Villingen-Schwenningen

| Navigation | Inhalt


Pfaffenweiler

Pfaffenweiler befindet sich zwischen Wolfbach und Wieselsbach am Ostrand des Schwarzwaldes südlich von Villingen. Der Ort liegt auf Buntsandstein und gehört geologisch zum Schwarzwald am Rande der Baar (Kalkstein).

Die Naturschutzgebiete 'Tannhörnle' und 'Plattenmoos' mit seltener Flora und Fauna, der Keltengrabhügel am Magdalenenberg und Wälder umgeben den Ort.

Viele Wege sind zum Radfahren und Wandern geeignet und ausgeschildert.

Luftaufnahme Pfaffenweiler
Luftaufnahme Pfaffenweiler

Früher war das Dorf landwirtschaftlich geprägt. Die Bauernhöfe sind alle ausgesiedelt oder befinden sich am Rande der geschlossenen Bebauung. Derzeit existieren acht landwirtschaftliche Betriebe. Die meisten Einwohnerinnen und Einwohner sind in den großen Stadtbezirken Villingen und Schwennigen beschäftigt. Viele haben auch in Umlandgemeinden ihre berufliche Wirkungsstätte gefunden. Doch auch Pfaffenweiler bietet Selbstständigen sowie Nichtselbstständigen einige Arbeitsplätze.

Es gibt in Pfaffenweiler Kunststoff verarbeitende Betriebe, Baufirmen, Handwerksbetriebe vielfältiger Art, Einzelhandelsgeschäfte für den täglichen Bedarf, eine Bankfiliale und auch eine Poststelle. Eine Gemeinschaftspraxis für Allgemeinmedizin mit Spezialisierungsschwerpunkten sowie eine Zahnarztpraxis haben sich etabliert.

Ein reges Vereinsleben lässt die Integration von Neubürgern leichter gelingen.

Freizeitanlage
Freizeitanlage

Im Westen (Richtung Herzogenweiler) lädt eine beliebte Freizeitanlage mit mehreren Grillstellen und vielen Bänken zum Verweilen ein. Eine Kneippanlage befindet sich in der Nähe.

 

 

 

Einst und Jetzt

Rathaus Pfaffenweiler
Rathaus Pfaffenweiler

Pfaffenweiler wird im Jahr 1235 als 'Wilare' im Zusammenhang mit dem kaiserlichen Lehensgut 'Runstal' erstmals urkundlich erwähnt (Fundstelle: Bücher des Klosters St. Gallen). Allerdings ist dort auch erwähnt, dass es um 1200 eine Kirche gab. Später wurde Pfaffenweiler von dem Zisterzienserkloster Salem verwaltet. Runstal erlebte in der folgenden Zeit unter der klösterlichen Verwaltung einen solchen Aufschwung, dass neben dem eigentlichen Gut ein ganzer Weiler entstand. Der Name 'Phaphinwiler' wurde gewählt, um es vom Wiler der Zähringer-Herzöge (Herzogenweiler) zu unterscheiden.

Um 1300 wurde Pfaffenweiler an Villingen verkauft, weshalb es 1326 mit Villingen zu Vorderösterreich kam. Danach verarmte die Gemeinde zusehends, und die Entwicklung wird rückläufig. Im Dreißigjährigen Krieg hatten die ungeschützten Gemeinden viel zu leiden. Das Wappen, das der Gemeinde Pfaffenweiler 1895 verliehen wurde, stellt einen  Zisterziensermönch dar als Hinweis auf die Entstehungszeit.

Nicht immer hatte die Gemarkung Pfaffenweiler die Größe von heute. Bis in das 15. Jahrhundert gehörten die Spitalhöfe dem Kloster Reichenau und die Häringshöfe (Richtung Tannheim) dem Kloster Katharinental bei Stein am Rhein. Von 1464 bis 1806 wurden sie dann vom Kloster St. Georgen verwaltet. 1806 wurde Pfaffenweiler - wie die anderen vorderöstereichischen Gebiete - dem Großherzogtum Baden zugeschlagen. Erst nach dem Ersten Weltkrieg ordnete man die Spitalhöfe Pfaffenweiler zu.

Die Entwicklung von Pfaffenweiler, eine ehemals bäuerliche Siedlung mit wenigen Handwerksbetrieben, zur jetzigen Größe setzte erst nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Hieraus ergab sich dann die Notwendigkeit, im öffentlichen, kommunalen und kirchlichen Bereich zu investieren: 1962/63 wurde eine neue Schule gebaut, die man in mehreren Abschnitten bis zur heutigen Größe ausbaute.  

ehemaliges Schulhaus (1897)

Die alte Schule neben dem Rathaus stammt aus dem Jahr 1897. Das Rathaus wurde in den Dreißigerjahren des letzten Jahrhunderts mit Feuerwehrgaragen und Schlauchturm ausgestattet. 1965 erfolgte eine Renovierung des Rathauses. Die jetzige Pfarrkirche 'Heilige Dreifaltigkeit' wurde 1967 an den alten Turm angebaut. Die um 1720 erbaute Kirche riss man ab. Die erste Kirche war schon in der Zeit um 1200 entstanden.

Vor der 1972 erfolgten Eingliederung wurde die Erschließung der Gebiete 'Tannhörnle' und 'Mittelbühl-Dobelwiesen' von der selbstständigen Gemeinde beschlossen.

Am 1. April 1972 schloss sich Pfaffenweiler freiwillig der Großen Kreisstadt Villingen-Schwenningen an. Seither ist Pfaffenweiler, das damals ca. 1300 Einwohner hatte, kräftig gewachsen. Pfaffenweiler ist ein Stadtbezirk mit Ortschaftsverfassung.

Im Eingliederungsvertrag wurden einige größere Investitionen vereinbart, die auch umgesetzt wurden. 1973/74 Bau der Turn- und Festhalle, 1980 Neubau des Kindergartens, Schulerweiterung, Erschließung von Neubaugebieten.

 

Gemarkung

  • 885 ha Gemarkungsfläche, davon 362 ha Wald
  • vor der Eingemeindung der Spital- und Häringshöfe umfasste die Gemarkung 560 ha

 

Kontakt

Ortsverwaltung Pfaffenweiler
Hauptstraße 32
78052 Villingen-Schwenningen
Ortsvorsteher: Martin Straßacker

Telefon 07721 / 82-1871; -1872
Telefax 07721 / 22676
E-Mail: ov-pfaffenweiler@ villingen-schwenningen.de

Öffnungszeiten:
Mo, Di, Do, Fr:
08:30 - 12:00 Uhr
Mi: 08:30 - 12:00 Uhr
und 14:00 - 18:00 Uhr

Mitteilungsblätter

Einwohnerentwicklung

Stand 31.12. des jeweiligen Jahres

2015 2260 Einwohner
2010 2310 Einwohner
2005 2401 Einwohner
2000 2384 Einwohner
1995 2250 Einwohner
1990 1959 Einwohner
1985 1918 Einwohner
1980 1778 Einwohner
1975 1408 Einwohner
1972 1318 Einwohner
1968   930 Einwohner
1950   659 Einwohner
1868   300 Einwohner
1770   177 Einwohner
© 2016 Stadt Villingen-Schwenningen