Wirtschaft und Bauen
Umwelt und Verkehr
Städtebauliche Grünplanung

- Präsentation der städtischen Grünplanungen auf der Südwest Messe
Im Rahmen der Bauleitplanung wird bei Ausweisung von Neubaugebieten ein Umweltbericht mit einem integrierten Grünordnungsplan erstellt, dessen Maßnahmen in den Bebauungsplan einfließen und so rechtskräftig werden. Dabei findet unter Berücksichtigung umweltschützender Belange eine Abwägung zwischen Vermeidung und Ausgleich der zu erwartenden Eingriffe in Natur und Landschaft statt. Für nicht vermeidbare Eingriffe werden Ausgleichsmaßnahmen festgesetzt. Zusätzlich werden (evtl. vorhandene) wertvolle Biotope gesichert und eine ausreichende landschaftliche Einbindung der Bebauung gewährleistet. Ziel des Grünordnungsplanes ist es, die Grundsätze des Naturschutzes, der Landschaftspflege und der Erholungsfürsorge im Sinne des Naturschutzgesetzes umzusetzen. So werden attraktive Grünstrukturen in den Neubaugebieten geschaffen, z. B. durch die Einbindung von Bäumen und Sträuchern oder die Anlage eines Bachlaufes. In dieses Grün werden die Straßen-, Rad- und Fußwegeverbindungen integriert und Maßnahmen zur Regenwasserbewirtschaftung mit möglichst hohem Anteil der oberflächigen Versickerung vorgesehen.
Regenwasserbewirtschaftung
Die direkte Versickerung und offen geführte Ableitung des Oberflächenwassers spielt bei der Grünplanung unserer Baugebiete eine zentrale Rolle. Dabei gelangt das Regenwasser, das auf Ihren Hof, in Ihren Garten oder auf Ihr Dach fällt, nicht mehr in den Schmutzwasserkanal, sondern erhält die Möglichkeit, direkt vor Ort auf Ihrem Grundstück zu versickern oder an der Oberfläche abgeführt zu werden. Das anfallende Oberflächenwasser kann entweder in einer Zisterne gesammelt und dann als Brauchwasser für Ihre Toilette oder Ihre Waschmaschine verwendet oder zum Gießen Ihrer Pflanzen genutzt werden. Wir beraten Sie gerne, in welcher Weise das Wasser noch auf Ihrem Grundstück versickert oder durch die Anlage eines Gartenteiches das Grundstück verschönert werden kann. Umschrieben wird dieser neue nachhaltige Ansatz mit dem Begriff 'Regenwasserbewirtschaftung'.
Nicht nur im Schilterhäusle, einem Neubaugebiet im Zentralbereich zwischen den beiden großen Stadtbezirken, sind beste Voraussetzungen für die Regenwasserversickerung und -bewirtschaftung gegeben. Auch in den anderen neuen Baugebieten, insbesondere im Gebiet 'Melben' im Stadtbezirk Marbach, wird dieses System in den nächsten Jahren noch effizienter und in vorbildlicher Weise umgesetzt. In diesem Baugebiet wird sämtliches Oberflächenwasser entweder unmittelbar versickert oder über eine offene Mulde abgeführt.
Durch die gesplittete Abwassergebühr können Bürger und Firmen in unserer Stadt bei Nutzung einer Trennentwässerung und Versickerung vor Ort Gebühren sparen.
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