Villingen-Schwenningen

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Kanonendonner über Villingen

Freitag, 21. Juli bis Sonntag, 23. Juli 2017 | Ringanlagen am Romäusring, Hubenloch, Innenstadt Villingen

Vor der Villinger Stadtmauer lagern Soldaten, Ritter und Landsknechte. Der Regimentschef schwört die Bürgerschaft auf die Verteidigung ihrer Stadt ein, die mit donnernde Kanonen von den Feinden beschossen wird. Mit derlei spektakulären Szenen entführt das Historische Grenadiercorps die Besucher zu einer Zeitreise in die eigene Geschichte. Die wird im 'Multiperioden-Biwak' entlang der mittelalterlichen Stadtmauer so anschaulich und authentisch erzählt, dass das Publikum wie von selbst Teil des Geschehens wird.

Das Schau-Exerzieren in originalgetreuen Uniformen, alte Kampf- und Schießtechniken, die Rekonstruktion eines napoleonischen Feldlagers: Das sind Spezialitäten des Historischen Grenadiercorps, das 1810 als Bürgermilitär gegründet wurde. Heute ist es eine Repräsentationstruppe der Stadt, die insbesondere die Erinnerung an deren legendäre Wehrhaftigkeit bei Belagerungen wach hält. Das Publikum des dreitägigen Spektakulums wird nicht nur den Kanonendonner und brenzlige Situationen nacherleben, sondern auch das ausgelassene Treiben in der Schänke am Elisabethenturm, in dem die Grenadiere ihr Vereinsdomizil haben. In ihrem 1200 jährigen Bestehen überstand Villingen manch kriegerische Periode. Seit ihrer Ernennung zur Reichstadt 1218 wurde sie in der Zeit der Staufer-Kaiser zur Festung ausgebaut. Bedrohungen während der Bauernkriege vor allem von marodierenden schwedischen Haufen brachten die Stadt nie ernstlich in Gefahr. Auf der Seite Vorderösterreichs vermochte sie Aufstände in der Umgebung im Keim zu ersticken.

Die Villinger Bürgerschaft hielt mit Ausdauer, Schläue und trotzigem Mut vier schweren Belagerungen stand, dreien im Dreißigjährigen Krieg und einer 1704 im Spanischen Erbfolgekrieg durch Camille d‘Hostun de la Baume, Marschall Tallard (1652-1728). Auch von den kriegerischen Wirren, ausgelöst durch die französische Revolution und den Koalitionskriegen blieb das Städtchen nicht verschont. Teuerung, Einquartierungen von Soldaten und Kontributionszahlungen brachten die Bürgerschaft in arge Bedrängnis. 1796 ertönte heftiger Kanonendonner und flogen Kugeln in die Gebäude innerhalb der Stadtmauer, die zur Frontlinie zwischen Franzosen und Österreichern geworden war.

Weitere Infos zum Historischen Grenadiercorps: grenadiercorps1810.de

Programm:

Freitag, 21. Juli 2017
ab 12 Uhr Eintreffen der Gruppen / Lageraufbau, anschließend Lagerleben und historische Taverne

Samstag, 22. Juli 2017
10 Uhr Öffnung des Biwaks für die Öffentlichkeit
13 Uhr Sternmarsch durch die Fußgängerzone zum Marktplatz
11 Uhr Belebung der Innenstadt und des Biwaks
bis 16 Uhr Torwachen, Patrouillen, Zollkontrollen
17 Uhr Abmarsch aller Gruppen mit Feuerwaffen zur Darstellung 'Beschießung der Stadt'
17 Uhr Eintreffen in den Geschützstellungen
18 Uhr Darstellung 'Beschießung der Stadt'
19 Uhr Rückmarsch und Programmende
anschließend Lagerleben und historische Taverne

Sonntag, 23. Juli 2017
10 Uhr Öffnung des Biwaks für die Öffentlichkeit
ab 10 Uhr Belebung der Innenstadt und des Biwaks (wie Samstag)
12.30 Uhr Aufmarsch aller Gruppen in der Altstadt, Abschlussappell
anschließend Lagerleben für die Bevölkerung
ab 16 Uhr Lagerabbau und Abreise

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