Villingen-Schwenningen

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Aktuelles

Veranstaltungen, Termine und Veröffentlichungen: Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten des Stadtarchivs. Wir stellen außerdem immer wieder besondere Schätze aus dem Magazin vor und geben einen Einblick in unsere Arbeit.

Archivale des Monats im September: Die Stadtchronik

Seit Februar 2018 zeigen wir hier das "Archivale des Monats". In dieser Serie möchten wir Ihnen regelmäßig außergewöhnliche Stücke aus den Beständen des Stadtarchivs vorstellen. Besonders alt, besonders schön, besonders originell: Die hier gezeigten Archivalien werden unterschiedlichster Art sein.

Werbematerial der Uhrenfabrik Jauch und Schmid
Werbematerial der Uhrenfabrik Jauch und Schmid
Werbematerial der Uhrenfabrik Kaiser
Werbematerial der Uhrenfabrik Kaiser

Ein im Stadtarchiv Villingen-Schwenningen sehr häufig genutzter Bestand ist die "Stadtchronik". Die "Stadtchronik" geht zurück auf Dr. Rudolf Ströbel, den Leiter des Schwenninger Heimatmuseums von 1949 bis 1972. Anfang der 1950er Jahre begann er für eine Ortschronik Informationen zur Schwenninger Ortsgeschichte zu sammeln. Diese Informationen ordnete er thematisch in einem Zehnersystem. Themenbereiche sind beispielsweise "Volkskunde", "Wirtschaft" und "Kultur und Gesundheit".

Ein Überblick über das Leben in Villingen-Schwenningen

Zur Abfassung der Schwenninger Ortsgeschichte durch Dr. Ströbel kam es nicht, erhalten geblieben sind uns aber die von ihm gesammelten und geordneten Unterlagen. Ströbels Nachfolger Dr. Reinartz beschreibt die Stadtchronik als "eine über tausendbändige Sammlung, in der alle Informationen, die das öffentliche Leben der Stadt betreffen, laufend zusammen getragen werden. Neben den Berichten und Tabellen, dem Karten und Fotomaterial der eigentlichen Chronik können tausende von Dias und Büchern benutzt und ausgewertet werden." Auch wenn sie ihren Ursprung in Schwenningen hat, wurde die Stadtchronik seit 1972 auf die Gesamtstadt Villingen-Schwenningen ausgeweitet und umfasst inzwischen Informationen zu sämtlichen 11 Stadtbezirken.

"Die Chronik" für den Einstieg ins Archiv

Viele Leser, die bereits im Stadtarchiv geforscht haben, werden sich an Unterlagen aus der "Stadtchronik" erinnern. Häufig ist "die Chronik" der Einstieg in ein Thema, bevor evtl. Akten, Amtsbücher, Urkunden, Zeitungen, Bilder, Filme oder andere Unterlagen dazukommen.

Unsere beiden Beispiele aus der Stadtchronik zeigen Informationsmaterial und Prospekte der Uhrenfabriken "Jauch & Schmid" und Kaiser Uhren aus Schwenningen und Villingen. Die Uhrenindustrie als wichtiger Wirtschaftszweig ist mit vielfältigen Materialien im Bestand der Stadtchronik zu finden.

Archivale des Monats im August: Ab ins kühle Nass!

Seit Februar 2018 zeigen wir hier das "Archivale des Monats". In dieser Serie möchten wir Ihnen regelmäßig außergewöhnliche Stücke aus den Beständen des Stadtarchivs vorstellen. Besonders alt, besonders schön, besonders originell: Die hier gezeigten Archivalien werden unterschiedlichster Art sein.

Eine Gruppe von Jungen am Beckenrand des Freibads

Endlich beginnt die Freibad-Saison auch in Villingen-Schwenningen. Nicht nur heute sind die Bäder in Villingen und Schwenningen ein beliebter Treffpunkt für Jung und Alt. Bereits ab dem 19. Jh. stand das Schwimmen, Plantschen und Sonnenbaden in den Städten Villingen und Schwenningen hoch im Kurs.

Das Archivale des Monats zeigt Aufnahmen aus den 30er Jahren vom Badebetrieb im Freibad an der Waldstraße in Villingen. Hier begann im Sommer 1883 der Badebetrieb. 1968 wurde das Gelände schließlich an die Firma Kienzle verkauft. Heute hat das Polizeirevier Villingen hier seinen Sitz.

Carl Anton Kindler filmt das Geschehen im Schwimmbad rund um die Präsentation der aktuellsten Bademode aus dem Modehaus Kindler-Sterk. Neben Bademänteln und -Anzügen bekommen wir auch einen Eindruck aus dem schönen Freibad. Vieles davon erinnert an aktuelle Freibadtage: Wir sehen mutige Turmspringer, spielende Kinder und natürlich gab es auch Eis.

Im Stadtarchiv befindet sich auch eine Badeordnung von 1894. Sie ruft zu "Ordnung und Anständigkeit" während des Badens auf und verbietet "lärmendes Gespräch und großes Geräusch" im Bad. Tonaufnahmen sind zu den Filmaufnahmen nicht vorhanden, so dass nicht überprüft werden kann, ob sich die Gäste immer an diese Regeln hielten.

Den Film können Sie sich auf der Facebookseite der Stadt Villingen-Schwenningen ansehen.

©SAVS, Best. 1.42.30 Nr. 30

 

Preisarbeiten des Joseph-Haberer-Preis online

In den vergangenen Jahren wurden viele kreative und engagierte Schülerinnen und Schüler aus Villingen-Schwenningen mit dem Joseph-Haberer-Preis ausgezeichnet. Die bisher ausgezeichneten Arbeiten sind vielfältig: Theaterstücke, künstlerische Collagen und literarische Texte. Ein Teil dieser Arbeiten kann jetzt online angesehen werden.

Preisarbeiten Joseph-Haberer-Preis

Autorenlesung in der Stadtbibliothek – Die Stadtgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert

Über die Geschichte der Stadt im Großen und Kleinen berichteten zwei Autoren des Band II der Stadtgeschichte am 15. Mai in der Stadtbibliothek am Münster. Casimir Bumiller und Robert Neisen lasen aus den von Ihnen verfassten Kapiteln über die Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert und erläuterten diese anschaulich.

Casimir Bumiller während der Lesung

Villingen im Großherzogtum Baden

Casimir Bumiller eröffnete den Leseabend mit Auszügen aus dem Kapitel "Villingen im Großherzogtum Baden 1806-1871". Dabei ging er auf unterschiedlichste Aspekte des städtischen Lebens ein. Neben der Darstellung der damaligen Verhältnisse in der Stadtverwaltung, waren das auch die Geschichte mutiger Auswanderer und der Aufstieg und Fall einer ersten badischen Sodafabrik in Villingen.

Ein Vergleich – Nationalsozialismus in Villingen und Schwenningen

Im Anschluss daran widmete sich Robert Neisen dem, wie er selbst sagt, "wahrscheinlich unangenehmsten Kapitel der Stadtgeschichte" und las aus seinem Beitrag über die nationalsozialistische Herrschaft in Villingen und Schwenningen. Er verdeutlichte welche Faktoren in der Stadt zur Stärkung des Systems beitrugen, aber auch welche Schwierigkeiten es gab. Außerdem zeigte er auf, wie unterschiedlich die beiden damaligen (Ober?)bürgermeister in Villingen und Schwenningen auf Grund ihrer politischen Herkunft handelten.

Im Gespräch mit dem Publikum

Waren die Villinger Beamten wirklich so schlecht, wie ihr Ruf? Wie erging es den Auswanderern später? Und was passierte mit den Mittätern des Nationalsozialismus nach dem Krieg? Diese und weitere Fragen wurden nach den jeweiligen Lesungen beantwortet als das Publikum mit den Autoren ins Gespräch kommen konnte.

 

Stadtgeschichte geht in die nächste Runde

Mit einem ersten Treffen der Autoren hat die Arbeit an Band I der Stadtgeschichte begonnen. Am 11. Mai 2018 kamen alle Beteiligten im Stadtarchiv zusammen, um die gemeinsame Arbeit am Projekt aufzunehmen. Zum Team gehören vier Autoren mit dem Herausgeber Dr. Casimir Bumiller. Ute Schulze und Amtsleiter Dr. Heinrich Maulhardt gewährleisten die Betreuung durch das Stadtarchiv. Zudem wird Lody Van Vlodrop wieder für die graphische Umsetzung verantwortlich sein.

Dr. Heinrich Maulhardt, Amtsleiter, Ute Schulze M.A, Abteilungsleiterin Archiv, Dr. Casimir Bumiller, Herausgeber und Autor, Dr. Monika Spicker-Beck, Autorin, Dr. Andre Gutmann, Autor, Lody van Vlodrop, Grafiker, nicht im Bild: Autor Dr. Thomas Zotz
Dr. Heinrich Maulhardt, Amtsleiter, Ute Schulze M.A, Abteilungsleiterin Archiv, Dr. Casimir Bumiller, Herausgeber und Autor, Dr. Monika Spicker-Beck, Autorin, Dr. Andre Gutmann, Autor, Lody van Vlodrop, Grafiker, nicht im Bild: Autor Dr. Thomas Zotz

Villingen und Schwenningen vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Der erste Band soll die Geschichte Villingen und Schwenningens vom frühen Mittelalter bis 1800 aufarbeiten und so an den bereits erschienen Band II anknüpfen.

Die Entwicklung der beiden Städte wird auch in Band I wieder möglichst parallel dargestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung Schwenningens im Mittelalter, die im Gegensatz zur Villinger Mittelaltergeschichte, weniger erforscht ist.

Verbindende Themen sind beispielsweise der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg, die Zeit Napoleons und ihre Auswirkungen auf die beiden Orte. Ziel des Autorenteams ist es, den aktuellen Forschungsstand zu dieser Zeit in Villingen und Schwenningen aufzuarbeiten, zu ergänzen und schließlich im gemeinsamen Buch zusammenzufassen.

Der erste Schritt geht in die Archive

In den nächsten Monaten bedeutet das zunächst viel Recherchearbeit. Vor der eigentlichen Arbeit an den Texten beginnt die Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur und die Recherche in unterschiedlichen Archiven, denn nicht alle Informationen finden sich im Stadtarchiv Villingen-Schwenningen.

Der Band I der Stadtgeschichte soll dann voraussichtlich Ende 2020 erscheinen.

Archivale des Monats: Mai 2018

Seit Februar 2018 zeigen wir hier das "Archivale des Monats". In dieser Serie möchten wir Ihnen regelmäßig außergewöhnliche Stücke aus den Beständen des Stadtarchivs vorstellen. Besonders alt, besonders schön, besonders originell: Die hier gezeigten Archivalien werden unterschiedlichster Art sein.

Ute Schulze - Archivarin mit vielseitigen Aufgaben

Wer verbirgt sich eigentlich hinter dem 'Stadtarchiv'? In kleinen Interviews möchten wir Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs vorstellen. Sie erzählen von ihrer Arbeit, berichten was sie an der Arbeit im Archiv begeistert und wie sie im Stadtarchiv Villingen-Schwenningen gelandet sind.

Den Anfang macht für uns Ute Schulze, die seit 1992 im Stadtarchiv arbeitet und es seit 2008 leitet.

Portrait Ute Schulze im Benutzerraum des Stadtarchivs

Frau Schulze, was sind Ihre Aufgaben im Stadtarchiv?

Ich leite das Stadtarchiv und bin dafür zuständig die Akten aus den Dienststellen der Stadtverwaltung zu übernehmen. Ich bewerte dann welche Akten ins Archiv kommen und welche nicht ins Archiv kommen. Außerdem bekommen wir von den abgebenden Dienststellen ein Ablieferungsverzeichnis und anhand dessen werden die Akten ins Magazin eingestellt. Des Weiteren gehört zu meinen Aufgaben die nähere Erschließung von Akten für die Benutzung.

Außerdem mache ich auch eigene kleine Forschungen, das heißt ich veröffentliche Aufsätze in hiesigen historischen Zeitschriften und habe auch ein kleines Büchlein gemacht zu denkmalgeschützten Gebäuden in Schwenningen und Villingen.

Zu meinen Aufgaben gehört auch die Betreuung von Benutzern, also Personen die bei uns Akten und Unterlagen einsehen wollen, privat oder auch Lehrer beispielsweise. Außerdem wirke ich bei Ausstellungen mit, beteilige mich an Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und mache Archivpädagogik. Das bedeutet ich kümmere mich um Schüler, die ins Archiv kommen. Und schließlich bin ich noch zuständig für die Restaurierung. Die machen wir nicht selber, sondern eine Fachfirma. Dabei wähle ich die entsprechenden Stücke aus und wir entscheiden was gemacht wird. Das Ziel ist dabei, dass man den Zustand der Stücke erhält.

Wie sind Sie zum Stadtarchiv gekommen? Was ist Ihrer Ausbildung?

Ich habe erstmal Geschichte studiert, mittelalterliche, neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Münster und habe dort meinen Magisterabschluss gemacht. Während des Studiums konnte ich im Staatsarchiv in Münster hospitieren und habe nach dem Studium entschieden, dass ich auch Archivarin werden will. Dann habe ich die Ausbildung zum gehobenen Archivdienst beim Land Baden-Württemberg gemacht, von 1989 bis 1992. Im November 1992 habe ich dann die Stelle hier im Stadtarchiv angetreten.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Archiv am besten?

Die Vielseitigkeit. Dass man also nicht nur einen 'sturen' Bürojob hat und auch nicht nur intern, mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Kontakt hat, sondern auch mit der Bevölkerung, das heißt Leuten, die interessiert sind und die herkommen. Es ist sehr abwechslungsreich. Das reicht von wissenschaftlicher Benutzung bis hin zum Akten umverpacken, einfach eine ganz breite Bandbreite.

Ein Stadtarchiv ist wichtig für uns, weil….?

...es das Gedächtnis und Gewissen der Stadt ist.

Welches historische Ereignis oder welche historische Epoche hätten Sie gerne mal erlebt?

Als Historikerin bin ich ganz froh in der Zeit zu leben, in der ich lebe. Ich meine, ich bin als Mittelalterhistorikerin natürlich dem Mittelalter sehr verhaftet, aber leben hätte ich in der Zeit nicht wollen.

Was würden Sie in Ihrem "nächsten Leben" werden?

Archäologin. Ich habe auch mal nach dem Studium ein Jahr als Hilfskraft gearbeitet. Also das wäre noch schön gewesen…aber das ist vielleicht noch brotloser als Historikerin.

Kontakt

Amt für Archiv und Dokumentenmanagement
Winkelstraße 7, Bau D, 3. OG
78056 Villingen-Schwenningen

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit:
Lisa Hahn
Telefon 07721 / 82-1802
Telefax 07721 / 82-1807
E-Mail: lisa.hahn@
villingen-schwenningen.de

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