Villingen-Schwenningen

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Heinz Zander – Schönheiten und Ungeheuer

19.08.2019


Aktaeon, Öl auf Hartfaser, 1998. Heinz Zander © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

In Kooperation mit der Galerie Thoms, Mühlhausen und den Mühlhäuser Museen zeigt die Städtische Galerie eine große Werkschau mit 68 Gemälden und 24 Grafiken, vorwiegend aus der jüngsten Schaffensphase des Künstlers.

Dem Betrachter eröffnet sich darin ein faszinierendes Panoptikum bizarrer Gestalten und Charaktere: groteske, fratzenhafte Kreaturen, Zwitterwesen aus Tier und Mensch, weibliche Schönheiten zwischen Anmut und morbider Erotik ebenso wie der Meister selbst. Einzeln in Szene gesetzt oder eingebettet in surreal-phantastische Szenerien. Voller ikonographischer Zitate und Querverweise auf die alten Meister der Kunstgeschichte, auf Mythologie und Sagenwelt, biblische Dramen, Literatur und politische Historie und dennoch eigenständig zeitlos und unverwechselbar in ihrer Formensprache. Die Werke Heinz Zanders sind virtuos gemaltes und opulent inszeniertes Bildtheater, komplex, ironisch hintergründig, verführerisch, albtraumhaft und sinnlich zugleich.

Heinz Zander, geboren 1939 in Wolfen bei Bitterfeld, studierte von 1959 bis 1964 Malerei und Grafik an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bei Bernhard Heisig. 1967 bis 1970 war er Meisterschüler bei Fritz Cremer an der Akademie der Künste der DDR und ist seitdem als Maler, Grafiker und Zeichner, aber auch als Autor von Erzählungen und Romanen freischaffend in Leipzig tätig. Er zählt zu den spannendsten und brillantesten Vertretern der zweiten Generation der Leipziger Schule und ist zugleich die zentrale Figur des sog. Leipziger Manierismus. Sein virtuoses und komplexes Werk definiert sich in bewusster Abgrenzung zur Abstraktion und in der Hinwendung zur Tradition einer altmeisterlichen Malerei, die in die Gegenwart überführt wird und dabei eine ganz eigene Formensprache und Bildwelt offenbart, die in ihren Szenarien und Figuren unerschöpflich scheint.

Mit dieser Ausstellung möchte die Städtische Galerie das außergewöhnliche Schaffen von Heinz Zander anlässlich seines 80. Geburtstages auf besondere Weise würdigen und sein Oeuvre noch stärker ins Blickfeld einer größeren Öffentlichkeit bringen.

Die Schau ist zugleich Auftakt zu einer Reihe von Ausstellungen zur Kunst der ehemaligen DDR, die bisher im süddeutschen Raum nur begrenzt Beachtung gefunden hat.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor intensiv geführten Debatten zu diesem Thema möchte die Städtische Galerie einen wichtigen Beitrag zur Aufarbeitung der deutsch-deutschen Kunstgeschichte leisten.

Die gezeigten Arbeiten sind freundliche Leihgaben des Künstlers, der Galerie Thoms sowie aus Privatbesitz.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreich bebilderter Katalog.

 

Heinz Zander – Schönheiten und Ungeheuer

25. August bis 17. November 2019

Städtische Galerie Villingen-Schwenningen 'Lovis-Kabinett'

Stadtbezirk Schwenningen, Friedrich-Ebert-Straße 35

78054 Villingen-Schwenningen

Tel 07720/82-1098; Fax 07720/82-1097

galerie@villingen-schwenningen.de

http://galerie.villingen-schwenningen.de

  

Eröffnung der Ausstellung: Samstag, 24. August 2019, 17:00 Uhr

 

Es sprechen:

Jürgen Roth, Oberbürgermeister

Vanessa Charlotte Heitland M.A., Leiterin Städtische Galerie

 

Öffnungszeiten:

Di, Mi und Fr 13 – 17 Uhr

Do 13 – 19 Uhr

Sa und So 11 – 17 Uhr

Montags geschlossen

 

Sponsor

Sparkasse Schwarzwald-Baar

 

Partner

Galerie Thoms, Mühlhausen

Mühlhäuser Museen

 

Öffentliche Führungen

1. September 2019, 11 Uhr

26. September 2019, 18.30 Uhr (Feierabendführung)

13. Oktober 2019, 11 Uhr

17. November 2019, 15 Uhr (Finissage mit abschließendem Ausstellungsrundgang)

 

Änderungen vorbehalten.

Weitere Sonderführungen nach Terminvereinbarung.

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