Villingen-Schwenningen

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Geschichte der Stadt Villingen-Schwenningen Band II

28.11.2017


Der umfangreiche Sammelband behandelt die Geschichte Villingens und Schwenningenvon in der Zeit von1800 bis 2010 auf 736 Seiten. 660 Bilder, Grafiken und Abbildungen sowie viele Kurzbiographien bereichern das Buch.

Gemeinsam mit dem Herausgeber Dr. Casimir Bumiller arbeiteten neun weitere Historiker an dem Sammelband. Das Autorenteam stand bei seiner Arbeit vor der Herausforderung, eine umfassende Geschichte beider Kommunen und des Zusammenschlusses von 1972 zu erarbeiten sowie die unterschiedlichen Entwicklungswege miteinander zu verklammern. Die Vorarbeiten für das Projekt waren entsprechend langwierig: zwei Jahre lang forschten die beteiligten Historiker ausgiebig in Archiven, befragten Zeitzeugen und sortierten die Erkenntnisse. Herausgekommen ist dabei ein umfangreiches Werk mit 736 Seiten und 660 Abbildungen, das stolze 2,6 Kilogramm auf die Waage bringt.

Der Buch mit dem Titel 'Die Geschichte der Stadt Villingen-Schwenningen Band II: Der Weg in die Moderne' ist das erste umfassende Werk zur Geschichte der Doppelstadt, das die Thematik historisch-kritisch behandelt. Die Autoren standen dabei auch vor konzeptionellen Herausforderungen: so konnte etwa ein zunächst angedachtes Zwei-Säulen-Modell nur für einen Teilzeitraum angewendet werden, weil sich spätestens ab 1871 beide Städte wirtschaftlich und demographisch auf Augenhöhe befanden und auch die Verzahnungen zwischen den Orten immer enger wurden. Die Kapitel nach der Reichsgründung behandeln dementsprechend beide Städte gemeinsam.

Thematisch beginnt der Sammelband mit der Zäsur von 1806, als Schwenningen zum Königreich Württemberg und Villingen zum Großherzogtum Baden kam. Im Mittelpunkt der Betrachtung des 20. Jahrhunderts stehen die Krisenjahre der Weimarer Republik und die Etablierung des NS-Regimes in Villingen und Schwenningen. Weitere Schwerpunkte sind zudem die Städtefusion und der Strukturwandel nach den Industriekrisen. Die Autoren verfolgten dabei verschiedene Ansätze: so finden Wirtschafts- und Sozialgeschichte ebenso Beachtung wie mentalitäts- und alltagsgeschichtliche Ansätze. Alle Beiträge sind auf wissenschaftlichem Niveau von ausgewiesenen Experten verfasst. Sprachlich sind die Beiträge aber für eine breite Leserschaft konzipiert. Auch konnte auf viele Bilder mit hohem Informationswert zurückgegriffen werden. Zusätzlich findet sich in dem Band eine Vielzahl von Kurzbiographien.

Bei der Arbeit zu dem Band stießen die Historiker auch auf Themen, die heute weitestgehend in Vergessenheit geraten sind: wie etwa die frühe »Industrialisierung Villingens vor der eigentlichen Industrialisierung«, wie Bumiller die Wirtschaftsentwicklung der Zähringerstadt in den 1820er Jahren bezeichnet. So wurde schon 1826 in Villingen eine Sodafabrik gegründet – also 39 Jahre vor der heute weltbekannten 'Badischen Anilin- & Soda-Fabrik (BASF)'. Salz aus Dürrheim und Braunstein aus dem Groppertal wurden dabei in Villingen zu Soda verarbeitet, das schließlich als Putz- und Reinigungsmittel Verwendung fand und auch für Glasbläsereien ein wichtiger Stoff war.

Das Buch 'Die Geschichte der Stadt Villingen-Schwenningen Band II: Der Weg in die Moderne' (ISBN 978-3-939423-63-8) ist für 34,50 Euro im Buchhandel sowie den städtischen Bürgerservicezentren und den Tourist-Informationen erhältlich und kann auch per E-Mail an stadtarchiv@villingen-schwenningen.de bestellt werden.

Nr. 19/2017 vom 12.12.2017
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