Villingen-Schwenningen

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Die Bahnstation im 2. Weltkrieg

Luftaufnahme von Schwenningen während eines Bombenangriffs
Luftaufnahme von Schwenningen während eines Bombenangriffs

Die Machtübernahme durch die Nationalsozialisten im Jahre 1933 bedeutete auch für Schwenningen eine deutliche Zäsur. Was bereits zu Beginn ihres Regimes von einigen ihrer politischen Gegner ausgesprochen wurde – Hitler bedeutet Krieg – konnte man ab Mitte der 1930er Jahre an der Produktionspalette in den Schwenninger Uhrenfabriken erkennen. Die Uhrenfabriken nahmen neue Produkte in ihr Fertigungsprogramm auf: Aufschlags- und Zeitzünder für Bomben und Granaten. Von 1933 bis zum Kriegsbeginn 1939 steigerte sich die Anzahl der in abhängiger Stellung arbeitenden Menschen in Schwenningen von 6.254 auf 15.800 Beschäftigte nicht zuletzt infolge der Herstellung von Waffen für den Krieg.

Schwenninger Bahngelände durch Bombenangriffe zerstört
Zerstörungen auf dem Schwenninger Bahngelände durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg
Zerstörte Gleisanlagen des Schwenninger Bahnhofs
Zerstörung der Gleisanlagen des Schwenninger Bahnhofs durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg

Damit geriet Schwenningen im Laufe des Krieges in das Visier der alliierten Bombenangriffe, die Ende 1944 einsetzten und insbesondere das Bahngelände mit seinen Gleisen und Gebäuden zur Güterabfertigung und damit den Transport von kriegswichtigen Gütern zum Ziel hatten. Bei den Bombenangriffen im Januar und Februar 1945 wurden aber auch angrenzende Wohngebiete getroffen. Insgesamt 191 Menschen fielen den alliierten Bomben zum Opfer. Nach dem Kriege wurde das Bahngelände wieder aufgebaut und mit den Planungen zu einem neuen Gebäude seit 1955 und dessen Realisation 1960 abgeschlossen.

Bombenfund während der Erdarbeiten zur Landesgartenschau
Bombenfund während der Erdarbeiten zur Landesgartenschau

Nr. 17/2018 vom 23.10.2018
als PDF (8,3 MB)

 

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