Dirk Meitzner

Beampad, 1999
gelb- und weißgefärbte Betonplatten, Metallplatte

Ort: Neue Tonhalle, Am Niederen Tor, Stadtbezirk Villingen

Aktion im Rahmen des Projekts 'fest-feiern' KünstlerInnen der Akademie München 'feiern-fest' der Städtischen Galerie Villingen-Schwenningen zum Jubiläum '1000 Jahre Markt-, Münz- und Zollrecht'

Das 'Beampad' von Dirk Meitzner besteht aus einem Kreis, das mit gelb- und weißgefärbten Betonplatten besetzt ist. Im Zentrum dieses Kreises ist eine Metallplatte eingelassen, die mittels ausgeschnittener Fußabdrücke Interessierte einlädt, sich 'wegbeamen' zu lassen. Bezieht sich Dirk Meitzner mit seinem Titel 'Beam'-pad zunächst auf die Science-fiction-Serie 'Star Trek', in der die Akteure mittels 'beamen' von einem Ort zum anderen transportiert werden, ist die 'Teleportation' auf die Geistwanderungen der Schamanen zurückzuführen. Spielerisch lädt die Arbeit von Dirk Meitzner ein, sich in die Mitte des magischen Kreises zu stellen und – mit geschlossenen Augen – für eine selbst bestimmte Zeit an einen anderen Ort zu 'wandern'.

Text: Wendelin Renn, aus dem Katalog 'fest-feiern' KünstlerInnen der Akademie München 'feiern-fest', 1999, ISBN: 3-927987-59-X

1. Treten Sie in den gelbweißen Sicherheitskreis. 2. Stellen Sie Ihre Füße in die gelben Fußstapfen. 3. Merken Sie sich genau, wo Sie gerade sind. 4. Stellen Sie sich bequem hin, lassen Sie die Arme locker hängen, entspannen Sie sich. 5. Achten Sie darauf, dass Sie jetzt noch den Boden berühren. 6. Legen Sie den Kopf in den Nacken und schließen Sie die Augen. 7. Vergessen Sie, wo Sie sind. 8. Denken Sie mit all Ihrer Vorstellungskraft an den Ort, wo Sie hinwollen. 9. Lassen Sie los. 10. Öffnen Sie die Augen erst, wenn Sie dort angekommen sind. 

Text aus dem Katalog 'fest-feiern' KünstlerInnen der Akademie München 'feiern-fest', 1999, ISBN: 3-927987-59-X

Biografie

1966 geboren in Göttingen
1987 - 1992 Studium der Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München
1993 – 1999 Studium an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Gerd Dengler und Prof. Res Ingold