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Erweitertes Führungszeugnis in der Jugendarbeit - Infoveranstaltung für Vereine

18.02.16 | Von: Referat des Oberbürgermeisters / Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis

In der Kinder- und Jugendarbeit tätige Personen sollen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, um den Schutz der Kinder sicherzustellen (Foto: Syda Productions/fotolia.com).

In einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 25. Februar, informieren die Jugendämter und Jugendringe im Schwarzwald-Baar-Kreis in einer gemeinsamen Veranstaltung über die Regelungen zum Bundeskinderschutzgesetz. Interessant für Vereine sind dabei die Regelungen zum erweiterten Führungszeugnis und Kinderschutzkonzepten in der Vereinsarbeit.

Anfang 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz in Kraft getreten, welches den Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Gewalt zum Bestandteil hat. Aufgrund dieser Regelung müssen Ehrenamtliche, die Kinder und Jugendliche betreuen, beaufsichtigen oder ausbilden in bestimmten Fällen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. In diesem erweiterten Führungszeugnis werden beispielsweise etwaige Sexualdelikte detaillierter aufgeführt als im 'normalen' Führungszeugnis. Auch kleinere Strafen sind vermerkt. Mit dem Gesetz soll verhindert werden, dass einschlägig vorbestrafte Menschen haupt-, nebenberuflich oder ehrenamtlich in der Jugendarbeit tätig sind.

Jugendamt empfiehlt Abschluss einer Vereinbarung über Führungszeugnisse

Jetzt hat das Landratsamt Schwarzwald-Baar-Kreis alle Vereine und Verbände in der Jugendarbeit angeschrieben und empfiehlt, eine Vereinbarung über die Einhaltung von Standards hinsichtlich des erweiterten Führungszeugnisses mit dem Jugendamt des Landkreises zu schließen. Zum Beispiel verpflichtet sich der Verein dazu, sich von Jugendleiterinnen oder Jugendleitern ein erweiterte Führungszeugnisse vorlegen zu lassen, wenn diese in einem besonders engen Verhältnis zu Kinder- und Jugendlichen stehen (Einzelkontakte, Übernachtungskontakte etc.) und Schutzkonzepte im Verein zu beschließen.

»Im Sinne eines umfassenden Kinderschutzes hoffen wir darauf, dass viele Vereine und Verbände diese Vereinbarung mit uns schließen«, meinen Ulrike Gfrörer und Susanne Brodbeck vom Jugendamt des Landratsamtes Schwarzwald-Baar-Kreis. Gemeinsam haben das Jugendamt des Kreises sowie der Stadt Villingen-Schwenningen, der Kreisjugendring und der Kreisjugendsportring eine Vereinbarung entworfen. Zudem wurde ein Prüfschema entwickelt, mit dem festgestellt werden kann, wer unbedingt ein Führungszeugnis vorlegen sollte.

Eine Infoveranstaltung für Vereinsvertreter gibt es am Donnerstag, 25. Februar, 18.30 Uhr in der Neuen Tonhalle (Bertholdstraße 7, Stadtbezirk Villingen).

Hintergrund zum Bundeskinderschutzgesetz

Zum 1. Januar 2012 ist das Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG) in Kraft getreten. Das Gesetz soll sicherstellen, dass im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe keine Menschen tätig sind, die wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit oder die persönliche Freiheit rechtskräftig verurteilt worden sind. Durch die Pflicht der Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses soll der Schutz von Kindern und Jugendlichen gewährleistet werden. Neu ist, dass ehrenamtlich tätige Personen einbezogen werden (§ 72a Abs. 3) und der Bezug auf alle freien Träger der Jugendhilfe (nicht nur Einrichtungen und Dienste).

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