Villingen-Schwenningen

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Berichterstattung über Meinungen der Architektenkammer

06.09.10 | Von: Referat des Oberbürgermeisters


Die Berichterstattung in der Südwest-Presse vom 03.09.2010 und Schwarzwälder Bote vom 04.09.2010 nimmt das Technische Dezernat der Stadtverwaltung zum Anlass einer Richtigstellung der darin getroffenen unzutreffenden Behauptungen. Hierzu zwei Vorbemerkungen:

Es ist verwunderlich, dass die Architektenkammer in keinem der genannten Themen den Kontakt zur Verwaltung gesucht hat um sich über Sachverhalte Aufklärung zu verschaffen oder konstruktive Kritik in Form von Verbesserungen und deren Umsetzungsmöglichkeiten anzubringen.
Bemerkenswert ist auch, dass die Kritik sich offensichtlich an die Verwaltung, und nicht an die mit den jeweiligen Projekten befassten Architekten richtet. Diese sind alle zwingend Mitglieder der Architektenkammer. Wenn entsprechende Kritikpunkte tatsächlich berechtigt sind, sollte man mehr Wert auf die Qualitätssicherung in den eigenen Reihen legen.

Zur Ansiedlung der Möbel-Kette XXXLutz ist richtig zustellen, dass eine solche Ansiedlung eine Lücke im oberzentralen Einzelhandelsangebot schließt und damit dazu beiträgt, den Standort Villingen-Schwenningen nach innen und außen attraktiver zu gestalten.
Sehr wohl hat es im Vorfeld der Konzentration auf den Standort am Vorderen Eckweg Untersuchungen über Standortalternativen gegeben. Letztendlich konnte ein besser geeigneter Standort nicht gefunden werden. Insbesondere ein Standort am Neuen Markt wurde von der Verwaltung wie vom Investor nicht gewünscht. Zielstellung der Verwaltung war es dabei, die Konkurrenzsituation in den zentrenrelevanten Neben- und Randsortimenten des Möbelhau¬ses nicht noch durch weitere sich ergebende Synergieeffekte mit der dort vorhandenen Einzelhandelskonzentration zu verschärfen. Eine Absage des Standortes Neuer Markt ist ein Bekenntnis für einen stabilen Einzelhandel in den Innenstädten.
Richtig ist, will man ein standortadäquates Verkaufsflächeangebot von 27.000 m² für Villingen-Schwenningen bereitstellen, wird dazu ein entsprechendes Bauvolumen benötigt. Im Gegensatz zu einem Standort am Neuen Markt, bei dem das Bauvolumen in vollem Umfang sichtbar würde, wird am Vorderen Eckweg geschickt der vorhandene Geländeverlauf genutzt, um das Gebäude einseitig in der Erde zu „verstecken“. Die geplante Gebäudehöhe des Möbelhauses überragt das benachbarte HOERCO-Gebäude lediglich unwesentlich um 1,5 m, dabei soll die sichtbare Fassade qualitätvoll gestaltet werden. Eine Belastung für die Anwohner wird durch die Änderung der Verkehrsführung zum gesamten Gewerbegebiet nicht erhöht sondern deutlich reduziert. Nicht zuletzt deshalb liegen der Verwaltung aus den „betroffenen“ Bereichen keine Bürgerproteste vor. Auch steht der Zeitablauf der Offenlage des Bebauungsplanverfahrens nicht, wie gemutmaßt, mit den Oberbürgermeisterwahlen in Zusammenhang. Vielmehr ist hier der verzögerte Verlauf des in engen Zusammenhang stehenden Raumordnungsverfahrens maßgeblich.


Falsch ist, wie in den Berichterstattungen behauptet auch, dass nur die Familienheim und die WBG die künftigen Wohnbauflächen auf dem LGS-Gelände vermarkten dürften. Im Gegenteil liegt von der ARGE Familienheim/WBG nur das Interesse für eines der drei Baufelder vor. Für ein weiters Baufeld steht die Verwaltung mit einem anderen Investor in konkreten Verhandlungen. Ein drittes Baufeld steht noch zur Verfügung.
Die ARGE Familienheim/WBG hat als potentieller Bauherr ihrerseits als Architekten Herrn Günther Bürk vorgestellt. Die Verwaltung hat auf diesen Vorgang keinen Einfluss genommen und sieht es auch nicht als ihre Aufgabe an, die Architekten privater Bauherren zu bestimmen. Für die verbleibenden zwei Bauflächen ist diese Auswahl keine Vorentscheidung für die Wahl des Architekten, die Verwaltung geht davon aus, dass hier mit anderen Bauherren auch andere Architekten zum Zuge kommen.

Die Auslobung des derzeit laufenden Architekturwettbewerbes für das HTA ist mit dem Wettbewerbsausschuss der Architektenkammer explizit abgestimmt worden. Das hier eine Beteiligung der Architektenkammer eingefordert wird ist wohl ein Informationsdefizit der Sprecher der Architektenkammer.

 

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