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Testkäufe zeigen Wirkung - Wiederholung an der Fasnet

14.02.2020


Um Kinder und Jugendliche vor dem Missbrauch von Alkohol und Tabakwaren zu schützen, führt das Bürgeramt während der Fasnet Testkäufe durch.

Der Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Alkohol- und Tabakmissbrauch hat im Bürgeramt schon seit vielen Jahren einen hohen Stellenwert. Deshalb werden neben ganzjährigen Jugendschutzmaßnahmen des Kommunalen Ordnungsdienstes auch immer wieder Testkäufe durchgeführt. Diese sind nun auch für die kommenden Fasnetstage angedacht. Denn gerade in der fünften Jahreszeit werden jungen Leuten Alkoholika oder Zigaretten oftmals zu leicht zugänglich gemacht. Im Sinne einer fröhlichen Fasnet für alle Beteiligten soll diese falsch verstandene Freigiebigkeit möglichst vermieden werden.

Zuletzt nahm das Bürgeramt vor rund zwei Monaten Testkäufe in Villingen-Schwenningen vor. In 54 Einzelhandelsbetrieben wurde hierbei der Verkauf von Alkohol und Tabakwaren an Jugendliche kontrolliert, darunter 27 Lebensmittelgeschäfte, 16 Tankstellen, 4 Getränkemärkte und 7 Toto-Lotto-Annahmestellen. Das Ergebnis war zwar noch immer nicht zufriedenstellend, es konnte jedoch eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu den Vorjahren verzeichnet werden.

Während bei früheren Testkäufen noch Verkaufsquoten von über 60 Prozent auftraten, haben bei der letzten Überprüfung nur noch 35 Prozent der getesteten Verkaufsstellen branntweinhaltigen Alkohol – wie zum Beispiel Wodka, Whiskey, Gin oder Kräuterlikör – sowie Zigaretten an die jugendlichen Käufer abgegeben. Der Anteil an Verstößen gegen das Jugendschutzgesetz reduzierte sich somit um knapp die Hälfte. Dieser Achtungserfolg ist neben der präventiven Aufklärung sicherlich auch zu einem beträchtlichen Maß auf die konsequente Überprüfung und Ahndung von unerlaubten Verkaufsvorgängen zurückzuführen. Die hierbei verhängten Bußgelder sind mit bis zu 2.500 Euro für die Betreiber sowie bis 300 Euro für die Verkäufer durchaus hoch angesetzt.

Als besonders wichtig erachtet das Bürgeramt, dass die Verkäufer eine Ausweiskontrolle vornehmen. Man sieht den Jugendlichen ihr Alter nämlich nicht immer an. Da bei den jüngsten Testkäufen trotz einer Überprüfung des Personalausweises noch in 12 Fällen Alkohol verkauft wurde, besteht hier bei den Geschäften durchaus Verbesserungspotenzial.

Das Bürgeramt hofft, dass sich der aktuelle Trend fortsetzt und die verschiedenen Maßnahmen weiter zu einer positiven Veränderung des Verkaufsverhaltens in den Einzelhandelsbetrieben führen. Denn die Missachtung der Jugendschutzvorschriften ist kein Kavaliersdelikt; zumal der Konsum von Alkohol oder Tabak gerade in jungen Jahren erhebliche gesundheitliche Schäden anrichten kann.

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