Villingen-Schwenningen

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Öffentliche Fachtagung 'Kommunen im Nationalsozialismus'

11.10.2017


Die Veranstalter Dr. Konrad Krimm von der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein, Ute Schulze und Dr. Heinrich Maulhardt vom Amt für Dokumentenmanagement und Archiv sowie der freie Historiker Dr. Robert Neisen (v.l.), haben ein Tagungsprogramm erarbeitet, dass Fachleute ebenso wie ein breites Publikum anspricht.

Veranstaltet wird die Tagung vom Stadtarchiv Villingen-Schwenningen in Zusammenarbeit mit dem Freiburger Historiker Dr. Robert Neisen und der Arbeitsgemeinschaft für geschichtliche Landeskunde am Oberrhein.Eine Vielzahl namhafter Historiker beschäftigt sich dabei mit den unterschiedlichsten Aspekten der lokalen Machtausübung der Nationalsozialisten im Südwesten sowie den Reaktionen der örtlichen Eliten auf das totalitäre NS-Regime.

Dr. Robert Neisen betont, es gehe darum »konkret vor Ort zu sehen, wie die neue Herrschaft sich etablierte, welche Mechanismen dabei benutzt wurden und wie sich Akteure verhielten.« Dabei liegt einer der Schwerpunkte der Vorträge auf der Geschichte von Organisationen, zivilen wie etwa den Rotariern, aber auch NS-Organisationen wie der SS. Auch beschäftigen sich die Historiker mit Vergleichen zwischen ähnlich großen Städten wie Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe oder Freiburg sowie kleineren Kommunen wie Konstanz, Villingen und Schwenningen aber auch Dörfern im ländlichen Raum, wie etwa Hagenbach in der Südpfalz. Ein Vortrag wird zudem den aktuellen Forschungsstand referieren. Da den Veranstaltern am intensiven Austausch mit dem Publikum gelegen ist, ist nach jedem der dreißigminütigen Vorträge jeweils eine Viertelstunde Zeit für Diskussionen eingeplant.

Insgesamt stehen 15 Vorträge auf dem Tagungsprogramm. Inzwischen haben sich jedoch einige Änderungen im Ablauf ergeben: So gibt am Freitagabend um 19.30 Uhr nun Prof. Malte Thießen anstelle von Prof. Sabine Mecking eine Einführung in das Thema und einen Forschungsüberblick mit seinem Vortrag 'Der Nationalsozialismus vor Ort: Perspektiven neuer Forschung'. Zudem findet der Vortrag 'Kommunale Eliten unter Druck: das Beispiel des Rotary Clubs Mannheim bis 1937' von Prof. Ulrich Nieß nunmehr am Freitag um 14 Uhr statt, und stattdessen spricht Markus Enzenauer am Samstag, um 11.45 Uhr, zu '»Auch nach Ilvesheim werden wir wieder kommen« – Die Errichtung nationalsozialistischer Strukturen am Beispiel einer Mannheimer Umlandgemeinde'.

Zeitgleich zu einem der Vorträge findet am Samstag, 14. Oktober, um 11 Uhr eine Stadtführung mit Dr. Heinz Lörcher zum Thema 'Was man in Villingen aus dem Dritten Reich oder als Erinnerung daran sehen kann' statt.

Zu der Tagung sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, eine Voranmeldung beim Stadtarchiv, telefonisch unter 82-1810 oder per E-Mail an stadtarchiv@villingen-schwenningen.de, ist erwünscht. Der Eintritt ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Nr. 15/2017 vom 17.10.2017
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