Hans-Jürgen Kleinhammes, Axel Knopp, Fritz Köthe, Ferdinand Kriwet, Karl Krüll, Jens Lausen, Arnold Leissler, Konrad Lueg, Jobst Meyer, Rune Mields, Siegfried Neuenhausen, Werner Nöfer, Wolfgang Oppermann, Sigmar Polke, Gerhard Richter, Rissa, HA Schult, Peter Sorge, Klaus Staeck, Wolf Vostell, Hannsjörg Voth, Lambert Maria Wintersberger, Josef Wittlich

 

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Städtische Galerie

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78054 Villingen-Schwenningen

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Telefax 07720 / 82-1097
E-Mail: galerie@villingen-schwenningen.de

Eröffnung

Samstag, 24. Juni 2017, 17 Uhr

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag
10 - 12 und 14 - 17 Uhr
Montag geschlossen

Sponsoren

Kendrion (Villingen) GmbH
Sparkasse Schwarzwald-Baar

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