Villingen-Schwenningen

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Aktuelles

Veranstaltungen, Termine und Veröffentlichungen: Hier erfahren Sie alle Neuigkeiten des Stadtarchivs. Wir stellen außerdem immer wieder besondere Schätze aus dem Magazin vor und geben einen Einblick in unsere Arbeit.

Archivale des Monats: Juni 2018

Seit Februar 2018 zeigen wir hier das "Archivale des Monats". In dieser Serie möchten wir Ihnen regelmäßig außergewöhnliche Stücke aus den Beständen des Stadtarchivs vorstellen. Besonders alt, besonders schön, besonders originell: Die hier gezeigten Archivalien werden unterschiedlichster Art sein.

Foto einer hölzernen Rodelbahn mit mehreren Rodlern

"Ein Vergnügen eig'ner Art / Ist und bleibt 'ne Rodelfahrt!"

Nach den Seifenkisten im Mai, zeigt auch das Archivale des Monats im Juni eine weitere Vergnügungsfahrt. Trotz sommerlicher Temperaturen sehen wir hier eine Rodelfahrt in Villingen. Die hölzerne Rodelbahn war 200 Meter lang und befand sich beim Aussichtsturm und der Gaststätte "Burg Hohenzollern". Brauereibesitzer Faller ließ sie zur Industrie- und Gewerbeausstellung 1907 errichten. Das Foto mit den eleganten Rodlern wurde als Postkarte veröffentlicht.

Wertvolle Ergänzung zum Aktenbestand

Die Postkarte ist ein Beispiel für eine der Sammlungen, die das Stadtarchiv verwahrt. Postkarten aus den Stadtbezirken sowie zu verschiedenen Themen wie beispielsweise Fasnacht sind eine wertvolle Ergänzung zum städtischen Aktenbestand.

Stadtarchiv Best. 1.42.91 Nr. 89, Schwarzweißpostkarte

Autorenlesung in der Stadtbibliothek – Die Stadtgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert

Über die Geschichte der Stadt im Großen und Kleinen berichteten zwei Autoren des Band II der Stadtgeschichte am 15. Mai in der Stadtbibliothek am Münster. Casimir Bumiller und Robert Neisen lasen aus den von Ihnen verfassten Kapiteln über die Ereignisse im 19. und 20. Jahrhundert und erläuterten diese anschaulich.

Casimir Bumiller während der Lesung

Villingen im Großherzogtum Baden

Casimir Bumiller eröffnete den Leseabend mit Auszügen aus dem Kapitel "Villingen im Großherzogtum Baden 1806-1871". Dabei ging er auf unterschiedlichste Aspekte des städtischen Lebens ein. Neben der Darstellung der damaligen Verhältnisse in der Stadtverwaltung, waren das auch die Geschichte mutiger Auswanderer und der Aufstieg und Fall einer ersten badischen Sodafabrik in Villingen.

Ein Vergleich – Nationalsozialismus in Villingen und Schwenningen

Im Anschluss daran widmete sich Robert Neisen dem, wie er selbst sagt, "wahrscheinlich unangenehmsten Kapitel der Stadtgeschichte" und las aus seinem Beitrag über die nationalsozialistische Herrschaft in Villingen und Schwenningen. Er verdeutlichte welche Faktoren in der Stadt zur Stärkung des Systems beitrugen, aber auch welche Schwierigkeiten es gab. Außerdem zeigte er auf, wie unterschiedlich die beiden damaligen (Ober?)bürgermeister in Villingen und Schwenningen auf Grund ihrer politischen Herkunft handelten.

Im Gespräch mit dem Publikum

Waren die Villinger Beamten wirklich so schlecht, wie ihr Ruf? Wie erging es den Auswanderern später? Und was passierte mit den Mittätern des Nationalsozialismus nach dem Krieg? Diese und weitere Fragen wurden nach den jeweiligen Lesungen beantwortet als das Publikum mit den Autoren ins Gespräch kommen konnte.

 

Stadtgeschichte geht in die nächste Runde

Mit einem ersten Treffen der Autoren hat die Arbeit an Band I der Stadtgeschichte begonnen. Am 11. Mai 2018 kamen alle Beteiligten im Stadtarchiv zusammen, um die gemeinsame Arbeit am Projekt aufzunehmen. Zum Team gehören vier Autoren mit dem Herausgeber Dr. Casimir Bumiller. Ute Schulze und Amtsleiter Dr. Heinrich Maulhardt gewährleisten die Betreuung durch das Stadtarchiv. Zudem wird Lody Van Vlodrop wieder für die graphische Umsetzung verantwortlich sein.

Dr. Heinrich Maulhardt, Amtsleiter, Ute Schulze M.A, Abteilungsleiterin Archiv, Dr. Casimir Bumiller, Herausgeber und Autor, Dr. Monika Spicker-Beck, Autorin, Dr. Andre Gutmann, Autor, Lody van Vlodrop, Grafiker, nicht im Bild: Autor Dr. Thomas Zotz
Dr. Heinrich Maulhardt, Amtsleiter, Ute Schulze M.A, Abteilungsleiterin Archiv, Dr. Casimir Bumiller, Herausgeber und Autor, Dr. Monika Spicker-Beck, Autorin, Dr. Andre Gutmann, Autor, Lody van Vlodrop, Grafiker, nicht im Bild: Autor Dr. Thomas Zotz

Villingen und Schwenningen vom Mittelalter bis zur Neuzeit

Der erste Band soll die Geschichte Villingen und Schwenningens vom frühen Mittelalter bis 1800 aufarbeiten und so an den bereits erschienen Band II anknüpfen.

Die Entwicklung der beiden Städte wird auch in Band I wieder möglichst parallel dargestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Entwicklung Schwenningens im Mittelalter, die im Gegensatz zur Villinger Mittelaltergeschichte, weniger erforscht ist.

Verbindende Themen sind beispielsweise der Bauernkrieg, der Dreißigjährige Krieg, die Zeit Napoleons und ihre Auswirkungen auf die beiden Orte. Ziel des Autorenteams ist es, den aktuellen Forschungsstand zu dieser Zeit in Villingen und Schwenningen aufzuarbeiten, zu ergänzen und schließlich im gemeinsamen Buch zusammenzufassen.

Der erste Schritt geht in die Archive

In den nächsten Monaten bedeutet das zunächst viel Recherchearbeit. Vor der eigentlichen Arbeit an den Texten beginnt die Auseinandersetzung mit der wissenschaftlichen Literatur und die Recherche in unterschiedlichen Archiven, denn nicht alle Informationen finden sich im Stadtarchiv Villingen-Schwenningen.

Der Band I der Stadtgeschichte soll dann voraussichtlich Ende 2020 erscheinen.

Archivale des Monats: Mai 2018

Seit Februar 2018 zeigen wir hier das "Archivale des Monats". In dieser Serie möchten wir Ihnen regelmäßig außergewöhnliche Stücke aus den Beständen des Stadtarchivs vorstellen. Besonders alt, besonders schön, besonders originell: Die hier gezeigten Archivalien werden unterschiedlichster Art sein.

Archivale des Monats - Standbild Film Seifenkistenrennen

Archivale des Monats im Mai: Ein Archiv besteht nicht nur aus Papier

Das Stadtarchiv Villingen-Schwenningen ist seit 2008 auch dabei, den vorhandenen Film- und Tonbestand zu erschließen, weiter zu ergänzen und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Rund 450 Filme und über 200 Tonträger sind zum Stadtgeschehen vorhanden. Dazu gehört auch das Archivale des Monats Mai.

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Ute Schulze - Archivarin mit vielseitigen Aufgaben

Wer verbirgt sich eigentlich hinter dem 'Stadtarchiv'? In kleinen Interviews möchten wir Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtarchivs vorstellen. Sie erzählen von ihrer Arbeit, berichten was sie an der Arbeit im Archiv begeistert und wie sie im Stadtarchiv Villingen-Schwenningen gelandet sind.

Den Anfang macht für uns Ute Schulze, die seit 1992 im Stadtarchiv arbeitet und es seit 2008 leitet.

Portrait Ute Schulze im Benutzerraum des Stadtarchivs

Frau Schulze, was sind Ihre Aufgaben im Stadtarchiv?

Ich leite das Stadtarchiv und bin dafür zuständig die Akten aus den Dienststellen der Stadtverwaltung zu übernehmen. Ich bewerte dann welche Akten ins Archiv kommen und welche nicht ins Archiv kommen. Außerdem bekommen wir von den abgebenden Dienststellen ein Ablieferungsverzeichnis und anhand dessen werden die Akten ins Magazin eingestellt. Des Weiteren gehört zu meinen Aufgaben die nähere Erschließung von Akten für die Benutzung.

Außerdem mache ich auch eigene kleine Forschungen, das heißt ich veröffentliche Aufsätze in hiesigen historischen Zeitschriften und habe auch ein kleines Büchlein gemacht zu denkmalgeschützten Gebäuden in Schwenningen und Villingen.

Zu meinen Aufgaben gehört auch die Betreuung von Benutzern, also Personen die bei uns Akten und Unterlagen einsehen wollen, privat oder auch Lehrer beispielsweise. Außerdem wirke ich bei Ausstellungen mit, beteilige mich an Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit und mache Archivpädagogik. Das bedeutet ich kümmere mich um Schüler, die ins Archiv kommen. Und schließlich bin ich noch zuständig für die Restaurierung. Die machen wir nicht selber, sondern eine Fachfirma. Dabei wähle ich die entsprechenden Stücke aus und wir entscheiden was gemacht wird. Das Ziel ist dabei, dass man den Zustand der Stücke erhält.

Wie sind Sie zum Stadtarchiv gekommen? Was ist Ihrer Ausbildung?

Ich habe erstmal Geschichte studiert, mittelalterliche, neuere Geschichte und Politikwissenschaft in Münster und habe dort meinen Magisterabschluss gemacht. Während des Studiums konnte ich im Staatsarchiv in Münster hospitieren und habe nach dem Studium entschieden, dass ich auch Archivarin werden will. Dann habe ich die Ausbildung zum gehobenen Archivdienst beim Land Baden-Württemberg gemacht, von 1989 bis 1992. Im November 1992 habe ich dann die Stelle hier im Stadtarchiv angetreten.

Was gefällt Ihnen an der Arbeit im Archiv am besten?

Die Vielseitigkeit. Dass man also nicht nur einen 'sturen' Bürojob hat und auch nicht nur intern, mit den Mitarbeitern der Stadtverwaltung Kontakt hat, sondern auch mit der Bevölkerung, das heißt Leuten, die interessiert sind und die herkommen. Es ist sehr abwechslungsreich. Das reicht von wissenschaftlicher Benutzung bis hin zum Akten umverpacken, einfach eine ganz breite Bandbreite.

Ein Stadtarchiv ist wichtig für uns, weil….?

...es das Gedächtnis und Gewissen der Stadt ist.

Welches historische Ereignis oder welche historische Epoche hätten Sie gerne mal erlebt?

Als Historikerin bin ich ganz froh in der Zeit zu leben, in der ich lebe. Ich meine, ich bin als Mittelalterhistorikerin natürlich dem Mittelalter sehr verhaftet, aber leben hätte ich in der Zeit nicht wollen.

Was würden Sie in Ihrem "nächsten Leben" werden?

Archäologin. Ich habe auch mal nach dem Studium ein Jahr als Hilfskraft gearbeitet. Also das wäre noch schön gewesen…aber das ist vielleicht noch brotloser als Historikerin.

Kontakt

Amt für Archiv und Dokumentenmanagement
Winkelstraße 7, Bau D, 3. OG
78056 Villingen-Schwenningen

Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit:
Lisa Hahn
Telefon 07721 / 82-1802
Telefax 07721 / 82-1807
E-Mail: lisa.hahn@
villingen-schwenningen.de

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