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Fasnet 2020: Bilanz des KOD

28.02.2020


Während der Fasnet gab es zahlreiche Vorfälle, bei denen der KOD eingreifen musste.

Die Fasnet in Villingen-Schwenningen mit ihren zahlreichen Veranstaltungen erfreut nicht nur die vielen Besucher und Touristen der Stadt, auch die Hästräger und viele Bürger können den Beginn der närrischen Tage kaum erwarten. Die Bilanz der Mitarbeiter des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) über die 'hohen Tage' fällt allerdings nicht so erfreulich aus. Zahlreiche Vorkommnisse im Bereich des Jugendschutzes, respektloses Verhalten bis hin zu Pöbeleien, Beleidigungen, Widerständen und Gewaltbereitschaft standen auf dem Programm der acht Frauen und Männer.

Im Dauereinsatz: Vom Schmotzigen bis Fasnetsdienstag sind die KOD-Mitarbeiter von morgens bis nachts um 2 Uhr in zwei Schichten im Einsatz und sorgen für Sicherheit auf Straßen und Plätzen. Ein besonderer Schwerpunkt wird hierbei auf den Jugendschutz gelegt. Da allerdings auch noch viele andere Aufgaben anstehen, wie z. B. verkehrliche Maßnahmen (Umzugsstrecken freimachen und ggfs. Abschleppen), Narrenbaumstellen und Transportbegleitung, die Abnahme von Bewirtungsständen und Gasanlagen sowie die Überprüfung von Besenwirtschaften waren über die Fasnet zahlreiche weitere Kollegen aus anderen Abteilungen des Bürgeramtes im Dienst.

Die Erfahrungen zeigen: Die Fasnettage sind für den KOD mit dem sehr niedrigen Personalstand und nur vier Mitarbeitern pro Schicht für das gesamte Stadtgebiet mit zwei großen Stadtbezirken und vielen Veranstaltungen und Einsatzorten sowie stetig zunehmenden Problemsituationen nicht mehr zu bewältigen.

Wie wichtig die Präsenz des Ordnungsdienstes, vor allem in den Innenstädten der beiden großen Stadtbezirke ist, zeigen die festgestellten Verstöße: Neben hunderten von Ordnungsstörungen aller Art (z. B. Spucken, Urinieren, Streitigkeiten, Wegwerfen von Zigaretten und Glasgefäßen, etc.), welche durch Ansprachen, Ausleeren von Flaschen oder mündliche Verwarnungen unterbunden wurden, führten folgende schwerwiegendere Vorkommnisse zu entsprechenden Anzeigen: 80 Fälle mit Alkohol- oder Tabakmissbrauch von Minderjährigen, 6 Fälle wegen Urinierens in der Öffentlichkeit, 13 Straftaten (z. B. wegen Betäubungsmittelkonsum, Körperverletzungen) sowie 10 sonstige Vorkommnisse wie z. B. Widerstände gegen Vollzugsbedienstete.

Besonders auffällig in diesem Jahr waren mehrere größere Gruppen von jeweils etwa 30 bis 50 Jugendlichen und Heranwachsenden, die zum Beispiel in der Rietstraße oder auf dem Münsterplatz für Unruhe sorgten. Dem gegenüber standen nur zwei bis maximal vier Mitarbeiter des KOD. Unterstützung und eine gute Kooperation gab es hier insbesondere am Schmotzigen von der Polizei, deren Schwerpunkt ansonsten hauptsächlich in der Färberstraße liegt.

Signifikant war in diesem Zusammenhang nicht nur die Gruppengröße, sondern auch das Verhalten der jungen Erwachsenen, wie die Mitarbeiter des KOD berichten. Zum Teil zeigten sich die jungen Frauen und Männer in sehr hohem Maße respektlos, provokant, renitent und gewaltbereit. So kam es auch zu etlichen Platzverweisen, Widerständen und auch Festnahmen durch den KOD. Bei einer dieser Festnahmen wurde nicht nur eine unbeteiligte Passantin durch den Flüchtenden verletzt, sondern vor allem auch zwei KOD-Mitarbeiter erlitten mehrere Prellungen, Schürfwunden und Knochenverletzungen und befinden sich nun im Krankenstand.

Außer auf den öffentlichen Plätzen am Rande der Fasnet hat das Ablaufen der Umzugsstrecken an den Kinderumzügen am Donnerstag, beim Schwenninger Umzug am Sonntag als auch beim Dienstagsumzug in Villingen gezeigt, dass auch hier zahlreiche Verstöße gegen den Jugendschutz vorkommen. Bei diesen Veranstaltungen sorgten die Mitarbeiter des Bürgeramts durch ihre Präsenz und Maßnahmen für einen reibungslosen Ablauf der Umzüge. Hierfür haben sich auch etliche Bürgerinnen und Bürger bei den Mitarbeitern des Bürgeramts bedankt.

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